Ramalamadan

Yuppie, es ist Ramadan und das ist so aufregend, wie die Adventszeit und das Fasten vor Ostern zusammen. Endlich super viel Spiritualität tanken, fasten und sich freuen auf eines der zwei großen islamischen Feste!

Etwas zu euphorisch für deutsche Verhältnisse. Hier ist das Ramadan-Feeling nicht ganz so heavy und mehr von werwolfmäßigen Midnightdinner-Fressattacken und Übermüdung geprägt. Heimliche Bewässerungsangebote von lieb gesonnenen Nichtmuslimen werden dann auch abgelehnt, weil die meisten Leute das wirklich freiwillig machen. Deshalb brauchen Nichtmuslime auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie in der Gesellschaft von Fastenden etwas essen wollen. Man kann seinen muslimischen Bekannten aber trotzdem einen „Ramadan mubarak“ wünschen – einen gesegneten Ramadan.

In diesem Monat wurde der Koran herabgesandt und man kann ihn nutzen, um sich in Geduld und Güte zu üben, für Gebete, Gaben zu schätzen, seinen Glauben zu stärken, die Gemeinschaft zu fühlen und mit hungernden Menschen mitzufühlen, die auch nach Sonnenuntergang nichts zu Essen haben, weil sie in Armut leben.

Es gibt sicher auch in deiner Nähe Ramadan-Evente zu denen alle Mitmenschen herzlich eingeladen sind. Vorbei schauen dürfte sich lohnen und übrigens auch hier auf meinem Blog. Ich werde versuchen einen kleinen Einblick in meinen Ramadan zu verschaffen.

Mervy Kay

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Frieden sei mit euch. Oder was ich über den Krieg im Irak weiß.

Im Irak gibt es zur Zeit heftige Kämpfe zwischen Soldaten der irakischen Regierung und Kämpfern der Terrorgruppe ISIS. Die Terrorgruppe hat bereits verschiedene Städte im Irak eingenommen. Besonders im Norden des Landes hat sie schon in vielen Städten Macht. Jetzt wollen die Kämpfer der Terrorgruppe weitere Städte erobern und das macht vielen im Westen Angst.

Die Mitglieder der Terrorgruppe sind nämlich Islamisten und ihre Abkürzung bedeutet: „Islamischer Staat im Irak und in Syrien“. Das Ziel der Gruppe ist es ein neues Land zu gründen, in dem alle Menschen nach strengen islamischen Regeln leben. Viele Menschen im Westen erinnert das an die Terror-Gruppe Al-Kaida. Sie glauben, dass ISIS auch eine Bedrohung für das friedliche Miteinander bei uns sein könnte.

Der Irak hat eine sehr gespaltene Bevölkerung. Im Nordosten des Iraks leben Kurden, die lange Zeit in vielen östlichen Ländern unterdrückt wurden. Dann teilt sich das Land noch in Sunniten im Westen und Schiiten im Osten des Landes auf.

Unter dem Machthaber Saddam Hussein, der Sunnit war, wurden die Schiiten durch die Regierung stark benachteiligt. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts gab es eine Wende in der Regierung. Jetzt ist Nuri Al-Maliki, der Schiit ist, an der Macht und unterdrückt die Sunniten.

Unter Sunniten gibt es nochmal sehr starke Unterteilungen. Die sunnitischen Terroristen im Irak werden als Islamisten bezeichnet, weil sie den Islam missbrauchen, um ihre politischen Interessen durchzusetzen. Sie wollen der Unterdrückung durch die aktuelle Regierung ein Ende setzen und ein neues Land in dem sich alle nach ihren Regeln orientieren. Viele sunnitischen Iraker unterstützen diese Terrorgruppe, obwohl sie keine Islamisten sind, weil sie auch gegen die Unterdrückung vorgehen wollen. Andere wiederum fliehen aus den Regionen, weil sie Angst vor Gewalt und Krieg, wie in Syrien haben und mit den Auseinandersetzungen nichts zu tun haben wollen.

Die meisten Menschen deren Religion der Islam ist, wollen so wie alle einfach in Frieden leben. Sie haben mit Islamisten also nichts zu tun. Auch unter Shiiten und Kurden gibt es, wie auch in jeder anderen Religion, wie zum Beispiel dem Christentum, Terroristen. Wirklich schwierig ist es eben, wenn sich diese Terroristen, wie jetzt im Irak, konzentrieren und Massen an unbeteiligten Menschen bedrohen.

ISIS konzentriert sich aber erstmal auf das eigene Gebiet und beschäftigt sich, anders als die Al-Kaida, mit „internen“ Problemen. Die Al-Kaida ist eine Terrorgruppen, wiederum die andere Länder bekämpft. Wir brauchen also hier in Deutschland erstmal keine Angst zu haben vor ISIS.

Den unbeteiligten Menschen, die mit dem Krieg nichts zu tun haben wollen zu helfen ist aber von hier aus auch sehr schwer. Dafür müssten wir uns in diesen internen Konflikt einmischen. Die USA möchte zum Beispiel der irakischen Regierung helfen, die sunnitische Terrorgruppe zu bekämpfen. Ich halte das für keine gute Idee. Das Land war schon lange instabil und überall, wo so viel Ungerechtigkeit herrscht, sind Ausschreitungen von Gewalt und sogar Kriege vorprogrammiert. In Syrien und anderen islamischen Ländern gibt es deshalb lange keinen Frieden mehr.

Das wichtigste für mich ist momentan das friedliche Miteinander hier in Deutschland zu schützen. So lange klar ist, dass die Muslime, die hier leben mit Islamisten nichts zu tun haben und wir hier friedlich Leben können ohne, dass es wie in vielen arabischen Ländern unterdrückte Minderheiten gibt, brauchen wir auch keine Angst zu haben vor erheblichen irrationalen Ausschreitungen von Gewalt.

Die meisten Muslime aus dem Westen sind genauso erschüttert über die Lange in ihren ethnischen Herkunftgebieten, wie andere Menschen, die gar keine Muslime sind. Wir haben Angst, dass der Islam immer stärker mit Gewalt und Krieg assoziiert wird und wir hier mit der Verstärkung von Vorurteilen gegen Muslime leben müssen.

Das muss nicht passieren. Alle Abspaltungen des Islams hier im Westen können untereinander und auch mit Nichtmuslimen friedlich und offen umgehen. Wir können gemeinsam diese Umbruchphase positiv überwinden.

Ich hoffe, dass auch die Menschen in islamischen Regionen irgendwann im Frieden miteinander leben können, egal ob und wie sie muslimisch sind oder nicht.

Man sagt zwar, Reden sei Silber und Schweigen Gold. Aber ich ziehe in diesem Fall euer Silber allem vor.

 

As-Salam Alleikum. Frieden sei mit euch.

Merve

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Sinn & Sein

Eine klassische Frage: Warum gibt es uns? Und der Islam hat darauf keine weniger phrasische Antwort, als andere Religionen: Damit wir Allahs Wohlgefallen gewinnen.

"Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen." (Surah Az-Zariyyat, Vers 56)

Wozu brauchen wir sein Wohlgefallen überhaupt? Können wir nicht ohne einen Gott leben? Und warum braucht ein Gott unsere Bemühungen um ihn? Kann er nicht ohne uns Menschen sein?

Da muss mehr dahinter stecken! Wir nehmen also an, dass es ein göttliches Wesen geben muss und da der Mensch nicht den größten Akt seiner Schöpfung darstellt, sollten wir uns zunächst eine allgemeinere Frage stellen: Warum erschafft ein Gott Dinge? Für uns?

"Wahrlich, die Schöpfung der Himmel und der Erde ist größer als die Schöpfung der Menschen; allein die meisten Menschen wissen es nicht." [Sura Ghafir, Vers 57]

Wie kann man sich diesen Gott vorstellen, der das alles hier gemacht haben soll? Allah beschreibt sich den Menschen im Koran anhand seiner Attribute, von denen er unzählige hat und den Menschen nur 99 offenbart. Diese sind bekannt, als die 99 Namen Allahs. Einer davon ist Al-Malik, der König oder Al-Aziz, der Erhabene oder aber auch Al-Rahim, der Barmherzige und Al-Gafur, also der Vergebende.

99 Namen und wichtig sind für unsere Frage Al-Bari und Al-Haliq – Er ist der Schaffende und der Schöpfer. Er erschafft Dinge, das ist sein Wesen. Es macht ihn aus. Zwar nicht nur, denn ein Maler kann auch ein Vater, gleichzeitig ein Anwalt oder sogar ein Gläubiger sein. Aber ein Maler malt und ein Gott erschafft Dinge. Das ist eines der Dinge, die wir über ihn wissen.

Die Perfektion eines Malers findet sich wiederum in seinen Werken. Seine Qualität und seine Fähigkeit zu malen wird in seinen Gemälden offenkundig. Allah schafft nicht aus Notwendigkeit, aber seine Schöpfung ist seine Offenbarung. Wer weiß, was er sonst alles schafft. Meine Vorstellungskraft geht weit und seine Schaffen wohl weiter als das, wenn man bedenkt, dass er auch der Schöpfer meiner Vorstellungskraft ist.

Wir und alles im Universum sind genauso einzigartig, wie alles Kunst in der Welt, kreative Energie könnte man fast sagen.

Der Mensch oder Maler als Schöpfer besitzt auch kreative Energie und kann diese umsetzen. Menschen schaffen aber nicht wirklich, sie manipulieren, verändern, machen, bändigen, leiten, forschen, entwickeln, bewegen nur, was bereits existiert. Nur Allah kann aus dem nichts etwas hervorbringen. Licht, Gedanken und Gefühle, Stein, Bewegung, das Universum – den Menschen – alles aus dem Nichts geschaffen.

Nun hat er jeder Seele ein Bewusstsein für Schlechtigkeit und Rechtschaffenheit eingegeben und wenn wir unser Leben danach ausrichten, leben wir gottergeben. Aber keiner von uns, der gut ist, macht das Gesamtwerk besser und keiner, der schlecht ist, macht die Schöpfung zu etwas schlechtem. Muhammad (s) sagte: „Bei Dem, in Dessen Händen meine Seele ist, wenn ihr nicht sündigen würdet, so würde Allah euch durch ein anderes Volk ersetzen, das sündigt und Allah um Vergebung bittet, und Allah wird ihm vergeben.“ (Zitiert aus Muslim).

Wir brauchen also keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Menschen fehlen und selbst das Schlechte ein Teil des Werkes. Sogar wenn wir leiden und Allah, um Erlösung bitten, lebt er darin sein Wesen aus: Er hört uns, denn er ist auch As-Sami, der Zuhörer und welche Auswirkungen das hat, kann keiner wissen. Aber wir leben mit ihm und durch ihn.

Was ist aber nun der Sinn unseres mal qualvollen, mal glücklichem Schicksals? Auch, wenn allein die Vorstellung, einfach ein kleiner Teil von etwas großem, schönen zu sein, ausreichen könnte, ist es das nicht. Denn man kann, die Schöpfung eines Gottes, nicht mit einem Gemälde vergleichen, dass man sich ins Wohnzimmer hängt.

Ich bin nicht Gott und ehrlich gesagt habe ich keine genaue Antwort. Immerhin haben wir alle ein Gewissen und eine Seele und vielleicht ist unser Leben ein Prozess, eine Metamorphose und wir können jetzt miterschaffen, ob aus uns Kröten oder Schmetterlinge werden. Ich weiß, es wirklich nicht. Das ist das Spiel aus Himmel und Hölle, das jeder von uns kennt. Doch so einfach kann das nicht sein. Ich weiß nicht, was nach dem Tod uns passiert. Was aus Raum und Zeit wird. Aber die Hoffnung auf etwas, das mehr ist, als das was jetzt und hier ist, ist meiner Meinung nach absolut logisch. 

Letztendlich existiere ich und weiß, dass kein Gott einen Menschen braucht. Menschen glauben vielleicht, sie brauchen keinen Gott und vergessen ihn gerne. Doch egal, wie man sich entscheidet, was man tut und wie man lebt, man liegt in seinen Händen und bei ihm liegt die Entscheidung.

"Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Erhalter aller Dinge." [Sura 39, Vers 62]

So sehe ich das mit dem Sinn meines Lebens.

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Fussballnot in Syrien

Auf wessen Hilfe und Unterstützung könnte ich eigentlich zählen, wenn ich selbst Opfer eines Verbrechens werden würde, wo so viele Menschen in meiner Umgebung Missstände von andern Menschen ignorieren?

Unser Umgang mit Gewalt und Unrecht erschreckt mich immer wieder. Viel zu selten weisen wir darauf hin, wollen uns kaum damit beschäftigen. Uns geht es ja im Großen und Ganzen gut. Wozu also der Stress? Wozu an Dinge erinnern, die uns die gute Laune verderben könnten? Manchmal habe ich gar das Gefühl, dass es als lästig und aufdringlich empfunden wird, wenn Menschen auf Krieg und Not hinweisen.

Man kann nicht die ganze Welt verbessern und alle Menschen retten. Leid und Not herrscht an vielen Orten der Welt.

Es ist auch unfair, seinen Mitmenschen die WM-Laune zu verderben, indem man ständig auf die Situation in Brasilien hinweist. Doch nur weil wir mit einem vergleichsweise unbeschwerten Leben hier gesegnet sind und nicht ändern können, dass es nicht überall so schön ist, wie in Deutschland, bedeutet es nicht, dass wir uns aus der Affäre ziehen dürfen.

Im Gegenteil: Wir haben als Menschen eine Verantwortung und was kann einen glücklicher machen, als die Früchte der Verantwortung zu begutachten, die man tragen konnte.

Mein Papa war bei Flüchtlingen in der Türkei, um sich anzuschauen, was sich dort durch die Unterstützung unserer Gemeinde in den letzten Jahren getan hat. Er kam mit zwei Gesichtern zurück. Einem Lächelnden, das ihm die Kinder schenkten, die wieder ein sicheres Dach über dem Kopf haben. Und mit den Tränen derer, die Arbeit, Haus, Familie und ein normales Leben verloren haben.

Und trotzdem: Genießt alle positiven Aspekte dieser WM, jubelt mit und möge der bessere gewinnen. Ich fiebere auch schon und tippe vielleicht etwas törichterweise auf Deutschland als WM-Sieger. Ab und zu muss man was Verrücktes tun…

Immer mehr Muslime engagieren sich in der Politik, der Kultur oder der Wirtschaft. Sie stehen für Innovation und kulturellen Reichtum in Deutschland. Das Netzwerk Zahnräder bietet diesen Muslimen eine Plattform, um gemeinsam Ideen und Visionen austauschen oder Projekte zu entwickeln.

Diese Woche durfte ich mich als Teil dieser Gruppe vorstellen und den anderen Mitgliedern meinen Thought of the Week mit auf den Weg geben.

Muslime feiern keinen Geburtstag, weil im Islam (anders als im westlichen Kulturkreis) nicht das Individuum im Mittelpunkt steht, sondern die Gesellschaft. Deshalb werden bei uns religiöse Feste, Hochzeiten und Geburten umso größer gefeiert.

Wir werden trotzdem älter und lieben trotzdem Torte.

Jetzt habe ich die unschuldige „eins“ vor der Zahl für immer verloren und es beginnt der Ernst des Lebens!

Willkommen im Leben!

Zitronen-Cupcake-Torte in Omas Keksdose

Für den Boden:

200 g Mehl
150 g Zucker
2 Eier
1/2 Päckchen Backpulver
100 g weiche Butter
1 Zitrone
1 Prise Salz

Eier und Zucker schaumig schlagen. Unbedingt weiche Butter mit Salz und Backpulver unterrühren. Saft und geriebene Schale der Zitrone dazugeben. Letztendlich das Mehl unterheben. In Omas Keksdose bei 190°C 20-30 min. backen. und nach dem Abkühlen in den Deckel der Keksdose stürzen.

Für das Frosting:

400 g Puderzucker
200 g Doppelrahmfrischkäse
50g weiche Butter
abgeriebene Schale von 2 Zitronen
(evtl. eine Packung Agartine falls die Creme nicht fest wird)
Saft einer halben Zitrone

Alles mischen (nur so viel Puderzucker nur nehmen, bis die Creme etwas fester wird), zwei Stunden im Kühlschrank kühlen und den kühlen Tortenboden mit einem Spritzbeutel verkleiden. Falls gewünscht, kann man den Kuchenboden auch teilen und die Mitte mit Frosting füllen.

Für die Deko:

ein Bund Minze- oder Zitronenmelisseblättchen
bunte Zitronenzuckerkugeln

Blättchen länglich kleinschneiden und mit den Zuckerkugeln verziehen.

Kühlen, schneiden, essen – fertig!

 

“Still not asking for it” zeigt eine unbekleidete Frau mit einer femen-typischen Aufschrift, die ausdrücken soll “Egal was ich für Signale aussende, du hast sie so zu deuten wie ich es sage. Nämlich völlig umgekehrt zu dem was ich ausstrahle” und soll eine Kritik an victim-blaiming darstellen. Ist dieses Prinzip nachvollziehbar?

Jeder darf sich selbstbestimmt kleiden, wie er möchte und ist für seinen Körper selbst verantwortlich. Man ist verantwortlich, statt zu pauschalisieren und mit zweierlei Maß zu messen, wodurch man widersprüchlich erscheint, Rücksicht auf andere zu nehmen, weil man nicht alleine auf der Welt ist.

Viele Menschen denken immer noch, das Kopftuch einer Muslima sei ein Symbol für Unterdrückung. Doch für mich gibt es nichts selbstbestimmteres, als meine eigene Sichtweise nicht unter die der anderen zu stellen und selber zu entscheiden, wie ich von anderen gesehen werde.

Will ich damit sagen „Alle Männer sind eine Gefahr und alle Frauen müssen ihren Körper so gut sie können vor ihnen Schützen!“?

Nein, denn entgegen der allgemeinen Auffassung ist meine Bedeckung kein Schutz von Männern, weil diese unfähig sind sich unter Kontrolle halten. Ein Quadratmeter Stoff wäre nicht unbedingt ein effektives Hindernis für einen Drängler, nicht wahr? Schließlich bin ich weder ein Zauberer, der ein lustiges Ablenkungskaninchen oder ein magisches Schutzschild aus seinem Tuch zaubern kann, noch eine Ninja-Kriegerin die besondere Karateschutztricks mit Stoffstücken drauf hat.

Mein Kopftuch ist für mich alleine und schützt im Einklang zu meinen Intentionen und meiner Lebensweise, meinen Glauben, meine Identität und mein Bewusstsein.

Männer als Täter unter Generalverdacht zu stellen, ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen seine Freizügigkeit auszuleben und anderen seine eigene Lebensweise aufdrängen zu wollen, ist ebenso widersprüchlich, wie Kopftuchträgerinnen, die nicht auf hautenge Jeans und tonnenweise Make-up verzichten können.

Jeder Mensch sollte versuchen in seinen Absichten und Handlungen in sich schlüssig zu sein, authentisch zu sein, also echt. Alles andere kann ich nicht ernst nehmen.

Ich danke Martin Domig von www.flussfaenger.wordpress.com für die Idee.

Ich danke Martin Domig für diese Idee.

Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal in der Türkei bei meinem Opa im Dorf war, habe ich auch das erste Mal die Milchstraße gesehen. Das war das überwältigendste Erlebnis meines Lebens und wurde gekrönt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am Ende einer wunderschönen Nacht. Ich dachte, ich könnte die Sonne anfassen, wenn ich meinen Arm ausstrecke.

Mir wurde klar, dass im ganzen Universum immer Licht ist, auch wenn man es nicht sehen kann.

© Mark Gee (The Royal Observatory Greenwich) - Foto des Jahres

© Mark Gee (The Royal Observatory Greenwich) – Foto des Jahres

[92:1, Koran] Bei der Nacht, wenn sie zudeckt.. 

Es gibt einfach schlechte Zeiten, in denen man den Antrieb verliert, keinen Ausweg sieht oder sich alleine fühlt. Manchmal liege ich da nachts wach und träume von den schönen Sternen. Sie schweben durch die Dunkelheit ich stell mir vor ich schwebe mit ihnen und irgendetwas in mir will leuchten und wird schwerelos.

Dann bin ich endlich wieder wach. Denn jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur hässlich verpackt. Also fummel ich am Geschenkpapier rum und mache es ganz einfach wieder ab und öffne meine Arme. Ich öffne sie so weit ich kann, weil es das leichteste der Welt ist.

 ..und dem Tag, wenn er sich enthüllt. [92:2, Koran]

Ernste Frage:
Habt ihr schon mal einen richtigen Sternenhimmel gesehen oder einen Fleck echte Natur?
Was macht euch Mut im Leben und was gibt euch Hoffnung?

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