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Ich kämpfe für Allah.

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Ich will, dass es aufhört. Überall. Die Angst, die Wut, die Gewalt, der Hass, der Krieg. In Syrien, in Bangladesch, im Sudan, in Paris, in Heidenau – überall. Ich will einfach, dass es aufhört und wir alle ein normales Leben führen können.

Wer sind diese Menschen, die das nicht wollen? Die uns das alles kaputt machen? Unsere Hoffnung und unseren Frieden. Diese Terroristen, diese Nazis, diese Mitläufer, diese Ideologen. Warum haben sie einen Platz in unserer Welt und in unseren Köpfen? Warum nehmen sie sich immer mehr Raum? Warum wird mein Alltag immer schwerer? Warum wird es immer scherer Gut zu sein? Warum kommen wir nicht gegen das Böse an, dass uns von allen Seiten immer näher an die Kehle rückt?

Hilft uns mehr Misstrauen? Mehr Kontrolle? Mehr Abgrenzung? Mehr Hetze? Mehr Hass? Mehr Wut?

Nein!

Wir dürfen nicht aufhören dagegenzuhalten. Wir dürfen uns nicht aufgeben. Wir leben nicht in „Herr der Ringe“ oder „Tribute von Panem“..es gibt hier keinen Sauron und keinen Präsident Snow. Es gibt hier nicht „den Feind“ und das Schlechte wird nie aufhören da zu sein und wir werden es niemals schaffen, es auszulöschen. Es wird uns vielleicht mal weniger berühren, weil wir grad zufällig nicht betroffen sind oder weil es weit genug weg ist oder klein genug aussieht.

Deshalb müssen wir immer nach dem Guten streben. Weil es das einzige ist, was wir tun können.

Es wird Gerechtigkeit geben.

„Wer Gutes tut in der Schwere eines Staubkorns, der wird es dann vergolten bekommen. Und wer Böses tut in der Schwere eines Staubkorns, der wird es vergolten bekommen.“ (Sura 99, Zilzal – Das Beben, Verse 7 und 8 – Der Koran)

Mein tiefstes Mitgefühl den Opfern des Attentats in Paris und größte Anteilnahme den Angehörigen.

9 Kommentare

  1. „Warum wird es immer schwerer Gut zu sein?“ fragst Du.

    Ich finde nicht, dass es immer schwerer wird.
    Ich lasse mich von dem, was um mich herum geschieht und von den täglichen Nachrichten nicht verrückt machen, lasse mir die Art und Weise, wie ich mit Menschen egal welcher Herkunft oder welcher Weltanschauung umgehe, dadurch nicht beeinflussen sondern gehe mit ihnen so ungezwungen um wie ich es umgekehrt auch erwarte („Wie man in den Wald ruft …“ – du weißt schon).
    Meine Ideale lasse ich mir nicht nehmen.
    Allerdings brauche ich dazu keine „heiligen“ Bücher, sondern Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit, mir eigene Fehler eingestehen zu können, ganz nach Terry Pratchett:

    « Die Wahrheit mag da draußen sein,
    aber die Lügen sind in deinem Kopf. »

    The truth may be out there,
    but the lies are inside your head.

    Außerdem:
    Glauben zu dürfen was ich will, und alles und jeden öffentlich kritisieren und hinterfragen zu dürfen — auch wenn Letzteres eine Herausforderung sein mag, der nicht jeder gewachsen ist.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  2. „Warum wird es immer schwerer Gut zu sein?“ fragst Du.

    Ich finde nicht, dass es immer schwerer wird.
    Ich lasse mich von dem, was um mich herum geschieht und von den täglichen Nachrichten nicht verrückt machen, lasse mir die Art und Weise, wie ich mit Menschen egal welcher Herkunft oder welcher Weltanschauung umgehe, dadurch nicht beeinflussen sondern gehe mit ihnen so ungezwungen um wie ich es umgekehrt auch erwarte („Wie man in den Wald ruft …“ – du weißt schon).
    Meine Ideale lasse ich mir nicht nehmen.
    Allerdings brauche ich dazu keine „heiligen“ Bücher, sondern Selbstbewusstsein sowie die Fähigkeit, mir eigene Fehler eingestehen zu können, ganz nach Terry Pratchett:

    « Die Wahrheit mag da draußen sein,
    aber die Lügen sind in deinem Kopf. »

    The truth may be out there,
    but the lies are inside your head.

    Außerdem:
    Glauben zu dürfen was ich will, und alles und jeden öffentlich kritisieren und hinterfragen zu dürfen — auch wenn Letzteres eine Herausforderung sein mag, der nicht jeder gewachsen ist.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  3. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt. (Joh 13, 35) ~ Der Mystiker Kabir schrieb: „O, der du mir dienst, wo suchst du mich? Siehe, ich bin bei dir. Ich bin weder im Tempel noch in der Moschee, weder in der Kaaba noch auf dem Kailash. Weder bin ich in Riten und Zeremonien, noch in Yoga oder Entsagung. Wenn du ein wahrhaft Suchender bist, wirst du mich sogleich sehen. Mir begegnen im gleichen Augenblick. Kabir sagt: O Sadhu! Gott ist der Atem allen Atems.“

  4. Wer sich selbst und andre kennt,
    Wird auch hier erkennen:
    Orient und Occident
    Sind nicht mehr zu trennen:
    Sinnig zwischen beiden Welten.
    Sich zu wiegen, lass ich gelten;
    Also zwischen Ost und Westen
    Sich bewegen, sei’s zum Besten.

    West-östlicher Divan, Nachtrag, 1825/26

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