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Ramalamadan

Ramalamadan

Yuppie, es ist Ramadan und das ist so aufregend, wie die Adventszeit und das Fasten vor Ostern zusammen. Endlich super viel Spiritualität tanken, fasten und sich freuen auf eines der zwei großen islamischen Feste!

Etwas zu euphorisch für deutsche Verhältnisse. Hier ist das Ramadan-Feeling nicht ganz so heavy und mehr von werwolfmäßigen Midnightdinner-Fressattacken und Übermüdung geprägt. Heimliche Bewässerungsangebote von lieb gesonnenen Nichtmuslimen werden dann auch abgelehnt, weil die meisten Leute das wirklich freiwillig machen. Deshalb brauchen Nichtmuslime auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie in der Gesellschaft von Fastenden etwas essen wollen. Man kann seinen muslimischen Bekannten aber trotzdem einen „Ramadan mubarak“ wünschen – einen gesegneten Ramadan.

In diesem Monat wurde der Koran herabgesandt und man kann ihn nutzen, um sich in Geduld und Güte zu üben, für Gebete, Gaben zu schätzen, seinen Glauben zu stärken, die Gemeinschaft zu fühlen und mit hungernden Menschen mitzufühlen, die auch nach Sonnenuntergang nichts zu Essen haben, weil sie in Armut leben.

Es gibt sicher auch in deiner Nähe Ramadan-Evente zu denen alle Mitmenschen herzlich eingeladen sind. Vorbei schauen dürfte sich lohnen und übrigens auch hier auf meinem Blog. Ich werde versuchen einen kleinen Einblick in meinen Ramadan zu verschaffen.

Mervy Kay

16 Kommentare

  1. Na dann mal ran an den Ramadan (okay, der Reim ist wirklich unsauber)…übrigens ist Fasten dem natürlichen Zustand viel näher als unsere 3-mal-täglich-essen-Einstellung und gesünder für den Körper, als eben jenes regelmäßige essen. Wobei ich bei der Hitze einfach nicht Wasser verzichten könnte. Also dann, immer ran (Der Reim ist besser).

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    • Ich glaube, dass der Verzicht auf Essen, Trinken und auch sonst jeden weltlichen Genuss, wie zB. Sex daher kommt, dass man sich im Ramadan eigentlich zurückziehen soll vom Alltag und mit seinen Glaubesbrüdern in Moscheen übernachtend spirituelle Gedanken fördert. Da braucht man auch nicht so viel Energie, aber hier geht das Leben eben weiter, es gibt keine Ramadandeko, usw. und dann fehlt das eben..Aber ich freu mich trotzdem drauf. 🙂

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      • Sehr schade, dass dann eigentlich der Hauptakt, also das Zurückziehen und Besinnen zu kurz kommt. Ich habe selbst vor einige Jahren erst erlebt, was es mit einem anstellt, wenn man für einige Tage wirklich mal abseits der „normalen“ Welt lebt. Außer ganz wenig zu essen und zu trinken, habe ich damals wirklich nichts gehabt oder erlebt und hab mich allein auf meine Gedanken konzentrieren können, hab endlich weiter- und weiter- und weiterdenken können (und einen Roman begonnen, den ich leider bis heute nicht beendete).

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        • Der Sinn des Ramadan ist den „Roman“ den man beginnt, das ganze Jahr durchzuhalten. Wer den Ramadan nutzt und seine Frucht pflückt, tritt wie ein Neugeborener, rein von Sünden, in das Fest danach.

          Ich finde diese Form des Neubeginns immer sehr praktisch. So ein Joker kann einem vieles erleichtern, wenn man zB ein schlechtes Jahr hatte oder viel falsch gemacht hat und denk „Oh man, wie komm ich da wieder raus!“

          Ich konnte das leider bisher nie für mich nutzen, aber wenn ich fertig mit dem Studium bin, möchte ich meinen ersten Ramadan in einer Moschee in einem islamisch geprägten Land verbringen.

          Was machst du Samstag morgens um 5 Uhr auf meinem Blog. Das beunruhigt mich. ^^
          Möchtest du mir deinen bisherigen Roman schicken?

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          • Ich war gestern unterwegs und kam zu der Zeit nach Hause. Und da hab ich dann einfach noch ein wenig im Netz gesurft und war offenbar auch noch auf WP 😉 und meinen Roman…hmm…momentan möchte ich das nicht. Also an gar keine Person, weil die letzten Dinge, die ich daran gemacht habe, mir so gar nicht gefallen haben. Ich hatte aufgrund der langen Schreibzeit dummerweise zwei verschiedene Erzählperspektiven benutzt und eine herauskorrigiert und danach fühlte sich der Text so ganz verkehrt an. Ich ärgere mich, dass ich ihn damals nicht einfach fertig schrieb, aber ein gebrochenes Herz lähmte mich und danach fand ich mich nie mehr in die Stimmung, die ich damals beim Schreiben jenes Textes hatte. Womöglich sollte auch ich eine Zeit des Fastens und Inmichgehens einlegen. 🙂

            Die Idee, Ramadan richtig zu verleben, halte ich für absolut richtig, das sollte ganz weit oben auf der Wish-List stehen (und das tut es ja anscheinend auch).

          • Gegen ein gebrochenes Herz ist noch kein Kraut gewachsen. Meines blutet schon sehr lange Zeit aus dem selben Loch..Ich glaube du solltest dir mal ein bisschen ZEN geben. Ist gut für die innere Balance und Ausgeglichenheit. Ist aufs eigene ICH zentriert und ausgelegt. Aber jetzt wird erstmal geschlafen. Gute Nacht und angenehme Träume wünsche ich dir!

  2. Ramadan mubarak…

    Und ganz ehrlich… ramadan event… wie geil ist denn das bitte ? diesen ausdruck muss ich so mal bremisieren 😀
    Gruß mit Grins und ein wenig Muße werd ich ebenso üben.
    Herzlichst, M.

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    • Haha danke meine Liebe! Dein nächstes Kind nennen wir dann mit Zweitnamen Ramadan und ich „bespreche“ oder „überlese“ es dann für dich! ;D LG M.

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      • Leider vergessen viele Katholiken/Christen, dass es auch bei ihnen/uns eine Fastenzeit gibt.Die innere Einkehr, die Rueckbesinnung auf die wirklich wahrhaften Werte sollte man damit verbinden. Aber die uninspiritierte Anbetung des Goetzen Technik wird lieber gelebt.

        Viele Religionen kennen das Fasten.
        Die Quiche, einer der drei Staemme die wir falschlich „Maya“ nennen, glaubten an einen einzigen großen Gott. Sie fasteten, hielten Beichte ab, taten Buße. Sie glaubten an eine Sintflut und den Weltuntergang. Das Christentum konnte ihnen deshalb absolut nichts Neues bringen.

        Und hier: „Auch gesellte sich zu ihnen kein Weib“, steht im Popol Vuh über die Herrscher der roten Völker. „Abgesondert hielten sie sich und fasteten. „

        Du siehst, nicht nur personell, auch kulturell-religioes ist eine Muslima nicht alleine.
        In diesem Sinne: Ramadan mubarak

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        • Ich halte den Vergleich von Religionen, sowie auch dauerhafte Abstinenz für gefährlich.

          Man sollte immer seinen Weg finden, ohne ihn zu sehr mit anderen gehen zu wollen und vor allem sollte man bei dem Weg dann immer in der Mitte gehen, wo es am hellsten und ungefährlichsten ist. 😉

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          • Sollte primamuslima mich meinen, mit dem Hinweis, sie halte Religionsvergleiche fuer gefaehrlich?
            Vergleiche sind, wenn ich wenigstens zwei Dinge, Hinweise, Blickwinel, gegenueber stelle und eines gegen das andere abwaege.

            Ich aber gab lediglich den Hinweiss, dass Fasten, die Zeit des fastens also, in verschiedenen Religionen zu finden sind, was bedeutet dass die innere Einkehr, die mit Fasten verbunden ist, ein Beduerfnis im Menschen nach Spiritualitaet ist.

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