17 Kommentare

  1. Wenn mir die kurze Anmerkung gestattet sei, aber man kann nicht den Glauben in den Rechtsstaat verlieren (mal abgesehen davon, daß man sich damit außerhalb des Grundgesetzes bewegte). Man kann nur den GLauben an die entsprechende Umsetzung verlieren. Verständlich?

    Herzliche Grüße,
    Der Salva

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    • Ich akzeptiere und respektiere unseren Rechtsstaat und nehme ihn voll und ganz an, wollte damit nur ausdrücken, dass Schmetterlinge wech sin..unschuldige Menschen werden willkürlich verdächtigt, ausgelauscht, bloßgestellt, entmündigt, fahrlässig verurteilt. Ich fühle mich mehr oder weniger verraten von der Justiz, in meiner Privatsphäre verletzt und unrechtmäßig in meinen Schutzbereich eingedrungen. Und ich will meine Kamera zurück. Die gehört mir und ich hab da meine Urlaubsvideos und Projekte drauf!! Und ich hab dafür gespart, sie ist mein Eigentum!!!!!

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    • Finde ich auch: Anerkennen dass Rechtsstaatlichkeit nötig ist, wird man wohl immer. Das war auch, wie sie sagt, nicht gemeint. Ich frage mich auch immer: wer will den ernsthaft in Deutschland keinen Rechtsstaat? Schadet man sich doch nur selbst mit…

      Anderer Punkt:

      Ich finde diese Sakralisierung von Leitbildern oder des GG merkwürdig.
      Man kann sich, was die innere Dimension des „Glaubens“ angeht, doch nicht außerhalb des Grundgesetzes bewegen?!?!? Das Grundgesetz ist ja eigentlich keine Zivilreligion, an die man einen Glauben bilden müsste. Diesen Anspruch hat es ja selbst abgelehnt mit Art. 4 GG.
      Das Grundgesetz sichert in erster Linie unsere Freiheitsberechtigung und umrahmt dafür staatliches Handeln. Es wäre doch komisch das umzudrehen, um nicht nur unser Handeln, Denken sondern sogar unsere innere Überzeugungen zu umrahmen und zu limitieren. (Nachtrag nach 5 min überdenken:okay, unser Handeln, welches sich auf andere auswirkt, über Umwege schon irgendwo…fällt mir grad auf -.-)

      Ich denke auch immer daran, dass Recht an sich nicht den Anspruch hat auf das Innere einzuwirken, sondern in einem säkularen und neutralen Staat eben diesen Bereich der freien Entfaltung überlässt.

      Habe zufällig genau darüber ein Buch von Udo du Fabio gesehen: „Glaube, Gewissen, religion“ müsste es heißen. Beim lesen verfestigte sich mein Unverständnis für viele Loyalitäts- und Wertedebatten rund ums GG.

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      • Im Idealafall wäre ein Gesetzeswerk, völlig egal ob nun GG oder wo auch immer, m.E. immer eine Widerspiegelung bestimmer Grundwerte (die in ihrem Urspung von Gott stammen) wie beispielsweise Gerechtigkeit oder Rechtschaffenheit, die dann eben entsprechend ausformuliert werden müssen hinsichtlich der tatsächlichen Gegebenheiten des tagtäglichen Miteinanders. Darüber hinaus muß es derart gestaltet sein, daß der persönliche Glauben der einzelnen Person keine Rolle spielen darf bzw. ein Betroffener sich immer (dann aber verbindlich) aussuchen dürfte, nach welchen (dann eben eventuell religiös übergeordneten) Glaubensvorgaben er beurteilt werden wollte.

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        • Wie kommt ihr eigentlich darauf, dass ich meinen Post auf Religion beziehe? Da steht doch überhaupt nichts über Religion. Ich finde es überhaupt toll, wie gut Muslime es hier in Deutschland rechtlich haben. Ich habe hier mein persönliches Vertrauen in den Rechtsstaat thematisiert. Seit ich weiß, dass ich vom Verfassungsschutz beobachtet werde, fühle ich mich verraten und bin auch entsetzt, wie viele Menschen zu Unrecht gesetzlicher Willkür verfallen. Das ist untragbar.

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          • Also ich hab mich eigentlich bei dem Kommentar von salvaVenia bei der Formulierung „glaube an rechtsstaat“ und „Grenzen des gg“ eingehakt. Das war natürlich ein bisschen am Thema deines ursprünglichen Eintrag vorbei aber begründet irgendwo vielleicht auch die Willkür, die du erfahren musstest.

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