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Was hat der Tag der Deutschen Einheit mit Noahs Arche zu tun?

Morgen ist der Tag der Deutschen Einheit, also ein Tag der Einigkeit und der Demokratie. Gleichzeitig ist morgen der erste Tag des islamischen Jahres 1438 und jüdisches Neujahr.

Ein Zufall, der mich an etwas wichtiges erinnert: Es ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich , dass Christen, Juden, Muslime, Atheisten und Menschen mit allen möglichen spirituellen Orientierungen friedlich und demokratisch miteinander in einem Land leben.[Weiterlesen]

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Why so serious?

Silvester ist gerade erst rum und jetzt ist schon Aschura..

Ja, genau! Muslime haben einen anderen Kalender und eine andere Zeitrechnung als andere Menschen. Wir schreiben das Jahr 1435 und zählen sie 11 Tage schneller ab als ihr, weil wir uns wie Wehrwölfe am Mond orientieren und nicht wie Vampire an der Sonne!

Muharram, unser jetziger Monat, gehört zu den vier heiligen und wurde von Mohammed (s) sogar „schar-ullah“ genannt, Monat Allahs. In dieser Zeit sollen die guten Taten schwerer wiegen, als in anderen Monaten und besonders heute ist das wichtig zu wissen, denn heute ist der Tag von Aschura. Es winden sich die unterschiedlichsten Geschichten zu Aschura und die Muslime sind sich überhaupt nicht einig über diesen Tag.

Nach der Sintflut ist Noahs (as) Arche auf Land gestoßen, an Aschura und an Aschura hat Allah das Rote Meer gespalten, damit Moses (as) es auf der Flucht vor dem Pharao mit seinem Volk durchqueren konnte. Es gab viele, viele wichtige Ereignisse und sie haben alle etwas mit einem Neuanfang zu tun!

Neben vielen, vielen Dingen, die ich in diesem Monat neu angefangen habe, gibt es eine ganz wichtige, ganz große Sache, die jeder heute anfangen sollte, egal, ob Moslem oder nicht: Humor haben!Bild

Es ist mir aufgefallen, wie oft Muslime bei harmlosen Scherzen beleidigt sind und durch den Karikaturenstreit wurde der Eindruck verstärkt, dass Muslime keinen Spaß verstehen. Mohammed-Karrikaturen sind ja gar kein Spaß, sondern eher Provokation, aber wenn Menschen, egal ob Muslime oder Nichtmuslime, aufhören lustig über den Islam zu reden, alles immer ganz ernst nehmen und immer gleich beleidigt und böse werden, wächst die Angst immer, immer mehr!

Über die Hälfte der Deutschen befürchteten laut einer Allensbach-Umfrage vom vergangenen Sommer, dass es in Deutschland verstärkt zu Spannungen mit der muslimischen Bevölkerung kommen wird. Ich finde, dass das der eigentliche Witz hier ist und leider auch der einzige!

Im Koran wird einmal über die mächtigen, heidnischen Mekkander gesprochen, die sich über den Glauben und die Lebensart der Muslime lustig machen und spöttisch lachen. Mohammed hat zum Glück keine Botschaften angezündet und außerdem steht im Koran  sowieso: “Ihr Lachen wird am Jüngsten Tag vergehen”. Das klingt erstmal grausam, spöttisch soll ja aber auch keiner lachen. Sonst fällt man eben irgendwann auf die Nase. Stattdessen ist Humor ganz wichtig und den haben die Muslime wohl in den letzten Jahren irgendwo zwischen Kolonialismus und Afghanistan leider verloren.

„Erfrischt die Herzen von Zeit zu Zeit, denn müde Herzen werden blind.“ sagte Muhammed (s)!

Unser Prophet pflegte es viel zu lächeln, er konnte sich sehr freuen und war sanftmütig. Sein Gesicht soll geleuchtet haben, wenn er sich über etwas freute, so sehr, dass es dem Leuchten des Mondes glich. Er blieb stets bei der Wahrheit, selbst wenn er scherzte und er lachte nie hässlich und laut, aber er lachte und er konnte Spaß verstehen und wir sollten das auch wieder lernen!

Ich sehe Muhammed (s) nicht als Gesetzesmann oder Feldherr, sondern als Vorbild! Vorbild dafür, nicht nur ein guter Moslem, sondern auch ein guter Vater, ein guter Ehemann, ein guter Nachbar, ein guter Freund oder einfach nur ein guter Mensch zu sein, denn das war er mit Sicherheit! Ich verstehe die Muslime nicht, die denken, sie könnten ein besseres Vorbild finden als ihn, oder warum versucht ihr nicht, ihn nachzuahmen? Warum seid ihr so ernst?

Wenn Muhammad (s) zu Aischa, seiner Frau, kam, fand er Suwaida, eine ihrer Freundinnen, oft bei ihr. Eines Tages hatte Aischa etwas zu essen gemacht und es Suwaida angeboten. Suwaida mochte das Essen nicht und Aischa sagte: „Ich schwöre bei Gott, wenn du es nicht isst, dann werde ich es dir ins Gesicht werfen.“ Als Suwaida weiterhin ablehnte, nahm Aischa etwas von dem Essen in die Hand und rieb es ihr ins Gesicht. Muhammad (s), der zwischen den beiden saß, machte Suwaida Platz, damit diese sich an Aischa rächen konnte. Dabei soll er sich köstlich amüsiert haben.

Die Muslime von heute würden sagen: „Oh aber im Koran steht, man soll nicht verschwenderisch sein! Heb das Essen wieder auf du böser, schlechter Mensch!“ und „Unsere Religion erlaubt dies nicht, unsere Religion erlaubt das nicht. Aber im Koran steht jenes. Komm zünden wir eine Botschaft an.“.

Ich kann es nur immer wieder sagen: Versuchen wir unseren Propheten kennen zu lernen und so zu sein, wie er, dann werden die Menschen auch ein ganz anderes Bild vom Islam bekommen und keine Angst mehr davor haben, denn Muhammed (s) ist der Islam!

Dumme Menschen, respektlose Karikaturisten, Alice Schwarzer oder Sarazin wird es immer geben, aber der Glaube an den Jüngsten Tag ist einer der sechs großen Pflichten des Muslims, also: Keine Joker-Maske aufziehen und den Mund von Islam-Hatern aufschlitzen, bitte!

Ihr versteht doch Spaß, oder?

Mervy Kay