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Wir kommen! Ein Wundermittel gegen Angst und Hass.

An einem normalen Tag hätte ich einfach weggehört, wenn jemand mich als Bombenlegerin bezeichnen würde. Ich hätte das ignoriert. Verdrängt.

Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln werde ich so oft von fremden Menschen angepöbelt, da kann man eben nicht jedes mal drauf eingehen. Kämpfen. Alleine kämpfen. Denn so sieht es meistens aus. Wenn man sich wehrt, provoziert man den Pöbler und alle anderen Menschen sitzen da und schauen aus dem Fenster raus oder noch schlimmer: Glotzen!

Der Ort des Geschehens. Der Ort des Geschehens.[Weiterlesen]

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#TagdesEhrenamts und die Institutionalisierung des Islams

Was ich mit dem Tag des Ehrenamts verbinde sind leider keine Rettungssanitäter und in Schulen vorlesende Omas. Ich verbinde diesen Tag mit dem Islam. Und das nicht im positiven Sinn.

Fast alle Moscheen, die ich kenne, fast alle muslimischen Vereine und Organisationen stehen allein durch Ehrenamt auf den Beinen und werden ausschließlich von ihren Mitgliedern und Spenden finanziert: Muslimische Seelsorger in Gefängnissen, die Räumlichkeiten von Moscheen – vom Imam bis zum Klopapier – und sogar so große und erfolgreiche Organisationen, wie der Dachverband muslimischer Hochschulgruppen, RAMSA.[Weiterlesen]

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Rassismus vs Opferrolle

„Wenn ich erfolglos eine WG suche und mir dann geraten wird, in Emails einen deutschen Namen statt den eigenen anzugeben. #schauhin“ – @baum_glueck

Vor drei Jahren startete auf Twitter die Aktion #schauhin. Tausende User teilten unter dem Hashtag ihre alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus und erreichten damit die Trending Topics in Deutschland. Daraufhin wurde das Thema Alltagsrassismus von zahlreichen Medien aufgegriffen.[Weiterlesen]

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Was hat der Tag der Deutschen Einheit mit Noahs Arche zu tun?

Morgen ist der Tag der Deutschen Einheit, also ein Tag der Einigkeit und der Demokratie. Gleichzeitig ist morgen der erste Tag des islamischen Jahres 1438 und jüdisches Neujahr.

Ein Zufall, der mich an etwas wichtiges erinnert: Es ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich , dass Christen, Juden, Muslime, Atheisten und Menschen mit allen möglichen spirituellen Orientierungen friedlich und demokratisch miteinander in einem Land leben.[Weiterlesen]

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Oxymoron

Während die halbe westliche Welt über die Verschleierung der muslimischen Frau diskutiert, saß ich gestern in einem überfüllten Zug mit kaputter Klimaanlage.

Und wie das Schicksal so will, war ich als muslimische Frau zwischen Managern und Geschäftsmännern in verschwitzten Anzügen, Bundeswehrsoldaten in Springerstiefeln und langen, dicken Uniformen und einer großen jüdisch-orthodoxen Familie mit langen, dicken, schwarzen Anzügen und Kippa plus Zylinder bei den Männern, sowie weite Überwürfe, Hüte und Kopftücher bei den jüdischen Frauen, diejenige, die mit einer weiten Leinenhose und einer leichten Tunika und einem einfachen Tuch, am wenigsten an der Hitze gelitten hat.[Weiterlesen]

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#wirfuerHannes – Leb wohl Johannes Korten!

Als ich heute Morgen noch im Bett liegend die sorgenvollen Tweets über Johannes Korten las, schaute ich natürlich als erstes auf seinen Account und fand dort einen Tweet von 06:50 Uhr mit einem Link zum Blogeintrag „Am Ende“, der auch mich in Sorge versetzte.

Alles was man auf seinem Blog noch findet, ist dieses Bild.

Symbolbild

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Ausnahmezustand – Ein Wort beschreibt das Jahr 2016

Scheiße. Ich bin kein Mensch, der viel oder überhaupt flucht, aber momentan weiß ich nicht, was ich anderes sagen soll.

Seit ich denken kann, begegne ich Terror, Gewalt und Krieg nur mit Resignation. Als Paris betrauert wurde, fühlte ich nichts. Als Ankara betrauert wurde, fühle ich nichts. Wenn ich in den Nachrichten oder auf Facebook von Toten irgendwo auf der Welt höre, fühle ich nichts. Nicht, weil sie mir egal sind, sondern weil ich nicht mit einer Situation umgehen kann, auf die ich nie vorbereitet wurde – nämlich, dass auch ich oder Menschen, die mir etwas bedeuten, von einem anderen Menschen absichtlich getötet werden können.[Weiterlesen]

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Lügenwelt – Berichterstattung über Petra Hinz

Meine Twitter-Timeline ist seit heute Morgen überhäuft von „Hinz & Kunz“-Witzen. Mittlerweile sollte auch jeder mitbekommen haben, dass eine SPD-Bundestagsabgeordnete namens Petra Hinz ihren Lebenslauf frisiert hat. Abgesehen davon, dass Lügen längst ein Kavaliersdelikt zu sein scheint unter Politikern, frage ich mich in diesem Fall, ob nur sie von dieser Lüge wusste oder auch ihr Umfeld. Ihre Eltern, Verwandten, Schulfreunde, ehemaligen Kommilitonen und auch Arbeitskollegen hätten doch irgendetwas merken müssen. Wir sprechen hier schließlich nicht nur von einer allgemeinen Hochschulreife, sondern auch von einem abgeschlossenen Jurastudium mit zwei Staatsexamen.[Weiterlesen]

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weltweit/weltoffen – Vom Bodensee bis Bollywood

Primamuslima war auf der traditionellen Stallwächterparty in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin.

Primamuslima war auf der traditionellen Stallwächterparty in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin.

Mein Blog ist jetzt schon drei Jahre alt. Da habt ihr sicher längst alle gemerkt, dass ich trotz meiner ausländischen Wurzeln und ein paar kleiner Fehlerteufelchen super gut Hochdeutsch kann. Und mit ausländischen Wurzeln meine ich selbstverständlich nicht meinen Migrationshintergrund durch meine türkischstämmigen Großeltern – sondern, dass ich  eine waschechte Baden-Württembergerin bin.

Um genau zu sein, habe ich den Großteil meiner Kindheit am Bodensee verbracht, bis es meine Familie in die Region Stuttgart gezogen hat. Vor einem Monat besuchte ich in meiner alten Heimatstadt Konstanz den grenzüberschreitenden, jährlichen Flohmarkt, der sich über die ganze Altstadt bis in die Schweiz erstreckt. Und letzte Woche habe ich mich quasi erneut am Bodensee wiedergefunden. Denn das Motto der diesjährigen Stallwächterparty in Berlin war dieses Jahr: weltweit/weltoffen – Vom Bodensee bis Bollywood.[Weiterlesen]