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Ein Tweet und seine Geschichte

In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL ist diese Woche ein Artikel mit mir erschienen. Fiona Ehlers, die Redakteurin, die mich interviewt hat, benutzt selber gar kein Twitter. Sie hat eine Meldung in der Welt oder im Tagesspiegel gesehen, sagte sie mir und wollte der Geschichte hinter dieser Meldung auf den Grund gehen.

Ich habe schon mit den unterschiedlichsten Medien etwas zu tun gehabt – ob vor oder hinter der Schreibfeder oder Kamera. Die Arbeitsweise dieser Journalistin hat mich im Hintergrund dieser Erfahrungen wirklich beeindruckt. Sie ist mich besuchen gekommen und hat einen ganzen Tag mit mir verbracht, um mich und die kleine Geschichte hinter einer kleinen Meldung kennenzulernen. Ich habe mit ihr nicht nur über mich, sondern auch über ihre Arbeit, ihre Reisen in muslimische Länder und den Journalismus gesprochen, über das Frau sein in der Berufswelt, den Islam und Deutschland.

Hier unten findet ihr erstmal den Artikel und wenn es euch interessiert, schreibe ich auch gerne mal mehr über meine Erfahrungen mit Journalisten, dem „selber was mit Medien machen“ und meinen Uni-Wechsel. Viel Spaß beim Lesen. Und kommentieren nicht vergessen!

Der Spiegel[Weiterlesen]

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Bitchism sucks – Meine erste Begegnung mit Lady Bitch Ray

Im Laufe des Tages habe ich mehrere Nachrichten mit dem Link zu einem Facebook-Post der Rapperin „Lady Bitch Ray“ bekommen, den sie an Kübra Gümüsay richtet und worin sie mich erwähnt.

Bis zum heutigen Tag habe ich noch nie etwas von dieser Frau gehört, geschweige denn mich mit ihr beschäftigt und möchte das eigentlich auch in Zukunft nicht tun. Ich sehe es aber als notwendig hier eine Gegendarstellung zu verfassen, da ich mich von ihr instrumentalisiert fühle und ihre Falschaussage richtig stellen möchte.

Teil des Facebook-Posts von Lady Bitch Ray

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#wirfuerHannes – Leb wohl Johannes Korten!

Als ich heute Morgen noch im Bett liegend die sorgenvollen Tweets über Johannes Korten las, schaute ich natürlich als erstes auf seinen Account und fand dort einen Tweet von 06:50 Uhr mit einem Link zum Blogeintrag „Am Ende“, der auch mich in Sorge versetzte.

Alles was man auf seinem Blog noch findet, ist dieses Bild.

Symbolbild

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#fettlogik

Ich habe hier jetzt längere Zeit nichts mehr geschrieben.

Wollte mich beschützen. Nicht verletztbar machen.

Ich habe hier nie viel persönliches von mir preisgegeben und der Blog war eigentlich dazu da einen allgemeinen Einblick in das Leben einer Muslima zu schaffen.

Ich habe viel positive Rückmeldung bekommen. Es hat mich gefreut zu sehen, wie gerne ich gelesen werde, wie erfolgreich mein Blog ist.

Die Schattenseite davon war sich daran zu gewöhnen. Nicht vorbereitet zu sein auf harte Kritik. Auf Ablehnung.[Weiterlesen]

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Die edelste Form der Liebe ist der Verzicht.

Wir werden geboren und wir sterben in einem Atemzug.

Ich fragte einmal meine Mutter, was wir die unzähligen Jahre tun werden, in denen wir tot sind.

Ist die Zeit, die uns hier einfach so verfliegt alles? Ist es von Belang, was wir mitnehmen und wem wir begegnen, wenn wir durch die eine Tür in das Leben hinein laufen und am Ende des Raume mit leeren Händen wieder hinaus gehen?[Weiterlesen]

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Ein Stein ist Tod.

In vielen Hadithen* wird beschrieben, wie edel es ist, ein Hindernis von einem Weg zu entfernen und wie hoch der Lohn von so einer Handlung ist. Ein kleines Hindernis kann viele Menschen gefährden oder sogar den Weg ganz versperren. Jeder wünscht sich heil und unversehrt von A nach B zu kommen.

Anfangen kann man, indem man Müll oder Steine auf gewöhnlichen Fußwegen einfach zur Seite schiebt. Ein solcher Stein, vielleicht größer als einer, der auf einem Fußweg liegen würde, lag gestern auf einer Schnellstraße. Er stammte vermutlich von der nahegelegenen Baustelle und verursachte einen Unfall.

Jetzt weiß ich auch, warum man um Baustellen herum langsamer fahren muss, auch wenn die Straße frei ist, warum man aufmerksam fahren soll und warum Eltern einem „Fahr vorsichtig!“ sagen, auch wenn man schon längst bewiesen hat, dem Autofahren mächtig zu sein.

Elhamdulillah**, es ist niemand verletzt. Aber ich hätte niemals gedacht, wie so etwas einen mitnehmen kann. Der Schock und die vielen Fragen: Was hätte noch alles passieren können? Was wäre gewesen, wenn ich andere Menschen verletzt hätte? Was wäre gewesen, wenn ein Auto in mich reingefahren wäre, weil es keine Seitenspur gab und ich nicht sofort mit einer Warnweste ausstieg und das Warndreieck aufstellte? Was wäre gewesen, wenn das 50 Meter vorher passiert wäre und ich in der Geschwindigkeit die Bande der Brücke rausgeflogen wäre?

Mein Leben scheint mir plötzlich viel mehr wert zu sein.

Danke, an alle, wirklich alle, die gestern für mich da waren. Das alles zu lesen war gestern sehr beruhigend. Seht mir nach, dass ich grad niemandem antworten kann.

Wieder auf den Beinen grüßt aus der Werkstatt,

Merve

* Ein überlieferter Ausspruch, der dem Propheten Mohammed zugeschrieben wird.

** Mein Lob und meine Verehrung dem Herrn.