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MutterVaterKind

Meine Mutter ist für mich der beste Mensch auf der Welt und mein Vater ist für mich der Mensch, den ich am meisten liebe auf der Welt. Weiß er das?

Ich habe bei Huffington Post eine Liste für Papas gefunden, die nicht wissen, dass ihre Töchter irgendwann erwachsen werden..

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Mein Papa, ich & mein Essen (1994)

1. Wie Du mich liebst, so werde ich mich selbst lieben.

2. Frag mich, wie es mir geht und hör Dir meine Antwort an. Ich muss wissen, dass Du mich wertschätzt, bevor ich mich selbst wertschätzen kann.

3. Mein Maßstab dafür, wie ich behandelt werden sollte, ist wie Du Mama behandelst, egal ob ihr verheiratet seid oder nicht.

4. Ich spüre, wenn Du sauer auf mich bist, auch wenn ich es nicht verstehe, also erklär es mir bitte.

5. Jedes Mal, wenn Du mich oder jemand anderen gut behandelst, lerne ich, der Welt mehr zu vertrauen.

6. Ich muss lernen, dass ich Deiner körperlichen Stärke vertrauen kann, damit ich auch anderen Männern körperlich vertrauen kann.

7. Bitte sprich über Sex nicht wie ein Teenager, sonst denke ich, dass es etwas Schmutziges ist.

8. Wenn Du sanft mit mir sprichst, kann ich viel besser verstehen was Du sagst.

9. Wie Du über den weiblichen Körper redest, wenn Du Witze machst, prägt meine
Selbstwahrnehmung.

10. Wie Du mit meinem Herzen umgehst, so werde ich auch andere damit umgehen lassen.

11. Wenn Du mich ermutigst Freude am Leben zu finden, werde ich immer danach suchen.

12. Wenn Du mir beibringst, wie sich Sicherheit anfühlt, wenn wir zusammen sind, werde ich mich besser vor Männern schützen können, bei denen ich nicht sicher bin.

13. Bring mir die Liebe zur Kunst, zur Wissenschaft und zur Natur bei und ich werde lernen, dass der Intellekt wichtiger ist als die Kleidergröße, die ich trage.

14. Lass mich genau das sagen, was ich sagen möchte, auch wenn es falsch oder albern ist, denn ich muss wissen, dass es für Dich okay ist, wenn ich meine Meinung sage.

15. Wenn ich älter werde und mein Körper anfängt sich zu verändern, hab keine Angst davor, denn sonst werde ich denken, dass mit mir etwas nicht in Ordnung ist.

16. Wenn Du Dir selbst genügen kannst, werde ich es auch können.

17. Wenn ich Dir sage, dass Du mich lassen sollst, verlass mich nicht, denn ich werde immer wiederzurückkommen und Dich brauchen.

18. Wenn Du Deine verletzliche Seite zeigen kannst, werde ich lernen mit meiner eigenen Verletzlichkeit umzugehen, anstatt mich davor zu fürchten.

19. Wenn Du mich dabei helfen lässt das Auto zu reparieren und das Haus zu streichen, werde ich daran glauben, dass ich alles tun kann, was ein Junge auch kann.

20. Wenn Du meine Weiblichkeit beschützt, lerne ich, dass alles an mir schützenswert ist.

21. Wie Du unseren Hund behandelst, wenn Du denkst, dass ich nicht gucke, sagt mir mehr über Dich als so ziemlich alles andere.

22. Lass Geld nicht die Welt, oder zumindest nicht unser Leben, regieren, denn sonst lerne ich nicht, es oder Dich zu respektieren.

23. Umarme, halte und küsse mich auf alle Arten, wie ein Papa es tun sollte. Ich muss lernen, wie gesunde Berührungen sich anfühlen.

24. Lüg mich bitte nicht an, denn ich glaube alles was Du sagst.

25. Geh schwierigen Gesprächen nicht aus dem Weg, denn dann glaube ich, dass ich es nicht wert bin, dass man um mich kämpft.

Quelle: http://www.huffingtonpost.com/tara-hedman/what-little-girls-wish-daddies-knew_b_4581782.html

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d r i v e

Drive, der

Wortart: Substantiv, maskulin

Synonyme: Antrieb, Bestrebungen, Drang, Interesse, Neigung, Schwäche, Sympathie, Dynamik, Energie, Feuer, Lebendigkeit, Pep, Schwung, Temperament, Vitalität, Power, Verve

Herkunft: englisch to drive, eigentlich = (an)treiben, fahren, lenken, führen

Drive, das ist das Leben!

Wenn man 18 wird, darf man leben. Man darf Filme ab 18 gucken, man darf Alkohol und Zigaretten kaufen, zu Prostituierten gehen, sich selbst prostituieren, man darf heiraten und man darf sogar endlich Auto fahren.. ohne Erwachsene!

Ich bin schon etwas länger 18 und noch etwas länger habe ich einen Führerschein und noch, noch etwas länger kann ich Auto fahren, aber bin ich Erwachsen? Lebe ich? Wirklich Erwachsen ist man erst, wenn man ein Auto hat, sein eigenes Auto, sein eigenes Leben.

Erwachsensein bedeutet eigentlich nur Verantwortung übernehmen. Wenn einem klar wird, dass Erwachsene, nicht alles wissen und auch Fehler machen, fängt man an selber erwachsen zu werden und will seine eigenen Entscheidungen treffen. Irgendwann ist man auch alt genug um Verantwortung zu tragen für seine Fehlentscheidungen, dann ist man erwachsen und dieser Schritt ist  n i c h t  einfach.

Aber wenn man sich nicht gegen seine Eltern wehrt, dann lernt man das auch nie und sagt nur noch eifrig Ja und Amen zu allem und jedem. Man wird ein durch und durch fremdbestimmter Mensch und es wird immer schwerer davon frei zu kommen. Aber wenn man noch jung ist, kann man Rebellieren üben, weil Eltern einem doch auch alles irgendwie verzeihen können!

„Good Advice is rarer than Rubies“ – Das war die Überschrift der Kurzgeschichte in meiner Abi-Prüfung in Englisch und ich bin froh, dass ich Eltern habe, weil man ja nur einen Papa und nur eine Mama hat. Eltern sind bis zum Immer für einen da und geben das Beste für ihre Kinder. Das mit den Defiziten durch Eltern, die etwas falsch machen ist auch wichtig und gut. Diese Defizite sorgen nämlich dafür, dass aus uns besondere Menschen werden, die bestimmte Ziele haben und das macht uns so schön unterschiedlich.

Vorauseilender Gehorsam passt nur zu dummen Schafen und Schafe sind wuschelig und süß, aber der Mut zu Freiheit ist viel wertvoller. Das nennt man Emanzipation und die Menschen damals waren völlig begeistert davon. Viele waren bereit dafür zu sterben. Heutzutage muss man nicht mehr sterben, um frei zu sein. Kurz anhalten, nachdenken, lernen, viele, viele Opfer bringen und vor allem mit den Verlusten und Misserfolgen klar kommen ohne Schuldige zu suchen, Verantwortung übernehmen. Das können manche Menschen bis zu ihrem Tod nicht. Aber wir hören ja auch erst richtig auf erwachsen zu werden, wenn wir tot sind und bis dahin können wir hoffentlich noch sehr viel Autofahren und frei sein.

Gute Fahrt!

Mervy Kay

P.S.: Vielen Dank für die Unterhaltung, Stern!

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wer schreibt, der bleibt

Meine liebe Mervileyn,

endlich fand ich Zeit deinen Blog zu lesen und weißt du was? Ich bin stolz auf dich. Ich glaube das wars. Du bist ein bisschen erwachsen geworden. Und das ist toll. Ich bewundere es, wie du deinen Spagat meisterst zwischen den Kulturen, zwischen Leben und Glauben.

Du bist ein vor Energie sprudelnder Mensch, sehr sensibel, sehr kreativ, sehr herzlich und offen. Früher dachte ich, du seist ein wenig naiv (vielleicht) bist du das auch ein wenig, aber nur, weil du so extrem offen bist, du vertraust leicht und nimmst dir die Aussagen anderer zu sehr zu Herzen.

Wenn man seine eigenen Gedanken äußert, kommt man zumindest mal authentisch rüber, aber du machst dich auch angreifbar. Du wirst mit der Zeit deine eigenen Positionen entwickeln, die du selbstbewusst vertrittst und die auch andere deshalb respektieren.

Ehrlich, du bist so wahnsinnig schwer einzuschätzen. Unberechenbar, quasi. Manchmal denke ich, es wäre schön, ein bisschen mehr zu sein, wie du. Impulsiver, weißt du.

[…]

Deine 11

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