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”Wrap‘ my Hijab!“ – Internationaler Workshop an der Universität Freiburg

Wenn du jung und muslimisch bist, kennst du diesen Song-Titel, der letztes Jahr ein Internet-Hit war.

„Muslimische Jugendliche stehen ihr Leben lang und immer wieder vor besonderen Herausforderungen“, will Dr. Fatma Sagir wissen. Sie ist Habilitandin am Lehrstuhl für Populäre Kulturen am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie und erforscht den “Muslim Lifestyle“ und kennt Tupac aus ihrer eigenen Jugend. Sie meint, dass Musik, Hiphop und die schwarze Popkultur für junge Muslime, die in westlichen Ländern aufgewachsen sind, eine wichtige Rolle spielt. In der Forschung und in der medialen Darstellung sehe man aber oft nur die Geschichte des jungen Mannes, der auf den falschen Weg gekommen ist und sich durch die Musik wieder selbst findet und Respekt erarbeitet. Hört sich sehr nach Bushido an. Ja, wir kennen das und es ist zu einseitig, denn identifizieren kann ich mich damit zumindest nur semi!

Identität und Erwartungen | Photo by Nyana Stoica on Unsplash

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Rassismus vs Opferrolle

„Wenn ich erfolglos eine WG suche und mir dann geraten wird, in Emails einen deutschen Namen statt den eigenen anzugeben. #schauhin“ – @baum_glueck

Vor drei Jahren startete auf Twitter die Aktion #schauhin. Tausende User teilten unter dem Hashtag ihre alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus und erreichten damit die Trending Topics in Deutschland. Daraufhin wurde das Thema Alltagsrassismus von zahlreichen Medien aufgegriffen.[Weiterlesen]

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mervtyrerin

„Warum lassen Muslime solche Leute überhaupt in ihrem Namen sprechen?“

Mit solchen Leuten sind anscheinend Muslime gemeint, die versuchen Hass und Gewalt mit dem Islam zu rechtfertigen.

Stimmt! Warum entsage ich solchen Leuten eigentlich nicht die Redefreiheit? Schließlich sind Pluralismus, die freie Äußerung der eigenen Ansichten und Religionsfreiheit doch mit Sicherheit keine islamischen Bräuche.[Weiterlesen]

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"Wir sind alle Christen des Iraks."

In Solidarität mit den vertriebenen Christen im Irak.

In Solidarität mit den vertriebenen Christen im Irak.

Wie kann es jemandem leicht fallen, meine Glaubensgeschwister, die Muslime, so zu hassen, wie ich es tagtäglich beobachte? Mir fällt es schwer, diesen Hass nachzuvollziehen, denn ich liebe alle meine Menschengeschwister, jeden Christen, jeden Atheisten, jeden Pastafari gleichermaßen.

Allah hat die Menschen alle aus dem gleichen Fleisch und Blut geschaffen. Ich trauere jedem ermordeten Menschen – nicht Moslem, sondern wirklich Menschen – so schwer nach, als hätte jemand die ganze Menschheit getötet.

Jeder Mord an einem Menschen ist der Tod der Menschlichkeit. Jeder Mensch ist mein Angehöriger. Mein Fleisch und Blut.

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Lailat-ul-qadr

Allahuma innaka'afuwwan, tuhibbul-'afwa, fa'fu anni

Allahuma innaka’afuwwan, tuhibbul-‚afwa, fa’fu anni

Man soll die Nacht des Schicksals in den letzten zehn Tagen des Ramadans suchen. Diese Nacht sei besser als tausend Monate und man könne Allah näher sein, als jemals sonst.

Die aktuelle Situation im Nahen Osten betrübt mich sehr, darum bitte ich Allah jetzt mehr, als sonst, den Friedliebenden einen Ausweg aus ihrem Leid zu zeigen und die Herzen der Hasserfüllten mit Liebe zu füllen.

Ich bete dafür, dass sich das Schicksal der heiligen Böden um Jerusalem ändert und dass den Menschen ihr Tribut aus Blut erlassen wird.

http://vimeo.com/50531435

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"Hallo, ich heiße Ramadan und ich bin da!"

Gleichnisse von Tag und Nacht, Berge und Flüsse als Metaphern dienen im Koran nicht nur der Verständlichkeit, sondern vor allem der Lobpreisung der Schöpfung. Auch der Alltag der Muslime ist sehr stark mit der Natur verbunden. Die Gebetszeiten richten sich nach der Sonne und der Kalender nach dem Mond.

Der Ramadan ist der neunte und edelste Monat des islamischen Kalenders mit den zwölf Monaten, wie die zwölf Söhne Jakobs und steht für seinen liebsten Sohn Josef, der von seinen Brüdern in einem Brunnen verscharrt und später König von Ägypten wird.

Das Fasten von Morgendämmerung bis Sonnenuntergang ist einer der fünf Säulen des Islams und hat einen besonderen Stellenwert unter den islamischen Gottesdiensten. Es gibt nämlich keine Belohnung, sondern ist ein Geschenk an den Schöpfer.

Ausgenommen von der Pflicht zum Fasten sind Reisende, Kranke, Schwangere, Stillende, Menstruierende, Vergessende, Überforderte, Kinder, Alte…die das Fasten nachholen oder durch andere Gottesdienste ersetzen können.

Der Ramadan ist für Muslime ein heiliger Monat, da in ihm die ersten Verse des Koran offenbart wurden. In den letzten zehn Tagen liegt die Schicksalsnacht oder Nacht der Bestimmung verborgen.

In der Zeit des Ramadan haben Muslime die Aufgabe, besonders sorgfältig ihren religiösen Pflichten nachzukommen und sich möglichst aller negativen Handlungen zu enthalten. Eine weitere Funktion der Enthaltsamkeit ist, dass die Fastenden sich in die Lage von Armen und Bedürftigen hineinversetzen sollen. Es ist eine Zeit der Besinnung und Selbstbeherrschung. Darum warten manche Gläubige das ganze Jahr auf „Schahrul Ramadan“, den ehrenwerten Gast, um alles weltliche liegen zu lassen und sich in Moscheen zurückzuziehen.

Der Ramadan hat auch eine starke soziale Komponente. Denn wie kaum zu einer anderen Zeit des Jahres pflegen die Muslime in diesem Monat die Gemeinschaft. Mehr Menschen als sonst besuchen die Moscheen, die oft mit Lampen und Teppichen besonders geschmückt werden. Und besonders beliebt sind die gegenseitigen Einladungen zum gemeinsamen Fastenbrechen, denn nach muslimischer Tradition soll dabei niemand alleine bleiben.

Bald ist 'Eid <3

Bald ist ‚Eid.

Der Ramadan endet nach vier Wochen in einem dreitägigen Fest, dem Fest des Fastenbrechens oder Zuckerfest – Eid oder ‚Id-ul Fitr.

Ich hab für dieses Fest 100 Postkarten vorbereitet. Wer sich eine wünscht, darf sich an mich wenden.