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Hojat Amani Eine Muslima & Künstlerin

Hojat Amani
Eine Muslima & Künstlerin

Ich wollte immer Künstlerin sein und vielleicht bin ich das auch wirklich. Wenn man sich Jurist nennen möchte, muss man die Jurisprudenz studieren und das Examen darin bestehen, aber um Künstler sein zu können, braucht man nur ein Werk oder eine Idee.   Es gibt Kunst schon viel länger als die Kunstakademie und Autodidakten waren noch nie rar in der Kunst.

Trotzdem hätte ich gerne Kunst studiert. Ich finde es interessant und außerdem birgt es einen gewissen Reiz als Mulima eine Kunstakademie zu besuchen. Akt, Gras und Skulpturen..fremde Welten!

Der Islam ist eine sehr ästhetische Religion, da denke ich an Ornamente, Kaligrafie und Mosaike, aber sie kennt Grenzen, bisher jedenfalls.

„Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen.“ (5. Buch Mose Kapitel 5, Verse 8-9)

So ähnlich, wie in diesem Bibelzitat, sieht das auch im Koran aus. Früher beteten viele Menschen zu Bildern und Skulpturen von Göttern in Tier- oder Menschengestalt. Um diese Anbetung von selbst gemachten Bildern abzuschaffen, wurde in allen monotheistischen Religionen die Darstellung Gottes, eigentlich sogar von Menschen und Tieren, untersagt.

Was mich vom Bachelor of Arts abschreckte, war aber etwas anders: Feminismus!

Vielen wird klar sein, dass ich kein Feind des Feminismus bin. Ich unterstütze ihn, wo er für Gerechtigkeit steht, aber ächte ihn, wo er zur Ungerechtigkeit selbst wird!

Kunst war mein Hauptfach im Abitur und unser Schwerpunkt lag auf einer bestimmten Künstlerin, einer modernen Frau, für die ein Mann nichts mehr wert war. Ein Mann. Ein primitives Wesen, das nur gut ist zum Straßen fegen, die Müllabfuhr, Armee oder den Bergbau. Ein machtgieriges Wesen, das überall überrepräsentiert ist und alles, alles, alles und jeden beherrschen will. Ein unberechenbares Wesen, das nur das eine im Kopf hat und deswegen eine Bedrohung für jede Frau darstellt.

Ein Dia aus dem Unterricht.

Ein Dia aus dem Unterricht.

Weiteres Dia aus dem Unterricht.

Weiteres Dia aus dem Unterricht.

Wieder musste ich mir ekelhafte Dias von einer Frau anschauen in der ich nichts sah, außer Hohn und Hass.

Bei einem der Bilder, sie selbst, mit einem Phallus unterm Arm, den sie triumphierend „Kleines Mädchen“ nannte, war meine Toleranzgrenze erreicht und ich äußerte Kritik. Doch so engstirnig, wie einige Lehrkräfte an unseren Schulen, leider oft noch sind, wurde ich selber zur  Zielscheibe, weil ich mit dem Opfer solidarisierte.

Die Künstlerin selbst.

Ich solle doch den Raum verlassen, wenn ich Probleme mit Freizügigkeit hätte. Aber es sei ja normal, dass ich als Gefangene meines Kopftuchs, das Symbols der Unterdrückung durch Männern wohlgemerkt, Schwierigkeiten damit hätte, wenn eine andere Frau sich einem Mann überlegen fühle. Ich hätte einfach kein gesundes Verhältnis zu Sexualität!

Ich wurde bloßgestellt, als wäre ich ein lächerliches, dummes Schaf, das nichts von der Welt kennt, sich seinen Peinigern unterwirft und nicht begreifen kann, wie modern, wie fortschrittlich und wie stark diese Frau ist.

Eine Frau, die sich behauptet. Eine Frau, die sich nicht ausziehen muss, um ins MoMa in New York zu kommen. Eine Frau, die als Künstlerin, nicht als Objekt zwischen all den großen Männern in den Museen steht und sie  belächelt und weiß, dass sie nun die Macht hat, dass sie nun die Bedrohende, nicht die Bedrohte ist mit ihrem „Kleinen Mädchen“.

Harmoniebedürftig, wie ich bin, setzte ich mich ruhig wieder an meinen Platz und schwieg. Viele werden das als Schwäche sehen, aber stark ist nicht, wer am lautesten um sich schreit und im Recht ist nicht unbedingt, wer Recht behält. Das hat mein Vater mir beigebracht.

Meine Abiskulptur "Großes Mädchen"

Meine Abiskulptur
„Großes Mädchen“

Als Abiskupltur machte ich eine schwangere Frau, die ich „Großes Mädchen“ nannte und bekam für sie als einzige meines Jahrgangs die Höchstpunktzahl.   Ich habe nie höhnisch darüber gelacht. So will ich niemals sein.

Was mir immer klarer wird ist, dass eine Feministin, die einem Mann ungerechtfertigten Hass entgegen bringen kann, den gleichen Hass auch muslimischen Frauen gegenüber preisgibt. Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich auch muslimische Männer, die wegen Traditionen ihres Kulturkreises ihre Religion vergessen haben und muslimische Frauen nicht wertschätzen können. Eben diese Männer sind es, die auch westliche Männer als „Schwächlinge“, „Weicheier“ oder „Memmen“ abstempeln und von westlichen Frauen träumen. Das, einmal zugespitzt formuliert.

Diary of a Mad Arabian Woman

Als der Islam geboren wurde, ehrte er die Frau, wie eine Königin. Die Gefährten und Gefährtinnen des Propheten standen auf Augenhöhe miteinander, so wie es in der Geschichte des Islams leider nie wieder der Fall war. Der Islam führe das Erbrecht für die Frau ein, als Frauen anderorts nicht einmal ein Recht auf Besitz hatten. Mekka war eine Stadt, in der Frauen lebendig begraben wurden, bis Mohammed (s) der Unterdrückung ein Ende setzte.

Nun ist es mehr als Zeit, für eine islamische Renaissance.

Wir müssen uns gegenseitig respektiert, ganz gleich welchen Geschlechts oder welcher Religion, klar oder?

Mervy Kay

P.S.: Ich hoffe, diesen Text haben keine Kinder gesehen, die jetzt von den Bildern traumatisiert sind, so wie ICH!!

19 Kommentare

  1. Masha Allah ich finde Deine Gedanken interessant und kann sie sehr gut nachvollziehen.

    Ich befürchte aber, dass Du auch Kritik dafür ernten wirst.
    Vielleicht hättest Du Deine Erfahrung auch schildern können, ohne die Bilder explizit zeigen zu müssen!
    Die sind nämlich echt widerlich.

    Allah kennt aber Deine Absicht und nur Ihn sollst Du fürchten.
    In diesem Sinne, lass Dich von den Kommentaren, die vielleicht noch folgen werden nicht runterziehen.

    Wassalam

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    • Liebe Schwester S.,

      ich wollte die Bilder zensieren, aber sie sind ein Teil von dem, was ich ausdrücken wollte.
      Nach langen Überlegungen habe ich den Artikel nun so veröffentlicht und stehe irgendwie dazu.

      Vielen Dank, für dein Feedback – Barakallahu feekum!

      Massalam
      Mervy Kay

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  2. Dein Post stimmt mich sehr nachdenklich. Ich bin so erzogen, dass Kunst nur wenig Grenzen kennt. Kunst soll Freiheit haben. Kunst, so lasen wir erst heute wieder in den Medien, war einmal „entartet“. Nur sollte auch Kunst Grenzen haben? Hat Satire Grenzen? Ich sehe mich, obwohl Mann, nicht in der Lage, mir ein abschließendes Urteil darüber zu bilden. Ob das noch Kunst ist, oder ob diese Dame einfach durchgeknallt ist. Ob sie wohl Geld damit verdienen will, dass sie schockt, provoziert? Ist es vielleicht nur Angst, die sie zu kompensieren versucht? Was würde ich als Mann empfinden, wenn ich diese Exponate mit Brüsten oder Vaginas sähe? Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie als frauenverachtend ansähe und deswegen weiß ich auch nicht, ob ich diese Exponate als männervachtend empfinden sollte. Ich weiß es einfach nicht. Aber ich danke Dir von Herzen, nicht nur für die Gedanken und die Gefühle, die Du zu dem Thema hast und äußerst, sondern auch zu Deiner Grundsätzlichen Einstellung zur Gleichberechtigung und diesem wunderschönen „Großen Mädchen“. Vielleicht ist meine Meinung morgen klarer.

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    • Ich würde nicht behaupten, die Kunst dieser Künstlerin sei keine Kunst!

      Ich forderte damals, dass Lehrer ihren Schülern beibringen, Dinge kritisch zu betrachten.
      Sie sollten sich die Mühe machen, dass ihre Schüler verstehen, was sie lernen.
      Ich habe damals nicht verstanden, was man uns zeigt und verstehe es offen gesagt bis heute nicht.

      Aber wenn ein Lehrer selbst nicht fähig ist, zu reflektieren, kann man auch nicht erwarten, dass er diese Fähigkeit den Schülern vermittelt.

      Was damals im Unterricht geschehen ist, war definitiv keine Kunst.

      Es hat mich lange Überwindung gekostet, bis ich mich wieder getraute meine Meinung gegenüber der Autoritätsperson “Lehrer” frei zu äußern, weil ich scheinbar immer damit rechnen musste öffentlich bloßgestellt zu werden.

      Ich finde es schön, dass du Dinge kritisch betrachten kannst, wie du hier beweist.

      Denke trotzdem mal nach, wie man einen Mann bezeichnen würde, der weiblichen Geschlechtsteile im künstlerischen Sinne aggressiv foltert..Sexist??

      LG

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  3. Also ich finde es sehr befremdlich, was diese Frau als Kunst verkauft. Es fühlt sich falsch an und dennoch sitzt da etwas auf meiner Schulter, dass mich dazu nötigt, es zu ertragen. Und es stimmt ganz sicher, dass ein Mann für gegenteilige „Kunst“ als Sexistensau durchs Dorf getrieben würde. Ich finde es auch nicht ok, wie sich Dein Lehrer verhalten hat und frage mich, wie wohl reagiert hätte, wenn Du keinen Hidjab getragen hättest. Vielleicht hätte er sich mit Deinem Einwand ganz anders auseinandergesetzt, was ihn im Nachhinein als einen ziemlichen „Rassisten“ dastehen lässt. hmpf

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  4. Für mich ist das definitiv Kunst und ich verstehe es als Ausdrucksform der Gefühlswelt der Dame, was sie da erschaffen hat. Was mich betroffen macht, dass sie diese Gefühle in sich trägt und den Drang fühlt, genau das auszudrücken. Es sagt etwas über ihr Seelenleben aus, das ich sehr traurig finde.

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  5. Die Frage, ob es Grenzen für die Kunst geben muss/kann/soll ist meiner Meinung nach sehr wichtig. In unseren westlichen Gesellschaften geht der Trend immer mehr dahin, sie mit „nein‘ zu beantworten. Irgendwas in mir wehrt sich aber dagegen. Selbst die hiesige Gesellschaft kennt (noch) Tabus, eines davon z.B. Pädophilie. Folgendes Gedankenbild: ein Küstler zeigt in seiner Kunst pädophile Szenen, sichtbar darin sei das Leid und die Gewalt die dem Kind angetan wird. Darf er das? Bis wohin darf er gehen?
    Ich bin absolut keine Kunstexperten, noch besonders kreativ. Ich arbeite in einem technischen Beruf. Trotzdem fühle ich den Drang dazu etwas zu sagen. In islamischen Begriffen ausgedrückt, denke ich, dass es die Fitra ist, die einem jeden von uns hilft, diese Frage zu beantworten. „Von Natur aus“ / Fitra ist mir solche Kunst widerwärtig, und ich kann ihr nichts positives abgewinnen. Jetzt mag man sagen, Kunst soll aufrütteln. Ja, möglich. Aber meiner Meinung nach kann sie das auch tun, ohne das Widerwärtigen so plastisch zu propagieren. Und wenn dann noch das natürliche Gefühl der Verstörtheit angesichts solcher Bilder als „verklemmt‘ abgestempelt wird, dann gleicht das schon einer interpretatorischer Diktatur! Nicht alles was modern ist, erscheint mir dann fortschrittlich, ganz im Gegenteil….
    Und so tendiere ich dazu zu sagen, dass die Kunst Grenzen kennen muss! Es ist aber keine einfache Aufgabe, diese Grenzen auszuloten. In dem Cile Instutut , das unter anderem von Tariq Ramadan gegründet wurde, wird in Bereich Arts neben anderen auch diese Frage betrachtet.

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  6. Ich wollte ursprünglich in dem Beitrag den strengen Bilderverbot im Islam kritisieren, aber irgendwo gab es dann in mir einen Wendepunkt.

    Man sollte erstmal ein gesundes Verhältnis zu Kunst aufbauen können, kritisieren dürfen, was kontrovers ist. Hässlich finden dürfen, was nicht schön ist. Unmenschlich finden dürfen, was verachtend ist. Man sollte eine gesunde Grundlage schaffen und einen respektvollen Umgang pflegen in der Kunst, damit man den Bilderverbot angreifen kann.
    Aber eins wird Kunst immer bleiben: Provokant..

    Wenn das in der islamisch geprägten Welt schon ein abgebildeter „Miraj“ ist, dann ist es im Westen eben eine nachgestellte Vergewaltigung.
    Denn wo das Kunst-Handwerk, die Qualität, die Ästhetik, die Marke fehlt und Kunst sich von „Dekoration“ abheben soll, in ein Museum kommen soll, muss es irgendwie Aufmerksam auf sich ziehen, damit es sich von Ikea oder Depot abheben kann..dass machen die 750.000 Doller unterschied aus und dann muss so eine Frau auch mit den Spuren leben, der Belastung, der Bürde, diesen Hass am Leben zu halten, der Kunst wegen.

    –> Louise Bourgeois hat entgegen der Annahme vieler Menschen selbst zugegeben, dass die Kunst nicht benutzt, um zu verarbeiten, sonder, dass sie die Erinnerungen kochen lässt, um ihrer Kunst Ausdruck zu geben!

    Irgendwie traurig..dass ein Mensch seine Seele so stark der Aufmerksamkeit verkauft!

    Trotzdem galt meine Kritik nicht der Künstlerin selbst, sie ist nur zur Demonstration da.
    Ich kritisiere hier vor allem den Lehrer und jeden anderen Menschen, der Vorurteile vor Toleranz stellt..

    –> Dementsprechend rufe ich auch die Muslime auf, zu tolerieren, dass ich in meinem Blog auch über solche Themen schreibe:

    Ich habe jetzt die Ausdruckskraft der Bilder weitgehend zensiert, weil ich wirklich niemanden verletzten oder beleidigen will!
    Jedoch kann ich sie leider nicht vollständig raus nehmen, weil mir jeder Blogeintrag gleichermaßen wichtig ist und die Bilder zur Verdeutlichung der Lage hinnehmbar sein müssen!

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    • Meine Kritik galt nicht der Tatsache, dass Du in Deinem Blog das Thema behandelst, und bebilderst. Damit habe ich kein Problem, ganz im Gegenteil , ich denke es ist wichtig darüber zu reden, weil solche Erfahrungen (wie die Deine aus dem Kunstunterricht) Teil unserer Lebensrealität hier sind. Es bringt nichts, seine Augen vor der Realität zu verschließen.
      Die Frage, die ich stelle, zielt auf die Kunst und auf den Künstler: Wie weit darf die Kunst gehen? Wie weit darf ein Künstler gehen? Diese Frage könnte man gut deinem Kunstlehrer / Kunstlehrerin stellen.
      Bitte lies nochmal meinen Kommentar, vielleicht verstehst Du dann, dass man ausgehend von Deinem Blogbeitrag zu einer größeren Diskussion kommen kann, nämlich der nach den Grenzen der Kunst. Mir scheint es, Du hast mich missverstanden….
      Jetzt kommt bei mir aber eine andere Frage auf: MUSS Kunst provokant sein? Ich werde darüber nachdenken….

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      • Der letzte Teil war auch gar nicht an dich gerichtet, sondern an ein Paar „Brüder“, die mich seit zwei Tagen auf Twitter zuspamen <3

        Ich hab mich über deinen Kommentar sehr gefreut Schwester S!

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  7. Ah, ich habe es falsch gelesen (die Einrückung!), Dein Kommentar von 10:17 Uhr war gar nicht die Antwort auf meinen Beitrag. Sorry!
    Und was die „Brüder“ angeht…..einfach ignorieren.

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  8. Kunst. Das ist ein großer Begriff, dessen Inhalt und Weite man erst definieren müsste, bevor man erwägt, Grenzen zu ziehen. Die Diskussion ist schon einige hundert Jahre alt, und man wird sie (glücklicherweise) niemals beenden oder abschließen können. Es wird immer Kunst geben, die von Rezipienten transgressiv wahrgenommen wird. Kunst ist kein zahmes Haustier, was man hegt und pflegt, bis es fett wird, und das dann an Altersschwäche stirbt.

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    • Der Islam hat keine Kunstgeschichte, sondern eher eine Kunsthandwerksgeschichte. Architektur, Ornamente, Kaligraphie, usw. waren immer mehr wert, als Abbilder und Sinnbilder.
      Vermutlich lerne ich Kunst noch, denn je mehr Ausstellungen ich besuche und mich über Kunst unterhalte, desto breiter wird auch mein Verständnis.
      Meist jedoch begleitet von einem anfänglichen Schock und einer Abwehrreaktion. Ich habe Anfang des Jahres eine Ausstellung von dem chinesischen Künstler Ai Weiwei besucht, die ich beispielsweise immer noch nicht verdaut habe.
      Deine Metapher mit dem Haustier gefällt mir im Übrigen sehr.

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  9. Liebe Mervy

    „Der Islam hat keine Kunstgeschichte“. Das verstehe ich gleich mehrfach nicht.
    Kunstgeschichte: Ich stimme Sven zu, dass es kaum möglich ist, Kunst ausreichend zu umreissen. Was ist Kunst, was Kunsthandwerk? Schau nach Japan, da gehts auch oft nicht. Auch bei europäischer mittelalterlicher Kunst wird man sich da manchmal schwertun (aber da kennst Du Dich sicher viel besser aus als ich)
    „Der Islam“: Wenn meinst Du damit? Sprichst Du allen muslimischen Künstlern der Geschichte ab, dass sieKunst produzieren? Muss die Kunst aus Gegenden stammen, die in ihrer Geschichte überwiegend von mehrheitlich muslimischen Menschen bewohnt wurden? So viele muslimische Strömungen gibt es, die Du nicht über einen kamm scheren kannst. Ganz zu schweigen von persönlichem Glauben. (Indonesien, Türkei, Kosovo, Malediven, Indonesien, China…)
    Und was soll „haben“ bedeuten? Wieso „hat“ eine Weltreligion, heterogen und verstreut wie sie ist, denn 1 Kunstgeschichte?

    Das soll nun nicht Wortklauberei sein – mir scheint nur, dass Du hier zu schmal argumentierst. Islam ist äußerst reich wie mir scheint und Aussagen wie Deine scheinen eher zu begrenzen. Aber Du arbeitest ja an einem erneuerten Islam 😉

    LG PP
    PS: Ich kenne Leute, die die Kunst zugunsten eines anständigen Broterwerbs aufgegeben haben – irgendwann gabs dann ein heftiges Coming Out, dass alles auf den Kopf stellte. oder eine andere Lebenskrise. Schau in Dich, was Du aufgeben kannst. Das mit der seltsamen Lehrerin tut mir leid, wird Dich aber nicht abschrecken. irgendwann wirst hoffentlich Du andere mit Deiner Kunst verstören.

    Noch was: Ich hoffe, Du wirst hier irgendwann etwas sehr Schlaues aus Deiner Sicht zum neuen Houellebecq sagen.

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