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Frieden sei mit euch. Oder was ich über den Krieg im Irak weiß.

Im Irak gibt es zur Zeit heftige Kämpfe zwischen Soldaten der irakischen Regierung und Kämpfern der Terrorgruppe ISIS. Die Terrorgruppe hat bereits verschiedene Städte im Irak eingenommen. Besonders im Norden des Landes hat sie schon in vielen Städten Macht. Jetzt wollen die Kämpfer der Terrorgruppe weitere Städte erobern und das macht vielen im Westen Angst.

Die Mitglieder der Terrorgruppe sind nämlich Islamisten und ihre Abkürzung bedeutet: „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“. Das Ziel der Gruppe ist es ein neues Land zu gründen, in dem alle Menschen nach strengen islamischen Regeln leben. Viele Menschen im Westen erinnert das an die Terror-Gruppe Al-Kaida. Sie glauben, dass ISIS auch eine Bedrohung für das friedliche Miteinander bei uns sein könnte.

Der Irak hat eine sehr gespaltene Bevölkerung. Im Nordosten des Iraks leben Kurden, die lange Zeit in vielen östlichen Ländern unterdrückt wurden. Dann teilt sich das Land noch in Sunniten im Westen und Schiiten im Osten des Landes auf.

Unter dem Machthaber Saddam Hussein, der Sunnit war, wurden die Schiiten durch die Regierung stark benachteiligt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts gab es eine Wende in der Regierung. Jetzt ist Nuri Al-Maliki, der Schiit ist, an der Macht und unterdrückt die Sunniten.

Unter Sunniten gibt es nochmal sehr starke Unterteilungen. Die sunnitischen Terroristen im Irak werden als Islamisten bezeichnet, weil sie den Islam missbrauchen, um ihre politischen Interessen durchzusetzen. Sie wollen der Unterdrückung durch die aktuelle Regierung ein Ende setzen und ein neues Land in dem sich alle nach ihren Regeln orientieren. Viele sunnitischen Iraker unterstützen diese Terrorgruppe, obwohl sie keine Islamisten sind, weil sie auch gegen die Unterdrückung vorgehen wollen. Andere wiederum fliehen aus den Regionen, weil sie Angst vor Gewalt und Krieg, wie in Syrien haben und mit den Auseinandersetzungen nichts zu tun haben wollen.

Die meisten Menschen deren Religion der Islam ist, wollen so wie alle einfach in Frieden leben. Sie haben mit Islamisten also nichts zu tun. Auch unter Shiiten und Kurden gibt es, wie auch in jeder anderen Religion, wie zum Beispiel dem Christentum, Terroristen. Wirklich schwierig ist es eben, wenn sich diese Terroristen, wie jetzt im Irak, konzentrieren und Massen an unbeteiligten Menschen bedrohen.

ISIS konzentriert sich aber erstmal auf das eigene Gebiet und beschäftigt sich, anders als die Al-Kaida, mit „internen“ Problemen. Die Al-Kaida ist eine Terrorgruppen, wiederum die andere Länder bekämpft. Wir brauchen also hier in Deutschland erstmal keine Angst zu haben vor ISIS.

Den unbeteiligten Menschen, die mit dem Krieg nichts zu tun haben wollen zu helfen ist aber von hier aus auch sehr schwer. Dafür müssten wir uns in diesen internen Konflikt einmischen. Die USA möchte zum Beispiel der irakischen Regierung helfen, die sunnitische Terrorgruppe zu bekämpfen. Ich halte das für keine gute Idee. Das Land war schon lange instabil und überall, wo so viel Ungerechtigkeit herrscht, sind Ausschreitungen von Gewalt und sogar Kriege vorprogrammiert. In Syrien und anderen islamischen Ländern gibt es deshalb lange keinen Frieden mehr.

Das wichtigste für mich ist momentan das friedliche Miteinander hier in Deutschland zu schützen. So lange klar ist, dass die Muslime, die hier leben mit Islamisten nichts zu tun haben und wir hier friedlich Leben können ohne, dass es wie in vielen arabischen Ländern unterdrückte Minderheiten gibt, brauchen wir auch keine Angst zu haben vor erheblichen irrationalen Ausschreitungen von Gewalt.

Die meisten Muslime aus dem Westen sind genauso erschüttert über die Lange in ihren ethnischen Herkunftgebieten, wie andere Menschen, die gar keine Muslime sind. Wir haben Angst, dass der Islam immer stärker mit Gewalt und Krieg assoziiert wird und wir hier mit der Verstärkung von Vorurteilen gegen Muslime leben müssen.

Das muss nicht passieren. Alle Abspaltungen des Islams hier im Westen können untereinander und auch mit Nichtmuslimen friedlich und offen umgehen. Wir können gemeinsam diese Umbruchphase positiv überwinden.

Ich hoffe, dass auch die Menschen in islamischen Regionen irgendwann im Frieden miteinander leben können, egal ob und wie sie muslimisch sind oder nicht.

Man sagt zwar, Reden sei Silber und Schweigen Gold. Aber ich ziehe in diesem Fall euer Silber allem vor.

 

As-Salam Alleikum. Frieden sei mit euch.

Merve

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Sinn & Sein

Eine klassische Frage: Warum gibt es uns? Und der Islam hat darauf keine weniger phrasische Antwort, als andere Religionen: Damit wir Allahs Wohlgefallen gewinnen.

"Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen." (Surah Az-Zariyyat, Vers 56)

Wozu brauchen wir sein Wohlgefallen überhaupt? Können wir nicht ohne einen Gott leben? Und warum braucht ein Gott unsere Bemühungen um ihn? Kann er nicht ohne uns Menschen sein?

Da muss mehr dahinter stecken! Wir nehmen also an, dass es ein göttliches Wesen geben muss und da der Mensch nicht den größten Akt seiner Schöpfung darstellt, sollten wir uns zunächst eine allgemeinere Frage stellen: Warum erschafft ein Gott Dinge? Für uns?

"Wahrlich, die Schöpfung der Himmel und der Erde ist größer als die Schöpfung der Menschen; allein die meisten Menschen wissen es nicht." [Sura Ghafir, Vers 57]

Wie kann man sich diesen Gott vorstellen, der das alles hier gemacht haben soll? Allah beschreibt sich den Menschen im Koran anhand seiner Attribute, von denen er unzählige hat und den Menschen nur 99 offenbart. Diese sind bekannt, als die 99 Namen Allahs. Einer davon ist Al-Malik, der König oder Al-Aziz, der Erhabene oder aber auch Al-Rahim, der Barmherzige und Al-Gafur, also der Vergebende.

99 Namen und wichtig sind für unsere Frage Al-Bari und Al-Haliq – Er ist der Schaffende und der Schöpfer. Er erschafft Dinge, das ist sein Wesen. Es macht ihn aus. Zwar nicht nur, denn ein Maler kann auch ein Vater, gleichzeitig ein Anwalt oder sogar ein Gläubiger sein. Aber ein Maler malt und ein Gott erschafft Dinge. Das ist eines der Dinge, die wir über ihn wissen.

Die Perfektion eines Malers findet sich wiederum in seinen Werken. Seine Qualität und seine Fähigkeit zu malen wird in seinen Gemälden offenkundig. Allah schafft nicht aus Notwendigkeit, aber seine Schöpfung ist seine Offenbarung. Wer weiß, was er sonst alles schafft. Meine Vorstellungskraft geht weit und seine Schaffen wohl weiter als das, wenn man bedenkt, dass er auch der Schöpfer meiner Vorstellungskraft ist.

Wir und alles im Universum sind genauso einzigartig, wie alles Kunst in der Welt, kreative Energie könnte man fast sagen.

Der Mensch oder Maler als Schöpfer besitzt auch kreative Energie und kann diese umsetzen. Menschen schaffen aber nicht wirklich, sie manipulieren, verändern, machen, bändigen, leiten, forschen, entwickeln, bewegen nur, was bereits existiert. Nur Allah kann aus dem nichts etwas hervorbringen. Licht, Gedanken und Gefühle, Stein, Bewegung, das Universum – den Menschen – alles aus dem Nichts geschaffen.

Nun hat er jeder Seele ein Bewusstsein für Schlechtigkeit und Rechtschaffenheit eingegeben und wenn wir unser Leben danach ausrichten, leben wir gottergeben. Aber keiner von uns, der gut ist, macht das Gesamtwerk besser und keiner, der schlecht ist, macht die Schöpfung zu etwas schlechtem. Muhammad (s) sagte: „Bei Dem, in Dessen Händen meine Seele ist, wenn ihr nicht sündigen würdet, so würde Allah euch durch ein anderes Volk ersetzen, das sündigt und Allah um Vergebung bittet, und Allah wird ihm vergeben.“ (Zitiert aus Muslim).

Wir brauchen also keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Menschen fehlen und selbst das Schlechte ein Teil des Werkes. Sogar wenn wir leiden und Allah, um Erlösung bitten, lebt er darin sein Wesen aus: Er hört uns, denn er ist auch As-Sami, der Zuhörer und welche Auswirkungen das hat, kann keiner wissen. Aber wir leben mit ihm und durch ihn.

Was ist aber nun der Sinn unseres mal qualvollen, mal glücklichem Schicksals? Auch, wenn allein die Vorstellung, einfach ein kleiner Teil von etwas großem, schönen zu sein, ausreichen könnte, ist es das nicht. Denn man kann, die Schöpfung eines Gottes, nicht mit einem Gemälde vergleichen, dass man sich ins Wohnzimmer hängt.

Ich bin nicht Gott und ehrlich gesagt habe ich keine genaue Antwort. Immerhin haben wir alle ein Gewissen und eine Seele und vielleicht ist unser Leben ein Prozess, eine Metamorphose und wir können jetzt miterschaffen, ob aus uns Kröten oder Schmetterlinge werden. Ich weiß, es wirklich nicht. Das ist das Spiel aus Himmel und Hölle, das jeder von uns kennt. Doch so einfach kann das nicht sein. Ich weiß nicht, was nach dem Tod uns passiert. Was aus Raum und Zeit wird. Aber die Hoffnung auf etwas, das mehr ist, als das was jetzt und hier ist, ist meiner Meinung nach absolut logisch. 

Letztendlich existiere ich und weiß, dass kein Gott einen Menschen braucht. Menschen glauben vielleicht, sie brauchen keinen Gott und vergessen ihn gerne. Doch egal, wie man sich entscheidet, was man tut und wie man lebt, man liegt in seinen Händen und bei ihm liegt die Entscheidung.

"Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Erhalter aller Dinge." [Sura 39, Vers 62]

So sehe ich das mit dem Sinn meines Lebens.

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Ohne Regeln

Es gibt 100 Mio Blogs in Deutschland und die wenigsten von ihnen werden professionelle sein. Die meisten Menschen schreiben wahrscheinlich für sich selber. So habe ich hier im Herbst 2013 auch angefangen. Nach einer krankheitsbedingten Absitzzeit in einer süddeutschen Klinik kam das Schreiben und damit auch das gelesen werden. Letzteres ist wirklich nicht selbstverständlich, zumal ich wirklich keine Ahnung habe, was ich hier mache.

Ich habe heute zum ersten Mal verstanden, wie man Widgets einrichtet, oder besser gesagt, was das überhaupt ist. Davor war es automatisch da und sah etwas unaufgeräumt aus. Meine Brust wallt sich vor Stolz!

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Schick ne?

Bloggen kann jeder, will ich damit sagen. Es gibt keine „political correctness“-Regeln, keine Form- und Fristvorschriften und weder Pflicht, noch Zwang. Das Netz ist Grenzen- und Barrierefrei in jeder Hinsicht. Die Freiheit, die man hier schnuppert, macht deutlich, wie viel Kreativität und Potential allein durch Bürokratie real gehemmt wird. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass uns diese Freiheit nicht durch noch mehr Regeln und Patentrechte weggenommen wird, indem das Internet immer weiter kommerzialisiert wird. Es ist so schade, dass man die Piraten nicht mehr wählen kann.

Meine Mutter würde sich jetzt sowieso darüber aufregen, wie mich nur kreative Entfaltung beschäftigen kann, während in Syrien meine Glaubensgeschwister Leid und Not erdulden müssen.

Ich fühle mit diesen Menschen, sie sind in meine Gebete und soweit es geht in meine Handlungen eingeschlossen. Genau so, wie Notleidende in Afrika, Indien, China, Teilen der Türkei, ja auch hier in Deutschland und überall in der Welt, wo meinen Mitmenschen von ihrem Schicksal schwere Bürden auferlegt werden. Ich wünsche ihnen die Kraft, die sie brauchen, um das durchzustehen, von ganzem Herzen!

Das Internet zu verteufeln ist aber keine Lösung und rettet auch keine Leben. Das Internet ist gerade für den Islam von unüberschaubarer Bedeutung. Ich finde hier ein sehr buntes und gut durchmischtes Glaubensangebot, islamischen Austausch, Fatwa- und Suchdienste, Onlinebibliotheken, YouTube-Predikten, Hijab-Tutorials, Diskussionsforen und Webshops für islamische Artikel, wie Kopftücher, Gebetsteppiche und dergleichen, für deren Einkauf ich sonst einmal im Jahr in die Türkei reisen müsste, weil ich nicht in Mannheim, Köln oder Berlin wohne.

Der Islam hat in Deutschland keine richtige Infrastruktur. Neben der Tatsache, dass Muslime in Primär- und Sekundärmedien noch stark unter- oder fehlrepräsentiert sind, gibt es einfach auch nicht genug Moscheen hier. Das ist überhaupt kein Vorwurf an Deutschland, nur ein Argument für das Internet, das kein Ersatz für Muslime ist, aber eine wichtige Ergänzung.

Außerdem verändert das Netz die Muslime. Es macht sie offener und zugänglicher. Trotz mancher Stolpersteine, habe ich nie die Motivation verlaufen hier als Muslims zu schreiben. Meine Absicht war es nie Promotion für meine Religion zu machen, aber wenn ich lese, was mir geschrieben wird und sehe, wie viele Menschen, das primitive Geschmiere einer fast 20jährigen hier lesen, dann bin ich glücklich darüber, diese Türe geöffnet zu haben.

Ich hätte mir nie ausgemalt, welche Ausmaße das alles annehmen würde. Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die mich lesen, die hinterfragen, die mich mit anderen Menschen teilen und unterstützen. Danke, ehrlich! Es ist unglaublich, dass ihr da seid. Mir gibt das so viel Motivation..

Die besten Grüße,

Mervy

PS: Nächstes Mal kommt etwas über Syrien, versprochen! 😉

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Wort zum Freitag

Der Monat Rajab (-> einer der drei heiligen Monate) des islamischen Kalenders ist bereits angebrochen. Es ist also bald Ramadan (-> islamischer Fastenmonat) und fällt dieses Jahr wieder in den Hochsommer.

Man wird neben Klausuren und Fristen viel Geduld (-> Sabr‘) brauchen, den man aus seinem Iman (-> Glauben) schöpfen kann. Der Iman kommt aus dem Herzen und ist jedem Menschen innewohnend. Doch wenn sich die Herzen versiegeln, weil man ihn nicht mit Ibada (-> Gottesdienst) pflegt, verliert man den Zugriff darauf.

Das wichtigste bei der Ibada ist die Absicht (-> Nijah), denn mit der richtigen Absicht können Essen, Schlafen und alle anderen weltlichen Tätigkeiten zu einer Ibada werden. Wichtiger sind jedoch religiösen Tugenden, die bei Helfen, die Wahrheit sprechen und für Gerechtigkeit einstehen anfangen und mit der wichtigsten Ibada dem Gebet (-> Salah) enden.

Das Freitagsgebet (-> Jumuah) ist einer der wichtigsten Gebete der Muslime und wird in der Gemeinschaft (-> Jamat) verrichtet. Vor dem Gebet gibt es eine Predigt (-> Hudba), die mir persönlich am meisten gibt, weil dadurch mein Wissen (-> Ilm) erweitert und gefestigt wird. Oft habe ich keine Zeit Neues zu erlernen und das Alte gerät schnell in Vergessenheit, wenn man nicht durch häufige Moscheebesuche an sie erinnert wird.

Für Frauen ist es keine Pflicht (-> fard) am Freitagsgebet teilzunehmen. Sie sind wie in vielen Fällen, wie Kinder, Kranke und Reisende befreit. An dieser Stelle ist hervorzuheben, dass in den Überlieferungen zum Leben unseres Propheten (-> Hadithe) ausdrücklich erklärt wird, dass „unsere Frauen, entgegen der Frauen, der Söhne Israels (-> Jüdinnen)“ auf jeden Fall an den Gottesdiensten teilnehmen dürfen, wenn sie das möchten. Es geht hier lediglich um eine Erleichterung, falls man nicht kann oder möchte.

Manche Moscheen werden zu regulären Zeiten selten besucht und sind dafür während dem Freitagsgebet überfüllt. Somit wird den Männern, für die eine Besuchspflicht besteht, der Zugang zum Frauenbereich eröffnet. Falls es aber auch Frauen gibt, die kommen, sollte man ihnen einen anderen Platz zur Verfügung stellen oder anbieten, sich in die hinteren Reihen zu stellen.

Durch die Geschlechtertrennung bei spirituellen Handlungen soll gewährleistet werden, dass man nicht abgelenkt oder gestört wird. Verständlich für mich. Ich habe aber heute gemerkt, dass es in einigen Moscheen unüblich zu sein scheint, dass Frauen zu solchen Anlässen die Moschee besuchen.

Meine Empfehlung an muslimische Frauen ist, einfach öfter von ihren Rechten Gebrauch zu machen, anstatt ihr Partnergeschlecht daran zu gewöhnen, dass sie sich lieber zurückziehen und sich zurückhalten und lieber unsichtbar bleiben. Denn sonst erscheint es mir auf der anderen Seite unschlüssig, von islamischem Feminismus zu sprechen, lauthals Unterdrückung zu beklagen, mit knalligen Farben und Schmuck zu protestieren und sich mehr Vorteile verschaffen zu wollen, als ihnen gerechterweise ohnehin zu stehen.

Der Islam ist möglicherweise keine Religion, in der Frauen und Männer gleich gestellt sind, wohl aber, gerecht nebeneinander gestellt. Ich glaube kaum, dass Frauen es nicht nötig haben, ihren Iman zu stärken, denn der wird bei ihnen genau so, wie bei den Männern, bald im Ramadan auf die Probe gestellt, auch wenn es wieder Ausnahmeregelungen für uns Frauen gibt, die mir in diesem Fall aber sehr gelegen kommen!

Es ist wichtig, dass man wegen unterschiedlichen Bedürfnissen zu der unterschiedlichen Behandlung von Frauen und Männern im Islam stehen kann, ohne sich selbst weiter einzuschränken und dann wiederum eine Einschränkung zu beklagen. Aber das ist ein großes Thema, worüber man viel diskutieren kann..

Einen gesegneten Freitag!

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Ein Bier für den Imam!

In der Nähe einer Moschee in Duisburg-Marlox wird ein Rosengarten (türk. Gülhane) gebaut, um Christen, Muslimen und Juden einen Begegnungsort zu schaffen, weil sie sich sonst nirgendwo in Deutschland begegnen können. Gott segne Frau Schwantes, denn durch ihre Initiative gibt es bald eine Insel des Friedens, wo wir endlich die Chance bekommen, diese fremden, anderen Menschen kennen zu lernen, ganz ohne Angst und Furcht – Danke!

Ich bin auch mit einer Insel aufgewachsen, Mainau, der schönsten Blumeninsel der Welt! Sehr blumig wächst das rosige Unterfangen der lieben Frau Schwantes jedoch nicht heran, denn ganz insgeheim scheint sie doch ganz große Angst vor Muslimen zu haben.

Frau Schwantes habe gesagt, der Imam hätte ein Bier über den Durst getrunken haben können. Das sei eine sehr grobe Beleidigung im Islam und damit sei sie in großer Gefahr, weshalb sie den Verantwortlichen dieser Verleumdung schnurstracks verklagen musste.

Entschuldigung!

Liebe Frau Schwantes, könnten Sie bitte Ihr Bier trinken und darauf warten, dass der Imam Sie verklagt, statt zu glauben, der Imam lässt Sie für diesen Fauxpas töten?

Egal, wie schwierig die Lage für Sie auch aussehen mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier und das sage ich Ihnen als Muslima. Ich bin weder Imam, noch trinke ich Bier, aber ich liebe nicht nur Blumen, sondern auch Professoren, denn Professoren bringen einem ganz schlaue Dinge über das Leben bei:

Ein Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut: Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten. Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es.

Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in das Glas. Er bewegte den Topf sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in den Topf zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig „ja“.

Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

„Nun“, sagte der Professor, als das Lachen nachließ, „ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.“

Er fuhr fort: „Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles Andere, die Kleinigkeiten.“

„Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben“, schloss der Professor, „hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.“

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll.

Der Professor schmunzelte: „Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt Ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier.“

In meinem Leben steht das Bier für „lässig sein“. Es steht für Humor, Entspanntheit, Lockerheit, aber eigentlich kann ich es nicht richtig benennen. Ihr wisst, was ich meine und dafür ist immer Platz im Leben, es sei denn man ist eine hysterische Schrulle, dann hat man kein Leben.

Ich will es mal so sagen: Wenn euch euer Bier so wichtig ist, dann trinkt es doch aus! Man kann von keinem Lässigkeit erwarten, ohne es selber Ansatzweise zu sein und deutsche Muslime sind schon ziemlich lässig. Seid mal ehrlich, findet ihr nicht?

Schaut mal, was für Gangster in Boston herumgeistern. Ich für meinen Teil kann da schon von Nationalstolz sprechen und ich hoffe, dass es in meinem Land auch in Zukunft nicht nötig sein wird Rosengarten zu bauen, um irrationale Ängste abzubauen, obwohl ich Rosen auch ganz klasse finde.

Auf Deutschland – Prost!