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Du bist kein Versager: Focus on the things you reached in 2018

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Besonders erfolgreiche Menschen neigen dazu, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die sie (noch) nicht geschafft haben. Sie schätzen sich selber schwächer ein, als sie nach außen wirken und als sie tatsächlich sind. Diese Kluft zwischen Selbstbild und Fremdbild verstärkt dann nochmal den Druck, mehr zu leisten. Sie haben das Gefühl, eine Illusion geschaffen zu haben und diese mit aller Kraft aufrecht erhalten zu müssen. Der Berg der (unerfüllten) Erwartungen wächst und das bremst. Aber auch der Berg der Dinge, die man erreicht hat wächst. Man muss ihn aber eben auch beachten, statt alles, was man erledigt hat, immer nur auf To-Do-Listen-Zetteln durchzustreichen und wegzuschieben.

Vor allem, wenn sich das Jahr zum Ende neigt, schieben sich all die Dinge auf den inneren Schreibtisch, die man doch noch erledigen wollte und musste. Ich werde meinen Fokus jetzt einfach mal auf die guten Dinge lenken, die dieses Jahr passiert sind und hoffe, dass mich das motiviert, bis zum Ende des Jahres noch sehr viel zu wuppen. Deshlab erzähle ich euch ab jetzt jeden Tag eine Sache, für die ich dankbar bin.

Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen![Weiterlesen]

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Islamkonferenz: Ich glaube nicht daran.

Jede deutsche Tageszeitung hat sich schon damit auseinandergesetzt: Am Mittwoch, den 28. November 2018 diskutierte Bundesinnenminister Horst Seehofer mit Muslimen über ihre Religion in Deutschland. Von ihnen erwartet er Kooperation. Doch welche Erwartungen haben denn seine Gesprächspartner an solch eine Konferenz? Elisabeth Zoll von der Südwestpresse hat mich und fünf andere Personen nach ihrer Meinung dazu gefragt. Ich blickte sehr pessimistisch auf dieses Event und hoffe trotzdem, dass sich etwas am Umgang und am Miteinander in diesem Land ändern wird. Aber lest selbst:

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Frauen gegen Gewalt

Falls ihr meinen Social-Media-Kanälen folgt, habt ihr sicher mitbekommen, dass ich derzeit in den Niederlanden wohne. Und ihr habt sicher auch mitbekommen, dass ich auch ernste Themen anspreche. Ein sehr ernstes Thema für mich derzeit und seit langem ist Gewalt gegen Frauen. Es ist ein langweiliges Thema, nicht wahr?

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”Wrap‘ my Hijab!“ – Internationaler Workshop an der Universität Freiburg

Wenn du jung und muslimisch bist, kennst du diesen Song-Titel, der letztes Jahr ein Internet-Hit war.

„Muslimische Jugendliche stehen ihr Leben lang und immer wieder vor besonderen Herausforderungen“, will Dr. Fatma Sagir wissen. Sie ist Habilitandin am Lehrstuhl für Populäre Kulturen am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie und erforscht den “Muslim Lifestyle“ und kennt Tupac aus ihrer eigenen Jugend. Sie meint, dass Musik, Hiphop und die schwarze Popkultur für junge Muslime, die in westlichen Ländern aufgewachsen sind, eine wichtige Rolle spielt. In der Forschung und in der medialen Darstellung sehe man aber oft nur die Geschichte des jungen Mannes, der auf den falschen Weg gekommen ist und sich durch die Musik wieder selbst findet und Respekt erarbeitet. Hört sich sehr nach Bushido an. Ja, wir kennen das und es ist zu einseitig, denn identifizieren kann ich mich damit zumindest nur semi!

Identität und Erwartungen | Photo by Nyana Stoica on Unsplash

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Die arabische Welt ist kein Milchreis

Der mehrfach preisgekrönte Moderator und Deutsche Welle Reporter Jaafar Abdul Karim hat heute sein erstes Buch „Fremde oder Freunde?“ herausgebracht. Ich durfte es im Vorfeld lesen und hatte anfangs die Sorge, dass er die arabische Welt stereotypisieren könnte, indem er versucht sie zu erklären. Doch das Buch bewirkt das Gegenteil: All die Gesichter und Geschichten aus dem Buch führen dazu, dass man gar keine Schubladen mehr findet. Letzten Sonntag habe ich mit ihm über sein Buch gesprochen.

Shababtalk-Moderator Jaafar Abdul Karim im Zaatari-Flüchtlingslager in Jordanien.

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Bullshit-Bingo: Kopftuch-Edition | Ein Spiel für mehr Verständnis

Neulich als ich aus dem Flieger ausgestiegen bin, hat mich ein Silver Surfer angesprochen: „Sie sind mir mit Ihrem Kopftuch schon beim Check-in aufgefallen!“ – „Oh Gott!“, dachte ich schon, „Was kommt jetzt?“

Glücklicherweise kam kein Bullshit, sondern ein Kompliment. Aber die Chancen standen fünfzig zu fünfzig. Also habe ich ein Spiel zusammengebastelt, damit die Sorge vor dem nächsten Bullshit auch mal in Freude umschwanken kann. Am Schluss gibt es nämlich Zitronen-Eis!

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