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Ein Tweet und seine Geschichte

In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL ist diese Woche ein Artikel mit mir erschienen. Fiona Ehlers, die Redakteurin, die mich interviewt hat, benutzt selber gar kein Twitter. Sie hat eine Meldung in der Welt oder im Tagesspiegel gesehen, sagte sie mir und wollte der Geschichte hinter dieser Meldung auf den Grund gehen.

Ich habe schon mit den unterschiedlichsten Medien etwas zu tun gehabt – ob vor oder hinter der Schreibfeder oder Kamera. Die Arbeitsweise dieser Journalistin hat mich im Hintergrund dieser Erfahrungen wirklich beeindruckt. Sie ist mich besuchen gekommen und hat einen ganzen Tag mit mir verbracht, um mich und die kleine Geschichte hinter einer kleinen Meldung kennenzulernen. Ich habe mit ihr nicht nur über mich, sondern auch über ihre Arbeit, ihre Reisen in muslimische Länder und den Journalismus gesprochen, über das Frau sein in der Berufswelt, den Islam und Deutschland.

Hier unten findet ihr erstmal den Artikel und wenn es euch interessiert, schreibe ich auch gerne mal mehr über meine Erfahrungen mit Journalisten, dem „selber was mit Medien machen“ und meinen Uni-Wechsel. Viel Spaß beim Lesen. Und kommentieren nicht vergessen!

Der Spiegel[Weiterlesen]

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#Weltfrauentag – Brauchen wir Feminismus noch?

Wir brauchen Feminismus. Das ist klar. Ich finde es wichtig, dass sich sowohl Frauen als auch Männer für Gleichberechtigung einsetzten. Es ist von Bedeutung, dass sich Frauen vernetzten und es ist entscheidend, dass sie ihre Rechte verteidigen – sei es, wenn es um ihre körperliche Selbstbestimmung geht, im Beruf oder auch bei der Bezahlung.

Quelle: Südkurier

Quelle: Südkurier

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Wir kommen! Ein Wundermittel gegen Angst und Hass.

An einem normalen Tag hätte ich einfach weggehört, wenn jemand mich als Bombenlegerin bezeichnen würde. Ich hätte das ignoriert. Verdrängt.

Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln werde ich so oft von fremden Menschen angepöbelt, da kann man eben nicht jedes mal drauf eingehen. Kämpfen. Alleine kämpfen. Denn so sieht es meistens aus. Wenn man sich wehrt, provoziert man den Pöbler und alle anderen Menschen sitzen da und schauen aus dem Fenster raus oder noch schlimmer: Glotzen!

Der Ort des Geschehens. Der Ort des Geschehens.[Weiterlesen]

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All I want for Christmas..

Es mag merkwürdig aussehen, wenn ich als Muslima irgendwas über Weihnachten erzähle. Meine kleine Schwester hat aber eigentlich schon sehr treffend formuliert, was ich sagen wollte: „Mir ist egal, ob wir Muslime sind. Ich mag Weihnachten.“

Ja, ich mag Weihnachten. Auch wenn man meinen sollte, dass Muslime gerade an Weihnachten merken sollten, dass sie nicht dazu gehören. Aber das stimmt gar nicht. An Weihnachten treffen sich alle, alle sind lieb, es gibt Kekse, man denkt auch mal an die Armen, an die denen es nicht so gut geht, überall gibt es Glitzer und Lichter. Und ich hab mich noch nie in der Weihnachtszeit ausgeschlossen gefühlt, auch wenn ich selber eigentlich kein Weihnachten feier.

Deutschland, schau auf diese Stadt! Hier trauern Christen und Muslime gemeinsam um die Toten des Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. (Foto: AFP)

Deutschland, schau auf diese Stadt! Hier trauern Christen und Muslime gemeinsam um die Toten des Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt.
(Foto: AFP)

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#TagdesEhrenamts und die Institutionalisierung des Islams

Was ich mit dem Tag des Ehrenamts verbinde sind leider keine Rettungssanitäter und in Schulen vorlesende Omas. Ich verbinde diesen Tag mit dem Islam. Und das nicht im positiven Sinn.

Fast alle Moscheen, die ich kenne, fast alle muslimischen Vereine und Organisationen stehen allein durch Ehrenamt auf den Beinen und werden ausschließlich von ihren Mitgliedern und Spenden finanziert: Muslimische Seelsorger in Gefängnissen, die Räumlichkeiten von Moscheen – vom Imam bis zum Klopapier – und sogar so große und erfolgreiche Organisationen, wie der Dachverband muslimischer Hochschulgruppen, RAMSA.[Weiterlesen]

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Rassismus vs Opferrolle

„Wenn ich erfolglos eine WG suche und mir dann geraten wird, in Emails einen deutschen Namen statt den eigenen anzugeben. #schauhin“ – @baum_glueck

Vor drei Jahren startete auf Twitter die Aktion #schauhin. Tausende User teilten unter dem Hashtag ihre alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus und erreichten damit die Trending Topics in Deutschland. Daraufhin wurde das Thema Alltagsrassismus von zahlreichen Medien aufgegriffen.[Weiterlesen]

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Was hat der Tag der Deutschen Einheit mit Noahs Arche zu tun?

Morgen ist der Tag der Deutschen Einheit, also ein Tag der Einigkeit und der Demokratie. Gleichzeitig ist morgen der erste Tag des islamischen Jahres 1438 und jüdisches Neujahr.

Ein Zufall, der mich an etwas wichtiges erinnert: Es ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich , dass Christen, Juden, Muslime, Atheisten und Menschen mit allen möglichen spirituellen Orientierungen friedlich und demokratisch miteinander in einem Land leben.[Weiterlesen]

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Oxymoron

Während die halbe westliche Welt über die Verschleierung der muslimischen Frau diskutiert, saß ich gestern in einem überfüllten Zug mit kaputter Klimaanlage.

Und wie das Schicksal so will, war ich als muslimische Frau zwischen Managern und Geschäftsmännern in verschwitzten Anzügen, Bundeswehrsoldaten in Springerstiefeln und langen, dicken Uniformen und einer großen jüdisch-orthodoxen Familie mit langen, dicken, schwarzen Anzügen und Kippa plus Zylinder bei den Männern, sowie weite Überwürfe, Hüte und Kopftücher bei den jüdischen Frauen, diejenige, die mit einer weiten Leinenhose und einer leichten Tunika und einem einfachen Tuch, am wenigsten an der Hitze gelitten hat.[Weiterlesen]