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SPOTTED: Die Kopftuchmenschin

Kopftuch, Kopftuch, Kopftuch – kein sehr schönes Wort für einen so schönen Vers des Korans, den ich seit Jahren versuche würdevoll auf meinem Haupt zu tragen. Hijab heißt es richtig und es hat eher wenig mit nur einem Stückchen Stoff zu tun.

„Es passt gar nicht zu dir!“, habe ich oft gehört. Ob ich es aus Zwang trage, will man wissen. Gott hätte uns ohne Haare geschaffen, wenn er sie versteckt haben wollte, meinen viele: „Gehören sie etwa nicht zu dir, deine Haare?“

Aber natürlich gehören sie zu mir und als ich anfing Hijab zu tragen, habe ich anfangs sogar ein bisschen das Gefühl gehabt, einen Teil meiner Identität verloren zu haben. Es war zwar natürlich ein selbstbestimmter Akt, doch ich hatte den Verlust unterschätzt, den ich tatsächlich erlebte. Plötzlich bedeutete es etwas, wie ich von anderen wahrgenommen wurde. Bislang konnte niemand sehen, welchen Glauben ich hatte oder wie ich dazu stand und jetzt war es offensichtlich, denn der Hijab gehört eindeutig zum Islam. Ich war überall und immer nur noch Muslima. Ich musste mich stets für meinen Glauben entschuldigen und ihn rechtfertigen, zu jedem „Issue in Islam“ fundiertes Wissen beweisen und eine Meinung haben:

Minarette, Burka, Mohammedkarikatur, Steinigung, Salafismus, Homosexualität, Selbstmordattentäter, Scharia, Ehrenmord, Zwangsheirat,… ∞ !

Bald lernte ich allerdings damit umzugehen und meine eigene Persönlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Irgendwann findet man gar nichts mehr schlimm und im Studium lernte ich dann die verschiedensten Muslimas kennen, die ihren Glauben auf unterschiedlichste Art und Weise ausdrückten. Ob ihr Hijab eine Burka, ein Kopftuch, ein Turban oder nichts ist, kennen sie alle die Trendfrage No.1: Warum trägt man Hijab?

Eine gläubige Frau soll ihre Gewänder über sich ziehen, um als Muslima erkannt zu werden und damit sie nicht belästigt wird, so der Koran!

Eine Frau, die ihr Haar mehr oder weniger kunstvoll verdeckt, soll oder will also nicht wahrgenommen werden? Nein, abgesehen von den wenigen Männern, die sich Zettel an die Kühlschranktür kleben, bei welchen Minderheiten sie noch im Bett landen wollen, werden wir sowieso weniger als Frau wahrgenommen als vorher, aber auch für alle anderen gilt im Normalfall für den Umgang mit Kopftuchmitmenschinnen: nicht anfassen, nur anschauen!

Sowieso viel wichtiger im modernen Kontext und eindeutig stärker im Vordergrund steht der Aspekt der Repräsentation und stößt damit auch auf die größeren Hemmungen. Es herrscht allgemeine Unsicherheit darüber, ob man einer Kopftuchmenschin so viel Selbstreflexion zumuten kann, dass sie auch noch für etwas anderes stehen kann, als für den Islam, leider noch.*

„Wenn man mit euch in Kontakt kommt, überraschst ihr einen wahnsinnig und gerade Menschen, die kopftuchtragende Mädchen von vorneherein in ein Raster fallen lassen, bekommen euch halt in ihrem begrenzten Weltbild nicht unter.       Genau mit denen musst du dich anlegen Mervy Kay, aber mach dich auf etwas gefasst, wenn du rebellieren willst!“

Wir treten mit unseren Tüchern deutlich aus der Masse hervor und es ist verständlich, dass die Umstände für uns manchmal etwas schwerer sind, als für andere Menschen hier in Deutschland. Aber ist es nicht leicht, sich einzureden, es gäbe auf der ganzen Welt keine anderen, die es einfach nicht schaffen, etwas zu verändern? Dieses Gefühl ist falsch und man darf niemals den Mut verlieren, es jeden weiteren Tag wieder und wieder zu versuchen, bis das Kopftuch eines Tages vielleicht sogar ein Pluspunkt sein kann, egal für was. Wir müssen die Sache jetzt einfach rumreißen!

Ich habe mich nie hinter meinem Kopftuch versteckt oder es vorgehalten und ich werde es nie für jemanden oder für etwas ausziehen, wenn, dann nur für mich und die Kopftuchmenschin, die das Kopftuch als Handicap sieht, sollte es bitte gleich sein lassen!

Last but not least möchte ich ein riesiges  Danke  sagen, mit strahlen in den Augen, an alle Mitmenschen, die keine Muslime sind und trotzdem so einen weiten Horizont haben, dass sie mit mir an die Kopftuchmenschin glauben und an mehr!!

Mervy Kay

* Die Betonung liegt auf dem feinen Wörtchen „noch“!

29 Kommentare

    • Sowohl als auch..da steht doch “Menschen” oder was meintest du?
      Ich lerne in letzter Zeit immer mehr Menschen kennen, die mich MIT meinem Kopftuch unterstützen auch wenn sie persönlich wenig damit zu tun haben!

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  1. Dein Blog ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe, das bist einfach 100% du! Und so selbstbewusst maschaAllah. Mir gefällt’s, deshalb freue ich mich auf mehr von dir! Bis dann und Küsschen

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  2. Hi Mervy!

    Ehrlich gesagt, bin ich von dieser Publizierung richtig positiv angetan:

    „Es passt gar nicht zu dir!“

    Wir leben in Deutschland und dies ist ein freies Land. Ich finde, jeder Mensch sollte selbst und aus freien Stücken entscheiden, ob ein Kopftuch zu einem passt oder nicht. 🙂 Dir ist es wichtig, also trag es! 😉

    Ich war überall und immer nur noch Muslima. Ich musste mich stets für meinen Glauben entschuldigen und ihn rechtfertigen, zu jedem „Issue in Islam“ fundiertes Wissen beweisen und eine Meinung haben:

    Minarette, Burka, Mohammedkarikatur, Steinigung, Salafismus, Homosexualität, Selbstmordattentäter, Scharia, Ehrenmord, Zwangsheirat,… ∞ !

    Ich finde nicht, dass du dich für deinen Glauben entschuldigen solltest. Wir haben in diesem land Religionsfreiheit und wenn du Muslima bist, dann ist das gut so. 🙂

    Durch das Kopftuch gibst du dich als solche zu erkennen. Das ist hierbei unbestritten. Dass die Leute dich dann fragen, finde ich eigentlich schön: Das Minaretten Verbot in der Schweiz hat mir gezeigt, dass die Menschen eigentlich eher Angst vor dem Islam haben. Die Tatsache, dass sie auf dich zugehen und zu allem Fragen was ihnen zu diesem Thema einfällt finde ich positiv: Du hast die Chance diese vielen Missverständnisse, die durch die Berichterstattung geschürt werden, zu entkräften. Die Menschen sind doch eigentlich eher neugierig und fragen dich, weil sie endlich mal jemanden gefunden haben, die sich damit auskennt. Und da du auch noch einen sehr offenen und herzlichen Charakter hast, ist man eben glücklich einfach mal die dümmsten Fragen der Welt stellen zu dürfen! Mir geht das zumindest so. 😉

    Wir treten mit unseren Tüchern deutlich aus der Masse hervor und es ist verständlich, dass die Umstände für uns manchmal etwas schwerer sind, als für andere Menschen hier in Deutschland.

    Du trägst das Kopftuch aus freien Stücken heraus und wirst nicht dazu gezwungen es zu tragen (was einige in diesem Land vielleicht glauben). Ich finde es vor diesem Hintergrund sehr mutig, dass du zu deinem Glauben und deiner Lebenseinstellung stehst. Behalt dir das! Es ist ein schöner Charakterzug. 🙂

    Last but not least möchte ich ein riesiges Danke sagen, mit strahlen in den Augen, an alle Mitmenschen, die keine Muslime sind und trotzdem so einen weiten Horizont haben, dass sie mit mir an die Kopftuchmenschin glauben und an mehr!!

    Das möchte ich hier nur hervorheben und unkommentiert lassen! 😉

    Ganz toller Text!! 🙂

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  3. Kennen Sie ihre eigene Religion nicht? Hijab (als „Kopftuch“) ist bei weitem nicht ausreichend.

    „O Prophet! sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen. Das ist besser, damit sie erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig“ Sure 33:59

    Nichts von Ihnen darf von einem Nicht-Mahram-Mann zu sehen sein! Ausserdem darf der Hijab auch nicht zur Zierde dienen, bunte gehen gar nicht! Das Ding muss schwarz sein. Und die Unsitte (also aus koranischer Sichtweise), dass enge Jeans – tragende Frauen ein Kopftuch aufsetzen, da springt gleich der Sheitan hervor……

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  4. Ja „kennen Sie denn ihre eigene Religion nicht?“

    Herrlich etwas über das stupide Alltagsweltbild von einer Kopftuchmenschin zu lesen und gleich im ersten Kommentar diese traurig ernsten Erfahrungen untermauert zu bekommen.

    Ja kennen Sie denn das Internet nicht?

    Aber zum Beitrag selbst: Als Verykurzhaarträger mit blauen Augen und Urdeutschem Aussehen passiert es mir gelegentlich, mit brauner Soße in einen Topf geworfen zu werden. Allerdings werden mir dann eher keine Fragen gestellt, sondern von einer Gruppe, zu der ich nicht mal gehören wollte, wäre ich der einsamste Mensch auf diesem Planet, werde ich auf eine ganz bestimmte Art gegrüßt. Zum Glück gibt es in Köln nicht so viele davon. 😉 Andere halten Abstand. Sollte sich doch mal jemand trauen den Mund auf zu machen, dann trage ich diese Frisur um Haardrogentests zu entgehen oder mich im Fußballstadion besser prügeln zu können.

    Nun haben wir natürlich eine andere Intention für die Message, die wir auf dem Kopf tragen und sicher fällt es vielen leichter, mich als Individuum ohne Zugehörigkeit zu einer Gruppe wahrzunehmen, doch wollte ich damit vermitteln, dass Blödheit schon im kleinen Maßstab anfängt.

    Ich finde es toll, dass du diese Selbstgeißelung nicht wegen der Selbstgeißelung selbst eingehst und alles aushältst, was damit an Vorurteilen, Unverständnis und geheucheltem Interesse auf dich einprasselt. Vielleicht möchtest du ja nicht vermitteln, dass du in den Fängen des Islams gefangen bist, sondern dass der Islam zu dir gehört. Welch törichter Gedanke!

    Während ich das schreibe, frage ich mich ob „Kopftuchmenschin“ eine positiv gemeinte Parodie auf „Kopftuchmädchen“ ist.

    Am Ende noch ein Gedanke zu der Macht, die mit diesem Kopftuch einhergeht. Wenn ich mich mal kurz in einen Bildleser verwandeln darf, auch wenn ich danach tagelang duschen werden muss, dann bist du eine Gefange deiner Religion und alles andere als eine Rebellin (/Bildleser). Und wie in meinem Kommentar zur Medienwurst bereits erwähnt, könnte ich nicht widerstehen, diese Macht der unabsichtlichen Täuschung zu nutzen. 😉

    Und jetzt noch ganz ohne Senf zur Sache: Ich glaube, ich habe jetzt wirklich verstanden, warum du dein Kopftuch trägst. =]

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    • Hallo Tom!

      Ein Freund nannte mich liebevoll Kopftuchmenschin, so wie Marsmännchen.

      Ich trage das Kopftuch vor allem wie eine Uniform, wie ein Polizist, ein Bäcker, eine Putzfrau, ein Hauptmann, ein Kapitän, ein Papst das auch tut. Es ist für mich eine große Ehre und wenn ich Zuhause bin, in meinem persönlichen Schutzbereich und das Kopftuch ablege, bin ich einfach nur noch das kleine unbedeutende bisschen „ich“.

      Es freut mich, dass ich dir helfen konnte, das zu verstehen und dass du nicht mehr denken musst, ich sei unterdrückt oder würde das alles zwanghaft machen!

      VLG M.

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  5. früher dachte ich auch immer, das sei ein symbol für unterdrückung pur. aber was kann selbstbestimmter sein, als selber zu entscheiden, wie man von anderen gesehen wird? bzw. die sichtweise der anderen nicht über die eigene zu stellen?

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  6. Ich frage mich gerade, ob man sich das Kopftuchausziehen als einen erotischen Akt vorzustellen hat, als Aufforderung, jetzt, genau jetzt, möchte die gläubige Muslima belästigt werden.

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          • Einen Hijab zu tragen, bedeutet sich zum islamischen Glauben zu bekennen und als Muslima wahrgenommen zu werden. Der Hijab gehört schließlich, von Bildern von Grace Kelly in einem offenen Cabriolet abgesehen, eindeutig zum Islam.

            Du schreibst, eine gläubige Frau soll nach dem Koran ihre Gewänder über sich ziehen, um als Muslima erkannt zu werden und damit sie nicht belästigt wird. Okay. Aber wenn die Muslima den Hijab ablegt, bleibt sie ja trotzdem eine Muslim. Allerdings tritt nun die Begründung des Hijab-Tragens zurück.

            Also auch wenn eine Kopftuchmenschin einen Hijab in erster Linie trägt, um Allahs Zufriedenheit zu erlangen, trägt sie ihn schließlich nach der religösen Begründung als Schutz vor den Blicken fremder Männer. Wenn Sie somit auf diesen Schutz vor einem Mann verzichtet, dann ist die Abnahme des Hijab eine invitatio ad offerendum an dem Mann, ….. sprich ein erotischer Akt, in dem sie sich nun dem Manne darbietet und ihn auffordert, sie als Frau zu erkennen.

          • Eine Invitation ad offerendum ist aber noch lange keine Aufforderung zum belästigt werden, sondern höchstens eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder nicht?

            Das Kopftuch ist nur symbolisch. Kein Tuch auf der Welt wird eine Frau davor schützen „belästigt“ zu werden, wenn sie es trotzdem möchte. Das sieht man ja daran, dass viele Frauen die Kopftuch tragen, trotzdem versuchen reizvoll auszusehen.

            Dafür kann eine Muslima ohne Kopftuch sicher auch signalisieren nicht belästigt werden zu wollen. Das ist aber komplett irrelevant dann, weil es nichts mehr mit der Religion zu tun haben würde. Oder sieht man einem Menschen an, dass er Moslem ist, wenn er es nicht offen zur Schau stellt (zB mit einem Kopftuch).

            Ist doch logisch oder? Ich verstehe also immer noch nicht, was du mit erotischer Akt meinst..

          • Natürlich ist das Kopftuchabnehmen keine Invitation ad offerendum zum belästigt werden, sondern nur eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Deswegen habe ich ja diesen Terminus gebraucht. Das Kopftuchabnehmen als eine Vorstufe, in dem Sinne, dass es eine Aufforderung der Muslima ist, jetzt zur Annahme eines entsprechenden männlichen Angebots bereit zu sein.

            Das heißt nicht, dass sie jetzt bereit ist, belästigt zu werden, denn das kommt ja wieder auf das Angebot an. Insofern, verstand ich die Abnahme des Hijabs gegenüber einem Mann als einen erotischen Akt an sich, einen Akt, mit dem die Muslima den Mann auffordert, ….

            Aber lass es gut sein, vielleicht sind das einfach zu komplexe männliche Gedanken bzw. männliche Gedanken jenseits deiner weiblich-muslimischen Vorstellungswelt.

          • Stimmt, es ist tatsächlich zu kompliziert gedacht..das Kopftuch hat im Grunde nichts mit Erotik zu tun, es sei denn man hat einen Kopftuchfetisch. Dann kann man sogar wollen, dass es gar nicht abgenommen wird, auch wenn alles andere nicht mehr da ist.
            Allein das Kopftuch abzunehmen hat aber nichts mit Erotik zu tun, es sei denn man legt es darauf an. Wenn ich Zuhause oder bei mein Kopftuch abnehme, egal ob mit mein Vater, Bruder oder guter Freund gegenübersteht ist das eher so etwas wie Schuhe oder Jacke ausziehen. Es macht für einen Menschen, den man kennt auch keinen großen unterschied, ob man ein Kopftuch trägt oder nicht. Draußen ist das etwas anderes. Wenn ich mit einem Kopftuch weggehe, muss ich direkt auf Leute zugehen, damit sie sich mit mir unterhalten. Wenn ich keins trage und zB eine Bar betrete, werde ich sofort angesprochen.
            Man erregt auch mit Kopftuch sehr viel Aufmerksamkeit an, aber (fast) nie erotische und ohne ist man eben ein „normaler“ Mensch. So als wäre man keine Muslima.
            Das ist ja aber auch irgendwie Sinn der Sache..von dem her..so einfach ist das. 😉

          • „männliche Gedanken jenseits (m)einer weiblich-muslimischen Vorstellungswelt“ ..ich muss immer noch etwas lachen. 🙂

          • Hinsichtlich meiner Gedanken zu dem erotischen Kontext des Kopftuches bin ich wohl doch nicht allein. Ein befreundeten Mediziner, der eine Zeit lang in einer Praxis am Kottbusser Tor in Berlin hospitierte, erzählte mir kürzlich, dass er anfangs auch gespannt war, welche Sensationen sich unter dem Kopftuch und dem langen Gewand verbargen; insbesondere wenn ihm ein hübsches Gesicht entgegenschaute.

            Seine Erwartungen wurden jedoch ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen herunter geführt. Er erzählte, dass die Frauen unter dem Kopftuch nochmal ein Kopftuch tragen. Und unter diesem zweiten Kopftuch kämen meistens ziemlich fettige Haare zum Vorschein, bei denen er dann doch eher froh war, rechtzeitig die Einweghandschuhe angezogen zu haben.

            Übrigens wird das Gewandt der Muslima, die Abayas und Hijabs, sehr wohl von einigen Muslimas als Fetisch wahrgenommen. Siehe beispielsweise:

            http://chicagomuslima.wordpress.com
            http://thealternativemuslim.wordpress.com/2014/04/

            und natürlich:
            http://fatimaxberg.wordpress.com/2014/09/09/trumpets/

  7. Pingback: Kuckuck! | primamuslima

  8. Ich trage neuerdings auch Hijab und ich muss sagen, ich habe immer häufiger das Gefühl, dass Menschen die ich in einem Einkaufsladen etc. sehe, denken ich könnte kein Deutsch und versuchen die einfachsten Sätze zu bilden und sehr langsam zu reden. Außerdem wird man ziemlich schnell als ungebildet und dumm abgestempelt. Eine sehr interessante Erkenntnis, finde ich. Zuvor hatte man mir nicht einmal anmerken können, dass ich Ausländerin bin. Diesen Vorteil vermisse ich schon.

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  9. Ich hab mir einen Hijab als Fahrrad-Kopfbedeckung zugelegt – das passt wunderbar, da der Hals gleich mitbedeckt ist. Wenn es viele so machen, würde jegliche Diskriminierung aufhören und alles wäre gut!

    Dass man einzig wegen eines traditionellen Kleidungsstücks einer bestimmten Religion zugeordnet wird, wäre nicht mehr möglich. Schließlich ist der Hijab kein zu religiösen Zwecken erfundenes Kleidungsstück. sondern nur eine orientalische Form von Kopftuch, wie es sie in aller Welt gibt und gegeben hat.

    Hijab für alle! 🙂

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