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Ausnahmezustand – Ein Wort beschreibt das Jahr 2016

Scheiße. Ich bin kein Mensch, der viel oder überhaupt flucht, aber momentan weiß ich nicht, was ich anderes sagen soll.

Seit ich denken kann, begegne ich Terror, Gewalt und Krieg nur mit Resignation. Als Paris betrauert wurde, fühlte ich nichts. Als Ankara betrauert wurde, fühle ich nichts. Wenn ich in den Nachrichten oder auf Facebook von Toten irgendwo auf der Welt höre, fühle ich nichts. Nicht, weil sie mir egal sind, sondern weil ich nicht mit einer Situation umgehen kann, auf die ich nie vorbereitet wurde – nämlich, dass auch ich oder Menschen, die mir etwas bedeuten, von einem anderen Menschen absichtlich getötet werden können.[Weiterlesen]