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"Kopftuch-Nutte"

Aktueller Bezug – Letzten Monat tötete der Amokläufer Elliot Rodgers in den USA sechs Menschen, weil er keine Frau für sich finden konnte. Dies bekundet er in einem Youtube-Video, das viele gesellschaftliche Fragen aufwirft. Fragen, die sich kein Mensch stellen würde, wenn nicht Menschenleben dafür gezahlt hätten: Sind Männer von Natur aus frauenfeindlich? Hat ein Mann einen Anspruch auf eine Frau? Fragen, mit denen sich auch Chris von Alles Evolution beschäftigt hat.

Kurzum vorweg – Es entstand für mich eine Debatte, in die ich als Heilige eintrat und als Hure wieder rauskam, kann man sagen.

Mein Statement – Wie kommt jemand auf die idiotische Idee, sich an Menschen für etwas zu rächen, das man mit einem ausreichendem Verantwortungsbewusstsein nur von Menschen bekommen kann? Keiner ist Schuld daran, wenn man keinen Partner findet und man kann auch niemanden dazu zwingen einem bei diesem menschlichen, nicht männlichen Problem zu helfen.

Eingebung – Uns Muslimen wurde von unserem Propheten empfohlen, zu heiraten, wenn wir Liebe und Zuneigung suchen. Wer nicht heiraten kann, soll fasten. Nichtmuslime haben es da sogar noch einfacher dachte ich. Wenn alle Stricke reißen, gibts es ja immer noch genug freiwillige Prostituierte, um es mal ganz grob zu sagen.

Als Muslima darf man doch gar nicht denken! – Was ich in meiner Rechnung vergessen habe: Ich trage Kopftuch und je bedeckter eine Frau, je mehr Stoff, je weniger Konturen, je weniger Haut, je weniger Schmuck, desto keuscher, desto untergebener, desto abhängiger, desto unemanzipierter, unmündiger, desto dümmer ist eine Frau. Ich bin faktisch gar kein Mensch mehr, sondern eigentlich nur noch ein Kopftuch.

Böse Männer – So sind Männer eben. Sie vergraulen alles und jeden, der ihnen nicht ebenbürtig erscheint.

#Error – Ich korrigiere mich: Es war keineswegs ein Mann, der mir mit dieser Einstellung begegnete, sondern eine Frau. Wie immer. Es ist immer eine Frau, die was gegen mich hat. Ich sollte das gar nicht mehr persönlich nehmen, denn mittlerweile sollte ich aus 500 m Entfernung riechen können, ob ich es mit einer Feministin zu tun habe oder nicht.

Feminismus –  Nicht alle Feministinnen sind böse und bringen einer primamuslima Verachtung entgegen, aber jeder der bisher böse zu primamuslima war und ihr Verachtung entgegenbrachte, war eine Feministin.

Mein Alltag – Feministinnen, die mich mit Prostituierten gleichstellen, denn je freizügiger eine Frau, je kürzer ihr Rock, je tiefer ihr Ausschnitt und je großer das Schlüsselloch ihres Schlafzimmers, umso dümmer und verzweifelter, unmündiger, umso abhängiger und dominierter von Männern ist eine Frau. Solche Frauen sind faktisch gar keine Menschen, sondern eigentlich nur Prostituierte eben.

„Verstand proportional zu plus bzw. minus an Kleidung“ – Ich habe überhaupt nichts dagegen, mit einer Prostituierten verglichen zu werden. Für mich haben alle Menschen den gleichen Wert. Diesmal wurde ich aber nicht gleichgestellt, sondern gleichgesetzt. Und damit habe ich definitiv ein Problem.

1. Tatsache ist: Ich bin keine Prostituierte.

2. Fakt ist: Weder mein Kopftuch, noch meine Religion haben etwas mit der Diskussion zu tun.

Ausschnitt einer Kommentarzeile

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Super! – Ich scheine ein super Fang  für eine Super-Feministin zu sein. Nicht nur unterwürfig, sogar westlich und trotzdem super-dupper-special-double-devils-double-classic-super unterwürfig! Eine superwestliche Supermuslima im Super-Sunday-Special-AngebotMir sind die Augen ausgefallen, als ich „Kopftuch-Nutte“ las. Erst Recht bei der Begründung, die Beleidigung sei „strategischen, nicht persönlichen“ gemeint. Den Zusammenhang zwischen mir und dem Video über eine muslimische Frau aus einem anderen Land, die zwangsverheiratet und von ihrem Mann geschlagen wird, verstehe ich leider auch nicht richtig.

Ich & Islam – An die Herabsetzung der gesamten Weltreligion Islam auf dessen konservativsten, rückständigen Ausprägungen im hintersten Winkel der Zivilisation, habe ich mich bereits gewöhnt. Viele Menschen können mit dem Islam oder dem Kopftuch einfach nicht sympathisieren, weil sie es nicht kennen oder ein ganz anderes Lebensverständnis haben.

Fair bleiben! – Ich mache trotzdem, was ich für richtig halte und werde nicht damit aufhören, weil es andere falsch finden. Wer meine Meinung nicht teilt, kann konstruktiv und nachvollziehbar Kritik rüber bringen, die gegen das Thema und nicht gegen mich gerichtet ist.

Filterbubble – Gestern wurde der Bogen rationaler Argumentation überspannt, was immer dann passiert, wenn ich mich zu einem Thema äußere, das nichts mit meiner Religion oder meinem Migrationshintergrund zu tun hat. Wo soll der Fortschritt her kommen, wenn sich immer die gleichen Leute zu den gleichen Themen äußern? Jeder kann sich hier gerne zum Islam äußern, aber vorher muss ich klarstellen: Ich bin nicht der Islam und ich bin nicht alle Muslime. Der Islam ist einfach nur ein Teil von mir!

Forderung – Eigentlich habe ich schon mehr, als ich erwarte. Gestern fühlte ich mich kurz völlig alleine und ausgestoßen, bis ich sah, wie rührend sich andere an der Diskussion beteiligten und versuchten die Wogen zu glätten. Von den liebenswürdigen Kommentaren auf Twitter und Facebook ganz zu schweigen. Ich habe mich lange nicht so geborgen gefühlt! Danke dafür! Falls ich etwas fordern könnte, wäre das der Wunsch nach Einsicht, warum ich mit Prostituierten den vernichtend, herablassend-bemittleidenswerten Blick von westlichen Mittelschicht-Radikalfeministinnen teilen muss?

Intrasexuelle Konkurrenz – Wahrscheinlich geht es darum, sich selbst gegenüber anderen Frauen besser darzustellen und deutlich abzugrenzen. Eine Art geschlechtsinternes Ranking oder Revier markieren. Denn um Männer kann es kaum gehen, da sich Femi-Tante, Prostituierte und Muslima bei der Wahl wohl kaum in die Quere kommen werden. Bei der Verhüllung, wie bei der Enthüllung von Frauen werden automatisch weibliche Akzente unterstrichen. Das scheint eine Bedrohung der Emanzipation zu sehen.

Fazit – Man sollte sich aber beim Lesen meines Blogs im Klaren darüber sein, dass ich hier nicht wissenschaftlich arbeite, sondern lediglich meine Gedanken aufschreibe. Mein Blog soll auch dem Meinungsaustausch dienen, nicht aber der Revolutionierung der Welt. Die paar irren Tanten sind bestimmt nicht repräsentativ für die ganze Welt und darüber bin ich wirklich glücklich. Ich bin glücklich darüber in meinem Leben so vielen offenen, freundlichen und liebenswerten Menschen begegnen zu dürfen, auf deren Ecken und Kanten ich noch sehr gespannt bin. Dafür komme ich ganz bestimmt irgendwann wieder. Die letzten vier Tage dauer-rechtfertigen und Missverständnisse aufklären war aber einfach zu viel für mich und außerdem möchte ich noch die letzten Tage meines Teenagerdaseins  –auf die harte Tour  – ausleben, aber ohne Internet-Trouble bitte!

Adé,

Mervy Kay

83 Kommentare

  1. ich finde es nicht in Ordnung, Frauen die sich freizügiger anziehen mit prostituierten zu vergleichen und sogar als „Nicht Menschen“ zu bezeichnen.Und anders herum ist es selbstverständlich auch nicht in Ordnung. Aber denk mal nach, indem du auf diese Frauen, die dich beleidigen, auch reagierst begibst du dich automatisch auf deren Niveau.

    Fakt ist aber meine liebe, du kannst auch ohne Kopftuch herumlaufen und trotzdem Moslem sein.

    Und wusstest du, dass Frauen mit Kopftuch genau so viel Aufmerksamkeit erregen wie eine Frau mit Minirock?

    Wie viele Frauen mit Kopftuch, schminken sich extrem, tragen enge Kleidung und reizen die „regeln“ völlig aus…????? Wie viele Frauen machen heimlich nackt Bilder von sich und chatten heimlich mit Männern, schicken denen Nacktbilder und sonst was….???

    Auf jeden Fall bin ich eine Feministin und Moslem und es ist auch möglich beides zu sein. Ehrlich gesagt, regen mich öfters Frauen mit Kopftuch auch auf, weil die meisten eine richtige Doppelmoral leben. Und das wiederrum macht keinen Sinn.

    Du sollst deine „Reize verstecken“, Was ist ein Reiz? Wir Frauen sind von oben bis unten Schön, sollen wir deswegen einen ganzen Sack über uns tragen? Was ist mit den Männern? Die können doch genau so gut aussehen und uns „reizen“
    Es ist keine Gleichberechtigung da. Und vielen fehlt der Mut es zu hinterfragen. Viele haben auch angst und vielen fehlt auch die Bildung.

    Der Koran ist sooooo schön, aber er wird von vielen Falsch ausgelebt, da es auch einen großen Interpretationsfreiraum gibt.

    Nicht nur der Koran auch die Bibel und alle anderen Religionen.

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    • Du scheinst den Blogeintrag nicht verstanden zu haben, wenn du das Gleichnis mit den Prostituierten kritisierst.

      Außerdem finde ich es, nur um ehrlich zu sein, etwas dreist von dir, mir zu unterstellen, ich würde mich nicht reflektieren und meine Religion nicht hinterfragen.

      Das Hijab ist für jede Muslima unmissverständlich Pflicht, was auch deutlich im Koran steht. Dich über mich zu stellen und zu behaupten ich würde meine Religion falsch leben bzw interpretieren ist nicht nur anmaßend, sondern überhaupt auch sehr naiv.

      Wenn wir hier von Aufmerksamkeit sprechen, können wir auch gleich bei deinem Profilbild anfangen und dass du über andere Menschen urteilst, über die du nichts weißt, zeigt mir nur, dass du sehr egozentrisch und sozial inkompetent bist.

      Wieso soll eine Muslima nicht genau so Fehler machen dürfen, ob sie nun ein Kopftuch trägt oder nicht, wie jeder andere Mensch? Ist das Kopftuch ein Freischein für dich, deine Nase in ihre Angelegenheiten zu stecken? Es ist jedem seine eigene Entscheidung, was er mit sich und seinem Körpern macht und eine derartige Pauschalisierung von ein zwei deiner Bekannten auf alle Muslimas ist einfach bodenlos.

      Wenn du richtig liest, dann wird dir auch bewusst, dass ich nichts gegen Feministinnen schreibe, sondern deutlich differenziere, zwischen denen, die meine Religion als Frauenunterdrückend und patriarchisch sehen und denen, die mir eine eigene Persönlichkeit zusprechen.

      Vielen Dank, für einen im großen und ganzen freundlich gestimmten und wahrscheinlich wohlwollenden Kommentar und dein Interesse, aber ich kann nichts damit anfangen, wenn Menschen mir helfen wollen und damit meine Mündigkeit absprechen.

      Wenn du willst, kannst du mein Leben für mich leben? Wie du dein Leben lebst ist mir nämlich eigentlich ziemlich egal..

      Liebe Grüße,
      Merve

      PS: Tut mir Leid, falls mein Ton etwas scharf klingt, aber man muss auch damit rechnen, dass ich kontere, wenn man mir mit so vielen Vorurteilen ins Haus fällt.

      :/

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      • Du scheinst anscheinend auch meinen Kommentar nicht verstanden zu haben. Es war genau hervorsehbar, dass sobald mann hier einen Kommentar ablegt, mit so einer Reaktion gekontert wird. Stimmt, du musst ja auch deine Ansichtsweise richtig vertreten.

        Ich bin weder auf Seiten der Feministinnen noch auf Seiten der Kopftuchträgerinnen. Wie du auch hoffentlich lesen kannst, steht da dass es nicht in Ordnung von den anderen ist dich zu beleidigen oder sonst was.

        Ich habe auch nicht gesagt DASS DU deine Religion falsch auslebst. Lies mal richtig. Habe ich einmal das Wort DU erwähnt?

        Hast du den Koran gelesen? (Nur eine Frage bloß nicht wieder ein Satz mit „Urteilst du über mich, hast aber keine ahnung!)
        NENNE MIR DIE GENAUE SURE, wo es steht meine liebe, denn ich habe den Koran gelesen. Und ich habe mind. 10000 mal nachgeschaut. Ich urteile auch nicht über dich, sondern über die Frauen, die ein schlechtest Bsp. sind. Denn wenn man ein Kopftuch trägt, dann braucht man kein auffälliges Pinkes Kopftuch sondern ein schlichtes einfaches…. keine schminke oder keine enge jeans…aber das alles ist nicht auf dich bezogen, sondern auf das was man in der schule, uni und in den städten mit eigenen augen sieht!!

        Habe ich gesagt, dass du dein Kopftuch ablegen sollst? Nein. Ich will sagen, jedem DAS seine. SOLANGE MAN DEN RESPEKT VOREINANDER NICHT VERLIERT. Und das tust du hier eindeutig nicht mir gegenüber. Da ich dich nicht als naiv, sozial inkompetent und egozentrisch bezeichne. Da nützt dein „Es tut mir leid“ auch nicht viel. Ich wollte damit sagen, dass du ehrlich gesagt auf die meinung anderer nicht so viel acht geben sollst, denn wenn du mit deiner lebensweise

        Des weiteren sind es keine Vorurteile, sonders dass was ich gesehen hab. Selbstverständlich ist nicht jedes Mädchen so. Dennoch ist es verhäuft vorgekommen. Allein in der Universität.

        Mein Kommentar ist kein Angriff auf DICH, sondern eine Aussage, worüber mal man nachdenken sollte. Man sollte vieles hinterfragen.Desweiteren sollte die Religion sich ebenfalls Zeitnah ausgelebt werden, was ebenfalls im Koran steht.

        Und außerdem sollten wir als Moslems nicht versuchen uns gegenseitig zu sagen, was, wer, wo oder wie man es besser macht. Sondern wir sollten zusammenhalten und uns gegenseitig respektieren und lieben 😉

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        • Die BefürworterInnen des Kopftuches leiten die Verpflichtung der Verhüllung aus dem Koran ab. Sie berufen sich auf folgnede Suren:

          Sure 24, Vers 31
          Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck [d. h. die Körperteile, an denen sie Schmuck tragen; der Übers.] nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für einen Schmuck sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehe.
          [„Schmuck“ wird häufig auch übersetzt als „Reize“]
          [„Kleiderausschnitt“ wird häufig auch übersetzt als „Busen“]

          Sure 24, Vers 60
          Und für die unter den Frauen, die sich zur Ruhe gesetzt haben und nicht mehr zu heiraten hoffen, ist es kein Vergehen wenn sie ihre Kleider ablegen, ohne dass sie jedoch den Schmuck zur Schau stellen. Und besser wäre es für sie, dass sie sich dessen enthalten. Und Gott hört und weiß alles.

          Sure 33, Vers 59
          O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunter ziehen. Das bewirkt eher, dass sie erkannt werden und dass sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig.

          (Quelle: Der Koran. Übersetzung von Adel Theodor Khoury. Unter Mitwirkung von Muhammad Salim Abdullah. Mit einem Geleitwort von Inamullah Khan, Generalsekretär des Islamischen Weltkonkgresses. Gütersloh, 2. durchgesehene Auflage 1992)

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          • Ich lese da nichts von ICH MUSS ein kopftuch tragen 😉 Und da steht auch nicht dass du deinen Kopf bedecken musst. Alles eine Sache der Wahrnehmung.

            Und ich bin auch nicht die einzige, die dieser meinung ist. Ich respektiere deine ansichtsweise. Jedoch sollte es andersherum auch gelten.

            Des Weiteren ist eh aussichtslos, da ich dich sowieso nicht zu etwas bewegen will und du mich auch nicht zu etwas.

            http://www.alrahman.de/die-erfundene-religion-und-die-koranische-religion-kapitel-22-kopftuch-und-verschleierung/

            😉

          • Warum schreibst du dann, der Austausch sei aussichtslos?

            Ich fand’s einfach schade und verletzend, dass du meinen Blog liest und mich trotzdem nicht verstehst.

            Feel with Words.

          • Weil du sehr „Zickig“ Reagierst und ich ehrlich gesagt darauf keine lust habe.

            Ich verstehe dich vollkommen…..und du schreibst auch selber, dass man sich in andere menschen versetzen sollte. Aber selber machst du das nicht wirklich.

            Wenn man von etwas überzeugt ist, ist es ja schön und gut.

            Vor 40 Jahren wurden Juden verbrannt und die Mehrheit war davon überzeugt, dass es richtig sei. Vor 200 Jahren wurden Frauen mit roten Haaren verbrannt und die mehrheit dachte es sei in ordnung. Was ich damit sagen will, nur weil die mehrheit es denkt muss es nicht richtig sein. Die auslegung wie du den Koran verstehst ist wirklich individuell.

            und ich glaube auch, dass selbst du öfters an deine grenzen gelangt bist. da ich auch glaube, dass du in einem familienhaus aufgewachsen bist, wo es normal ist kopfttuch zu tragen.

            ich hoffe für dich, dass du auch mal eine andere sichtweise bekommst. (und das ist auch nicht negativ gemeint!!) Sondern einfach dazu da, dass dir deine augen geöffnet werden. (ebenfalls nicht negativ gemeint!)

    • >Und wusstest du, dass Frauen mit Kopftuch genau so viel Aufmerksamkeit erregen wie eine Frau mit Minirock?<>Wie viele Frauen mit Kopftuch, schminken sich extrem, tragen enge Kleidung und reizen die “regeln” völlig aus…????? Wie viele Frauen machen heimlich nackt Bilder von sich und chatten heimlich mit Männern, schicken denen Nacktbilder und sonst was….???<>Auf jeden Fall bin ich eine Feministin und Moslem und es ist auch möglich beides zu sein.<>Ehrlich gesagt, regen mich öfters Frauen mit Kopftuch auch auf, weil die meisten eine richtige Doppelmoral leben. <>Was ist ein Reiz?<>Wir Frauen sind von oben bis unten Schön, sollen wir deswegen einen ganzen Sack über uns tragen?<> Was ist mit den Männern?<>Es ist keine Gleichberechtigung da.<>Und vielen fehlt der Mut es zu hinterfragen.<>Viele haben auch angst und vielen fehlt auch die Bildung.<>Der Koran ist sooooo schön<>aber er wird von vielen Falsch ausgelebt<>da es auch einen großen Interpretationsfreiraum gibt.<<

      13.Dann kann man es nicht "Falsch" sonder nur anders ausleben. Btw. soviel zum Interpretieren gibts auch wieder nicht gibt genug eindeutige Beschreibungen muss man nur mal lesen.

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      • Nochmal weil was schief gegangen ist…

        >Und wusstest du, dass Frauen mit Kopftuch genau so viel Aufmerksamkeit erregen wie eine Frau mit Minirock?<>Wie viele Frauen mit Kopftuch, schminken sich extrem, tragen enge Kleidung und reizen die “regeln” völlig aus…????? Wie viele Frauen machen heimlich nackt Bilder von sich und chatten heimlich mit Männern, schicken denen Nacktbilder und sonst was….???<>Auf jeden Fall bin ich eine Feministin und Moslem und es ist auch möglich beides zu sein.<>Ehrlich gesagt, regen mich öfters Frauen mit Kopftuch auch auf, weil die meisten eine richtige Doppelmoral leben. <>Was ist ein Reiz?<>Wir Frauen sind von oben bis unten Schön, sollen wir deswegen einen ganzen Sack über uns tragen?<> Was ist mit den Männern?<>Es ist keine Gleichberechtigung da.<>Und vielen fehlt der Mut es zu hinterfragen.<>Viele haben auch angst und vielen fehlt auch die Bildung.<>Der Koran ist sooooo schön<>aber er wird von vielen Falsch ausgelebt<>da es auch einen großen Interpretationsfreiraum gibt.<<

        13.Dann kann man es nicht "Falsch" sonder nur anders ausleben. Btw. soviel zum Interpretieren gibts auch wieder nicht gibt genug eindeutige Beschreibungen muss man nur mal lesen.

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        • Sorry leute aber jemand der minderjährige mädchen an einen alten mann der mind 40 verheiratet mit der begründung des KORANS und Islams……DANN BITTE SAG MIR NICHT DASS ER DEN ISLAM anders auslebt. ;)))

          Antworten

        • Sorry leute aber jemand der minderjährige mädchen an einen alten mann der mind 40 verheiratet mit der begründung des KORANS und Islams……DANN BITTE SAG MIR NICHT DASS ER DEN ISLAM anders auslebt. ;)))

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        • Im Koran steht, dass unser Prophet der einzige Mensch ist, der den Koran ausgelebt hat und da im Koran die richtige islamische Lebensweise erklärt wird, denke ich nicht, dass irgendein Moslem den Islam stellvertretend könnte. 😉

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          • Wenn wir schon so klein karriert sind. Habe ich stellvertretend gesagt??? ;)) Was mach dann die ganzen moslems???

            Wie gesagt, ich bin wahrscheinlich genau so wie du ziemlich dickköpfig, und das würde eh kein ende nehmen.

            Wünsche dir noch einen schönen Tag.

        • Naja, eigentlich ja nicht.
          jeder daher gelaufene kann sagen, dass er Muslim ist. Wie wäre denn unsere Lage, wenn der Islam von Menschen abhängig wäre.
          Wenn man sich ein wahres BIld vom Islam machen möchte, sollte man nicht Murat, Ahmad, Fatma und Aisha anschauen, sonder eher mal einen Blick in den Quran und die Sunnah legen. Denn man wird im Jenseits nach d i e s e n Kriterien abgefragt und nicht nach denen, die die Menschen uns vorgeben, wenn du verstehst, was ich meine 🙂

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    • Wer gibt dir das Recht eine Muslim zu kritisieren und aufzufordern sich so zu kleiden wie du?
      Kannst du nicht das Persoenlichkeitsrecht eines anderen Menschen schlicht akzeptieren?
      Scheiss Besserwisserischer Feminismus.

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      • Was redest du das? Verstehst du nicht, dass ich sage dass beide seite sich nicht beschimpfen sollten und mit respekt behandeln sollten???

        wer lesen kann ist klar im vorteil!

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      • und lieber hansgeorg, da ich keine lust auf weitere diskussionen habe.

        Ich habe das recht auf freie meinungsäußerung. Kannst mal im GG nachschauen, wo es steht.

        und zweitens fordere ich hier niemanden auf…..

        Wie schon öfters erwähnt, ich sage, dass jeder jeden menschen respektieren soll.

        und zum thema „scheiss feminismus“ mit beleidigungen kommst du auch nicht weit.
        Habe ich was gegen den Islam gesagt? Nein.

        Nächstes mal nochmal lesen und vllt auch mal zwischen den Zeilen lesen.

        Liebe Primamuslima, sorry dass ich hier die ganze zeit kommentiere. jedoch lasse ich solche kommentare einfach nicht auf mich sitzen. ich hoffe auch dass du in einer gewissen art und weise mich verstehen kannst. 😉

        wünsch dir n schönen tag.

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      • Das denke ich über den Feminismus oft auch. Dass er einfach besserwisserisch ist. Jeder sollte sich um seinen eigenen Krempel kümmern, statt die Welt mit seinem Gesinnungsschrott zuzumüllen.

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  2. Hm…das problematische an der Geschichte ist der Gedanke, dass Kommentare ja unpersönlich seien und daher gern heftig sein dürfen. Dir eine solche Beleidigung an den Kopf zu schmeißen und so zu tun, als würde man damit nicht persönlich verletzen ist ein Widerspruch an sich, denn zuvor fühlte sich Sheera offensichtlich angegriffen, sonst hätte sie eine andere Form der Diskussion gewählt.
    Das ist übrigens der Grund gewesen, warum es mir neulich so wichtig war, klarzustellen, was ich mit meinem Eintrag meinte, als du so heftig darauf reagiert hattest.
    Die Diskussionen, die da entstanden, hatten am Ende nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun und es ging nur noch um Pseudorechtfertigungen von Aussagen. Denn eigentlich ging es allein darum, ob ein Mann das Recht (oder gar Anspruch) auf eine Frau hat oder eigentlich, ob ein Mensch den Anspruch auf einen anderen Menschen hat und da dürfte Einigkeit herrschen, denn das Recht hat niemand.
    Schön, dass du aus jenen Diskussionen den positiven Aspekt mitnehmen konntest und nicht die Aggressivität einer Person.

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    • Ich glaube Sheeras einziges Problem ist, dass sie den Islam nicht richtig mag und das nicht so gut zeigen kann.

      Wahrscheinlich sind ihr Muslime eigentlich egal, so lange sie in ihren eigenen Löchern bleiben, aber mit dem Kommentieren eines Männerrechtlerblogs habe ich wohl ihr Revier betreten.

      Mich hat das gestern echt etwas weggehauen, so dass ich die Nacht kaum schlafen konnte und heute etwas krank bin. Es hat mich einfach so aus der Fassung gebracht, dass sie glaubt mir völlig berechtigt absolut irrationale Vorwürfe an den Kopf zu schmeißen..da komme ich mit logischer Argumentation gar nicht gegen an.

      Leider weiß ich eben auch, dass sie nicht alleine ist, weil mir immer wieder ähnlich eingestellte Personen begegnen, die sich aber weniger ungeschickt anstellen.

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      • Ich kann mir nur vorstellen, wie sehr einen so etwas trifft, weil ich selbst nie in der Situation war, mich für einen Teil meines Lebens zu rechtfertigen, der eben zu mir gehört, der mich aber nicht ausmacht. Irgendwie wirst du dir da wohl ein dickes Fell antrainieren müssen, denn da stimme ich dir zu, es gibt davon noch mehr Personen. Aber dennoch finde ich es gut, dass du bereits nach dem richtigen Weg im Umgang mit solchen Leuten suchst, nämlich einfach das mitzunehmen, was dabei gut gelaufen ist, also die ehrliche Unterstützung der anderen Blogger. Das traurige an jener Form von Kommentar ist ja eben auch, dass es ihr nicht um eine Diskussion geht, sondern darum, recht zu haben und andere zum Schweigen zu bringen. Und damit tut sie genau das, wofür sie die Männer verteufelt, nämlich dass wir andere Meinungen unterdrücken und nicht zulassen.

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        • Wenn ich Juristin werden will, muss ich lernen, verschiedene Ansichten nachvollziehen zu können..selbst bei Themen, die mir persönlich nahe gehen.

          Ich denke immer so „Es gibt Ben und deshalb gibt es auch andere Menschen, die so denken, wie Ben. Es gibt mich, deshalb gibt es auch andere Menschen, die so denken, wie ich. (usw) ..weil man nie der einzige Mensch auf der Welt sein kann, der so denkt“

          So kann man „das Gute“ vor seinem inneren Auge vergrößern, statt immer vor „dem Schlechten“ Angst zu haben.

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  3. Schreibt sich leicht, ich weiss. Nimm es nicht persönlich. Muttersheera kennt nur schwarz und weiss. wer nicht für ihre meinung ist ist gegen sie persönlich und muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Dass dann auch noch bei einer Frau.. mit der kann ja was net stimmen 😉
    Dass du aber kein Mitleid mit „Nutten“ hast, nehme ich dir, nach allem was ich bislang von die gelesen habe, nicht ab. Das sind genauso Menschen wie andere auch, und natürlich kann es denen auch schlecht gehen und ganz sicher weckt das auch Mitleid in dir. Du bedauerst sie nicht, weil sie sich ihren Job ausgesucht haben, aber eine Prostitierte, die einen Angehörigen verloren hat, wirst du kaum nicht bemitleiden, oder?

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    • Du kennst mich besser, als du glaubst. Die vulgäre Ausdrucksweise dient nur der rhetorischen Unterstreichung meiner Aussage und selbstverständlich habe ich nichts gegen Prostituierte.

      Meine Aussage wurde hier auch völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Du kannst das ja eventuell noch mal alles in vollständiger länge lesen, wenn du es dir antun möchtest.

      Ich bemitleide Prostituierte trotzdem nicht, dh generell nicht, wenn sie Mitleid brauchen, wg Zwang etc. natürlich schon. Ist ja selbstverständlich und menschlich. Ich möchte als Muslima aber zB auch nicht bemitleidet werden, weil ich mich nicht als Opfer sehe und auch nicht auf diese erniedrigende Art herabgesenkt werden möchte.

      Ich kenne Muttersheera nicht, aber es gibt viele andere, die so denken, wie sie, mich das spüren lassen und auch offen zeigen. Darauf bin ich eigentlich nie vorbereitet, weil ich immer mit einer positiven Grundeinstellung an Menschen herangehe, die ich nicht kenne. So trifft mich das eben jedes mal aufs neue und das Video gestern mit dem begleitenden Dirty Talk und der Beleidigung war einfach absolut zu viel.

      Das greift mich in meiner Persönlichkeit, meiner Sexualität und meinem Glauben an und so lange ich das so empfinde, denke ich auch nicht, dass ich übertreibe.

      Es hat sich einfach zu viel aufgestaut in letzter Zeit, aber für solche Fälle habe ich ja den Blog und Leute die zu mir stehen.

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      • Warum sollte dich wer wegen deines glaubens bemitleiden? Käme mir nicht in den Sinn.
        Einen meiner Freunde hatte ich mal bemitleidet, als wir zusammen auf den Philippinen arbeiteten, Rammadan war, wir im Auto sassen und die Klimaanlage ausfiel. 3h fahrt ohne wasser bei 35°. Das mitleid war aber fehl am platze. er hätte jederzeit trinken können, aber er ging an seine grenzen. Ich glaube aber, der mango-shake nach sonnenuntergang hat ihm selten so gut geschmeckt wie an dem abend 😉

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        • Ich glaube das „Mitleid“ immer eines der Gefühle ist, die man dem Betroffenen einfach nicht zeigen sollte oder die Fehl am Platz sind.

          Mitleid bei Todesfällen, bei Jobverlust etc auf der einen Seite und auf der anderen Seite das Mitleid bei selbstbestimmten Handlungen.

          Man muss eben unterscheiden zwischen Sympathie und Empathie.

          Das schlimmste Mitleid kommt von Leuten, die glauben einem helfen zu können, wenn man ihre Hilfe überhaupt nicht will..Ich sollte dazu einen Blogeintag schreiben, aber es kommen eigentlich immer wieder von anderen Gute Beiträge zu dem Thema. Beispielsweise:

          http://malture.com/2014/03/25/das-hilfedebakel/

          oder: http://mervykay.wordpress.com/2014/04/21/hilfe/

          Wenn ich so etwas lese und damit sehe, dass ich mit meiner Einstellung nicht alleine stehe, komme ich mir auch gleich weniger asozial vor und verstehe auch besser, warum ich mich mit diesen Leuten gut verstehe.

          Ich finde es klasse, dass du so viele Erfahrungen in deinem Leben gesammelt hast und vor allem, wie du damit umgehst.

          Von dir können einige eine Scheibe abschneiden. Ich auch. 🙂

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      • „selbstverständlich habe ich nichts gegen Prostituierte.“

        Wie formuliere ich das jetzt nur auf eine Deinen Selbstwert schonendere Weise?

        Ich versuchs mal so:
        Du lügst.

        Beweisstück 1 aus dem hiesigen Text:

        „Solche Frauen sind faktisch gar keine Menschen, sondern eigentlich nur Prostituierte eben.“

        Beweisstück 2: Deine kurze wie prägnante Einstiegsfrage samt den von mir vor meinem Angriff zitierten Aussagen in Christians „entitlement“-Diskussion, Du weißt schon:

        „Wozu gibt es eigentlich Nutten?“

        So startet eine Heilige in eine Diskussion?

        Siehst Du: wieder was gelernt!

        Ich hab ja schon geschrieben, wie das im Zusammenhang mit dem Folgenden bei mir ankam. Dem hast Du m.W.n. bisher nicht wiedersprochen, vielleicht möchtest Du das noch nachholen.

        Wie Du Deine Religion lebst interessiert mich einen feuchten Kehricht.
        Also zumindest verglichen mit dem, was Du da meintest absondern zu müssen.

        Antworten

        • Und ich schreibe AUCH:

          „Ich trage Kopftuch und je bedeckter eine Frau, je mehr Stoff, je weniger Konturen, je weniger Haut, je weniger Schmuck, desto keuscher, desto untergebener, desto abhängiger, desto unemanzipierter, unmündiger, desto dümmer ist eine Frau. Ich bin faktisch gar kein Mensch mehr, sondern eigentlich nur noch ein Kopftuch.“

          DARAN siehst du dass das IRONIE ist. Mal was von rhetorischen Mitteln gehört?

          Wenn man jmd falsch verstehen will, dann tut man das auch und meine Einstiegsfrage, nennt man „Eine Hyperbel in einer rhetorischen Frage“..langsam zweifle ich wirklich an deinem Intellekt und deshalb werde ich jetzt auch keine Stellung zu den anderen Punkten beziehen.

          KEIN SINN muttersheera..bitte lass dir helfen!

          Antworten

          • „Und ich schreibe AUCH“
            anderen Blödsinn.
            Hatte ich bemerkt, ja.

            „Mal was von rhetorischen Mitteln gehört?“

            Nicht nur das, Kindchen.
            Ich hab sie sogar mit noch durchschlagenderem Erfolg angewandt als wie Du.
            😉

          • Warum können wir nicht einfach ganz normal miteinander sprechen?

            Es ist so anstrengend sich aufzuregen.

          • Dich Ernst nehmen zu wollen erfordert auch Einiges an Anstrengung.

            Jetzt willst Du plötzlich also doch normal mit mir sprechen, trotz Deiner behaupteten Zweifel an meinem Intellekt.

            Aber worüber denn? Du hattest und hast doch wohl auch immernoch keine Lust, Stellung zu Deinen Aussagen zu beziehen?

            Und die Bitte an Dich, mal den Koran im Hinblick auf Prostituierte/Prostitution zu zitieren, kann ich mir wahrscheinlich auch sparen, nehme ich an.

            Von daher… looks like Zeitverschwendung.

          • Aber um noch was Nettes zu sagen:
            Du hast eine wirklich erstaunlich offene Kommentarpolitik, nachdem Du nichtmal Erstkommentare neuer User freischaltest.
            Du Adrenalin-Junkie, Du
            😉

          • ?
            Steht doch da.

            Langform: die meisten Blogeigner (m/w) haben m.B.n. die Einstellungen so gewählt, dass sie zumindest Erst-Kommentare neuer Benutzer freischalten müssen, und dann nochmal ab einer gewissen Link-Anzahl innerhalb des Kommis.

            Du bist offenbar liberaler.
            Das, immerhin, bewundere ich.

          • Achso..danke ^^ Finde ich quatsch, weil das meiner Meinung nach einer Zensur nachkommt.

            Ich will hier ja einen offenen Meinungsaustausch und keine Diktatur, wie in Saudi-Arabien.

          • scroll nach oben…
            oder such innerhalb dieser Seite nach dem Ausdruck.
            Das schaffst Du schon, da hab ich vollstes Vertrauen.

          • Ach das meintest du. Hab gedacht das sei schon abgehackt, weil ich doch bereits sagte:
            1. Ich sehe Prostituierte, genauso als Menschen, wie auch Muslime. Beide „Frauengruppen“ werden von einigen „Schwarzer“-Feminismus-Anhängern nicht als solche betrachtet.
            2. Mann heult „Ich hatte noch nie Sex, keine Frau will mich..ich töte jetzt einfach mal ein paar Menschen deswegen!“ und meine Ironische Antwort darauf „Das heißt also, dass eine einzige Prostituierte, die sich erbarmt hätte, heldenhaft diese Menschen hätte retten können!“
            ..so, verstehst du? Das sollte witzig sein, denn so ist eben meine Art meine Liebe. Entweder du verstehst meinen Humor nicht oder du hast das einfach völlig in den falschen Hals bekommen. Das wäre aber gar nicht untypisch, denn Frauen jeglicher Couleur scheinen oft an Wahrnehmungsstörungen zu leiden und da schließe ich mich selbst mit ein. 😉

          • „Ich sehe Prostituierte, genauso als Menschen, wie auch Muslime. Beide “Frauengruppen” werden von einigen “Schwarzer”-Feminismus-Anhängern nicht als solche betrachtet.“

            Ich nehme an, Du hast zahlreiche Belege für diese Behauptung?

            „Mann heult “Ich hatte noch nie Sex, keine Frau will mich..ich töte jetzt einfach mal ein paar Menschen deswegen!” und meine Ironische Antwort darauf “Das heißt also, dass eine einzige Prostituierte, die sich erbarmt hätte, heldenhaft diese Menschen hätte retten können!”
            ..so, verstehst du? Das sollte witzig sein“

            Jetzt wo Dus sagst… äh, nein, nicht mein Humor, und das war für Außenstehende – i.e. moi – tatsächlich auch nicht als Späßchen-Versuch unmittelbar erkennbar, meine ich.

            Davon ab: nach dem, was man über den Rodger weiß, hätte ein pay-sex-Kontakt sein Minderwertigkeitsgefühl, welches ihn dazu trieb wahllos Leute – in der Vorab-Phantasie vorallem Frauen – zu erschießen, womöglich kaum beeinflusst. Also zum Positiven.

            Kam Dir bei der Überlegung denn auch der Gedanke, dass er vielleicht ebenfalls eine Gefahr für die hypothetische Prostituierte, die er hätte aufsuchen können, hätte darstellen können?

            Spekulation, klar.
            Aber aus der jetztigen Perspektive m.A.n. eine näherliegende als die Deine.

            „Das wäre aber gar nicht untypisch, denn Frauen jeglicher Couleur scheinen oft an Wahrnehmungsstörungen zu leiden und da schließe ich mich selbst mit ein.“

            Du disst Dich selbst für meinen Geschmack deutlich zu häufig.
            Und bitte im Grundgedanken „Frauen“ durch „Menschen“ ersetzen.
            Verblendung ist ja nix Geschlechtsspezifisches.

          • „Ich nehme an, Du hast zahlreiche Belege für diese Behauptung?“ – Ich empfehle dir Fiona Lichtblau, Anne Helm, SocialJusticeWorrier, etc. ohne deren Tweets ich vor einem halben Jahr Anhängerin des islamischen Feminismus geblieben wäre.

            „Außenstehende – i.e. moi“ – Das nächste mal schicke ich Chris meine Anmerkungen zu seinem Blog privat. Ich glaube der versteht mich. 😉

            „ein pay-sex-Kontakt“ – Ich hab dir schon mal erklärt, dass mir das erst später klar geworden ist.

            „Spekulation, klar.“ – Ich finde meine Spekulation, dass die meisten Menschen viel gelassener wären, wenn sie nicht so untervögelt rumvegetieren würden.

            „Menschen“ – Ich bin auch ein Vertreter von Humanismus, aber ich leugne auch nicht, dass mich gewisse Dinge mit gewissen Menschengruppen stärker verbinden.

            Abgesehen von allem finde ich es wirklich entspannend eine so unaufgeregte Konversation mit dir führen zu können.

          • „Ich empfehle dir Fiona Lichtblau, Anne Helm, SocialJusticeWorrier, etc.“

            Da rächt es sich, dass ich weder bei Twitter bin, noch sonstwie allzutief in die entsprechende Filterbubble eingedrungen bin.
            Von diesen Namen erkenne ich spontan nur einen, und den selbstverständlich in negativem Zusammenhang.
            Machste nix.
            Und die haben also etwas geschrieben, dass Dich schließen lässt, dass sie weder Muslimas noch Prostituierte als Menschen betrachteten?

            „ohne deren Tweets ich vor einem halben Jahr Anhängerin des islamischen Feminismus geblieben wäre.“

            Moment: Du sagst Dich von einer wichtigen, politischen Bewegung los, weil eine handvoll TwittererInnen irgendwelchen Mist erzählen, der Dir das Gefühl gibt, sie sähen Dich nicht als Menschen?
            Weil besagte Personen oberflächlich betrachtet unter demselben Banner, Feminismus eben, laufen? Obwohl sich beide Bewegungen historisch und faktisch aus recht unterschiedlichen Quellen speisen dürften?
            Srsly?

            Ist Dir die Thematik vielleicht doch nicht wichtig genug?
            frag ich mich da spontan…

            „Ich finde meine Spekulation, dass die meisten Menschen viel gelassener wären, wenn sie nicht so untervögelt rumvegetieren würden.“

            ¿Qué?

            Na, also jetzt bin ich sprachlos.
            Laut prima-Kopftuch-Muslima führt der Weg zur Gelassenheit übers rumvögeln, lese ich da raus.

            Ist bestimmt wieder mein Fehler.

            If not:

            You’re unbelievable!

          • Meine Eltern haben mir beigebracht, dass Frauen und Männer gleich viel wert sind und dass ich meine Interessen und Ideale vertreten muss.

            Durch die Junge Islam-Konferenz kam ich dann auf den Islamischen Feminismus:

            http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/IslamGender/Feminismus/feminismus-node.html

            Damals war mir noch nicht klar, dass Feminismus nicht heißt, sich für gleiche Rechte und Gerechtigkeit einzusetzen, sondern eine menschenverachtende und stereotypisierende Bewegung darstellt. Mit den Tweets solcher Frauen konnte ich mich nicht identifizieren und habe angefangen mich stärker damit auseinanderzusetzen. Tatsächlich sind Alice Schwarzer und alle ihre Anhängerinnen mit ihr gegen „Die Unterdrückung der Frau durch den Islam“ womit bei genauerer Betrachtung Kopftuchtragen schon mit rein zählt und auch gegen Prostitution. Lies einfach ein paar Bücher von ihr oder schau dir ein paar YouTube-Videos an. Falls dir das nicht reicht kann ich dir meine Seminararbeit zu dem Thema schicken oder meine Quellen. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass die Ansichten, die ich habe durchaus in die Maskulinistische Richtung gehen, würde mich aber trotzdem nicht als Männerrechtlerin bezeichnen, sondern einfach nur ein Mensch, der für Gerechtigkeit ist.

            Zu letzterem kann ich nur sagen: Im Koran steht an so vielen Stellen, dass die Ehe die Hälfte der Religion ist, dass man sich „besähen“ lassen soll, dass man sich vermehren soll, blablabla..Ich empfinde schon, dass Sex und Islam sich super vereinbaren lassen und es überrascht mich, dass dich das so wundert. 😉

          • „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass Frauen und Männer gleich viel wert sind“

            Dann ist es für Dich bestimmt ein Problem, wenn irgendwo im Namen des Islam vertreten wird, dass die Aussage einer Frau nur halb so wertvoll sei wie die eines Mannes, z. B.?

            „Tatsächlich sind Alice Schwarzer und alle ihre Anhängerinnen mit ihr gegen “Die Unterdrückung der Frau durch den Islam” womit bei genauerer Betrachtung Kopftuchtragen schon mit rein zählt und auch gegen Prostitution. Lies einfach ein paar Bücher von ihr oder schau dir ein paar YouTube-Videos an. Falls dir das nicht reicht kann ich dir meine Seminararbeit zu dem Thema schicken oder meine Quellen.“

            Letzteres: bitte gern (Mailadresse hast Du ja).

            Aber ich muss Dich vorwarnen: ich hab fast das Gesamtwerk der Schwarzer zu Hause! Und weiß daher auch, dass sie vornehmlich von Islamismus als politischer Bewegung (die Frauenrechte abstreitet und bekämpft) im Gegensatz zum Islam spricht. Als Zahl ausgedrückt würde ich meine Zustimmungrate zu ihren Ansichten gefühlt bei etwa 70 % ansiedeln, was mich im Verhältnis zu sehr vielen Anderen zum Fan macht.

            Die Kopftuchfrage gehört zu denen, die ich unterschiedlich je nach Gesellschaft/politischer Lage bewerte. Will heißen: in Scharia-geprägten Ländern, in denen für Frauen gesetzlich Verhüllungspflicht besteht, muss es zweifellos darum gehen, dieses Ge- oder vielmehr Verbot aufzuweichen. Hier bei uns finde ich es z. B. falsch, dass katholische Nonnen verschleiert unterrichten dürfen, Muslimas aber nicht. Frankreich kritisiere ich dafür, dass sie den öffentlichen Nahverkehr für Burka-Trägerinnen verboten haben. Von der Türkei hab ich gehört, dass Studentinnen ihr Kopftuch innerhalb des Gebäudes abzunehmen hätten, aber für die Putzfrau der Uni gilt dasselbe dann inkonsequenterweise wieder nicht, und das finde ich unverständlich (wobei ich natürlich für das Ende offizieller single-sexed Bekleidungsvorschriften eintrete). Für Regionen, die von (langanhaltenden) militärischen Konflikten heimgesucht werden, gilt a.m.S. wieder ein eigener Bewertungsmaßstab… usw.

            Kompliziert, find ich selber, aber so ist die Welt eben.

            „Im Koran steht an so vielen Stellen, dass die Ehe die Hälfte der Religion ist,“

            Die Hälfte der Religion sei „nikah“ = Heirat/Sexualverkehr
            Ja, das hab ich gelesen. Der Teufel steckt im Detail (s.u.)

            „dass man sich “besähen” lassen soll, dass man sich vermehren soll, blablabla..Ich empfinde schon, dass Sex und Islam sich super vereinbaren lassen und es überrascht mich, dass dich das so wundert.“

            Es kommt ja schon auch darauf an, welcher Sex genau.

            Gegenüber der Religion, der ich (zumindest formal) angehöre (röm. kath.) ist der Islam deutlich sex-bejahender, das sei mal zunächst diskussionslos zugestanden und festgestellt (wenn Du wissen willst, wie kaputt „unsere“ Sexualmoral wirklich ist, empfehle ich nachdrücklich „Eunuchen für das Himmelreich“, hier ein Interview mit der Autorin: https://aktuell.evangelisch.de/artikel/21471/uta-ranke-heinemann-nichts-habe-ich-erreicht)

            Also zumindest hinsichtlich dem Sex gegengeschlechtlich verheirateter Partner inkl. Erlaubnis von Verhütungsmitteln (oder auch Schmerzmitteln während der Geburt, typisch katholisch ist: „die Mutter muss leiden“, abgeleitet aus: „unter Schmerzen sollt ihr gebären“ <- dazu gibts m.W.n. glücklicherweise kein einflussreiches Äquivalent im Islam).

            Bei Homo- wie auch vor-/außerehelichem Sex, Abtreibung und Masturbation sind sie eineiige Zwillinge.

            Und, sagen wir mal so, ich habe den Eindruck, der Islam erkennt einer Ehefrau andersrum dann wieder ziemlich explizit ab, Sex verweigern zu dürfen.
            Außer Dienstags. Warum auch immer.

            Finde ich auch nicht unproblematisch.

            Warum ich so überrascht war:
            naja, ich hatte mir Dich nicht als verheiratet vorgestellt.
            Und für ne Jungsfrau kam Dein Statement dann doch etwas zu hippiesk rüber…

            Darf ich nochmal total indiskret werden und verraten, welche bildliche Assoziation ich unweigerlich herstelle im Zusammenhang mit dem Wort "Kopftuchfrau" o.ä.?

            Diese:
            http://asset-e.soup.io/asset/4581/9940_ed0b.jpeg

            Ja, ich gebe zu:
            deep down of me
            there's a political incorrect weirdo
            hiding

            http://asset-a.soup.io/asset/4251/0108_aa50.jpeg

            Funny or not?

          • Ok, also jetzt musst Du mich doch mal aus dem SPAM-Ordner rausangeln, oder so 🙂

  4. Auch wenn man grade in der virtuellen Welt sicher eher mit derartigen Sätzen Rechnen kann, so dreht sich mir echt der Magen um. Mal eben ein Faustschlag von rechts, direkt drauf, da freue ich mich besonders über deinen so souveränen schönen Artikel dazu…
    Es ist schon so, das Menschen, sobald sie sich in ein Thema fallen lassen, sich quasi völlig auffressen lassen, egal sogar für was der Inhalt steht, häufig einen solchen extremen Tunnel haben, und wirklich nur noch bei schwarz außen oder weiß außen landen. Da kann man ihnen immer nur raten, zurück zutreten, viele viele Meter, Abstand erstmal gewinnen um dann einen klareren Blick auf sich und ihren Umgang mit anderen Menschen zu finden.

    Antworten

    • Du redest so, als würdest du ähnliche Situationen kennen und dich wirklich in mich hineinversetzen können.

      Ich möchte gerade auch wirklich einfach nur Abstand, Luft holen und dann weiter kämpfen.

      Das wird nie aufhören und wenn ich nicht auf mich aufpasse, gehe ich irgendwann kaputt von so etwas.

      Antworten

      • Ja, ich kann eine Menge davon verstehen. Gern mehr dazu, wenn auch nicht im offenen Blog.
        Wobei mein Satz auch besagte Frau meinte, die dich verbal so beleidigte.

        Und nein, du gehst nicht kaputt, ganz sicher. Du musst nur aufpassen, das das Negative kein Zuhause bei dir findet 😉

        Antworten

  5. Es ist nervenschonender, sich nicht über solche Trollereien zu ärgern.
    Derartige Äußerungen werfen vor allem ein bezeichnendes Licht auf den, der sie macht.

    Ich trage übrigens selbst gerne ein Kopftuch, wenn das Wetter feucht, kühl oder windig ist.
    An meine Oma (stockkatholisch, einfache Bauersfrau) kann ich mich kaum noch ohne Kopftuch erinnern.

    Antworten

    • Vor allem das fettgedruckte möchte ich ausdrucken und an mein Bett kleben. 😉

      Es stimmt, dass das Kopftuch hier gar nicht so fremd ist, wie man ja auch an traditionellen Trachten sieht, wo oft statt Hut auch Tuch getragen wird.

      Das ist mitunter ein Grund, warum ich nicht verstehe, warum das so viele Menschen, so sehr stört.

      Antworten

      • Wirklich einfach nicht aufregen. Das ist normal und man merkt ja – es hat oft einfach kein Sinn. Die kostbare Zeit, haben diejenigen verdient, die aufrichtig Antworten möchten.

        Leute die beleidigend und hasserfüllt sind lässt man mit ihrem Hass am besten allein.

        25.63. Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Toren sie ansprechen, sagen: „Frieden!“ (Bubenheim)

        Antworten

  6. Salam allaikum und Hallo,

    gerne möchte ich auf deinen letzten Satz eingehen. Darüber hab ich mich nämlich auch jahrelang den Kopf zerbrochen und hab bisher folgendes Zischenfazit: Ich denke, dass die meisten dieser Menschen innerlich viel zu unsicher sind, über das wer sie sind und was ihr Leben im Kern ausmacht. So fühlen sie sich schnell persönlich angegriffen, wenn jmd wie wir, also ein,e überzeugte Muslim,a, kommt und meint, die völlige Erleuchtung zu haben 🙂 Wir sind davon überzeugt zu wissen, was uns ausmacht, was das Ziel unseres Lebens ist und wie wir es erreichen können. Diese selbstbewusste Überzeugung tragen wir dann auch mal nach Außen, zB mit einem Bart oder einem Kopftuch.
    Hinzu kommt, dass unsere Philosophie mit der der mehrheitlich atheistisch geprägten Gesellschaft im völligen Kontrast steht. Wir stellen uns in fast jeden Aspekt gegen den Mainstream. Wir kleiden uns nicht wie die H&M-Models, trinken kein Beck’s Gold nach dem Feierabend und Strandurlaub auf Mallorca machen wir auch nicht. Somit fallen wir besonders als junge Menschen negativ auf, da wir uns nicht an die „work-hard-party-harder-Generation richten wollen.

    Aber das sind nur subjektive Wahrnehmungen meiner Seits und die Gründe können genau genommen unendlich sein…

    Antworten

  7. Zu der „never ending story“, ob nun ein Kopftuch Pflicht ist für eine Frau oder nicht, wollte ich erwähnen, wie erschreckend ich die Kurzsichtigkeit meiner Menschen bezüglich der Quellen und Inhalte des Islams finde.
    Immer wenn man auf das Kopftuch zu sprechen kommt, heißt es „aber es steht nicht im Koran drin!“.
    Als ob Allah (t) in seinem kostbaren Buch folgenden Satz eingetragen hätte, damit es auch Alle verstehen:
    „Man nehme ein blickdichtes Tuch, mind. 100x100cm groß, falte es in der Mitte, lege es auf den Kopf und bedecke die gesamte Kopfbehaarung. Im Anschluss befestige man das Tuch mit einem Pinn. Falls dieser nicht vorhanden, kann man auch auf eine Stecknadel zurückgreifen.“

    Ich glaube sogar dann kämen einige mit „Aber da steht nicht…..“.

    Wie kommt es eigentlich, dass sie noch nie jmd sich beschwert hat, dass man im Gebet die Hände faltet oder seine Stirn auf dem Boden legt? Oder dass man Pflichtgebete und freiwillige Gebete verichtet? Dieses und vieles vieles mehr steht auch nicht im Koran. Sollen wir jetzt damit aufhören und jeder betet wie er es für richtig hält?

    Warum kritisiert das niemand? Und vieles vieles andere, was wir machen und aus der Sunnah des Propheten (Allahs Segen und Frieden auf Ihn) entnommen haben???

    Statistisch gesehen besteht nur 6% des Koran aus festen Regeln und Gesetzen, der überaus größere Teil beschreibt die Philosophie, die Geschichte des Monotheismus, die Allmacht Allahs und vieles Mehr.
    Alle anderen notwendigen Hinweise, um diese Theorie in die Praxis umzusetzten, entnehmen wir aus der Sunna des Propheten Mohammed (Gottes Segen und Frieden auf Ihn).

    Das ist scheinbar auch den Geschwistern von alrahman.de entgangen zu sein. Gerne greif ich ein Thema auf ihrer Seite raus, dem Alkohlkonsum. Hier werden mehrere Ayat aus dem Koran genutzt und ausführlich erläutert. Aus dem Zitat:

    5:90: O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Heilige Steine und Hei
    ligenschreine sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet ihn, auf dass ihr erfolgreich seid;“

    frei interpretiert, dass Gott uns „empfohlen“ hat, keinen Alkohol zu trinken und kein gänzliches Verbot ausgesprochen hat. Hier deren Fazit dazu:

    „Kurz zusammengefasst: der Koran verbietet Khamr nicht gänzlich, aber gebietet sich von diesen Substanzen zu distanzieren, sie zu meiden. Der persönliche Erfolg wird im Koran davon abhängig gemacht.“
    http://www.alrahman.de/alkohol-drogen-und-berauschendes/

    So eine an den Haaren herbeigezogene Argumentation, falls man sie als solche bezeichnen kann, hab ich selten gelesen!
    Nach deren Philosophie ist offensichtlich alles relativ, ob man Glücksspiel betreibt, Alkohol trinkt, seine Scham hütet usw, Allah sieht das schon nicht so eng und Hauptsache das Herz ist rein….

    wasalam

    Antworten

  8. Es zeugt jedenfalls von Souveränität, eine Beleidigung, die einen hart getroffen hat, als Titel eines Blogeintrags zu nehmen. Wirkt auf mich „Natürlich könnt Ihr mich mit Worten verletzen, aber Ihr werdet mich nicht kleinkriegen.“

    „Die letzten vier Tage dauer-rechtfertigen und Missverständnisse aufklären war aber einfach zu viel für mich und außerdem möchte ich noch die letzten Tage meines Teenagerdaseins -auf die harte Tour – ausleben, aber ohne Internet bitte!“

    Eine gesunde Einstellung, viel Spaß dabei! Und… huch, noch so jung?

    Antworten

  9. Jemanden wegen seiner Kopfbedeckung zu be- oder verurteilen, ist genauso bekloppt wie eine Person nach der Art ihrer Schuhe zu bewerten.

    Ich halte beispielsweise unbedeckte Schultern für ganz schön unzüchtig, toleriere das aber auch, wenn Frauen sich unbedingt so kleiden, bzw. entkleiden.

    Soll Jede(r) so halten, wie es gefällt.

    Antworten

    • Danke. Diese Meinung wird auch nicht jeder mit dir teilen, da immer noch die Meinung vorherrscht „Kleider machen Leute“. Deswegen braucht es jedoch keiner Herabsetzung.

      Deinen Schlusssatz nehme ich mit! 😉

      Antworten

  10. Was das Thema „Feminismus und Liberalität“ angeht, habe ich kürzlich eine äußerst interessante (Auto-) Biographie gelesen (genau genommen als Hörbuch gehört): „My Romantic Love Wars“ von Betty Dodson.

    Eine wirklich außergewöhnliche Frau beschreibt ihr Leben, welches sie konsequent gegen alle Konventionen sebstbestimmt gelebt hat. Wahrlich faszinierende Lektüre!

    http://www.amazon.de/My-Romantic-Love-Wars-Sexual/dp/B00NTQFPC0

    Antworten

  11. Ooohaa. Dass das so ein brisantes Thema ist, hätte ich nicht gedacht. Also dass es manchen Leuten so schwer fällt, andere samt ihrer Kleidung oder nicht Kleidung zu akzeptieren… Nennt mich kindisch, aber wenn es darum geht, jedem seine Entscheidung zu lassen, was Religion und Klamottenwahl, dann behalte ich gerne eine unvoreingenommene, naive Haltung.
    Ich bin erschrocken, dass das überhaupt Diskussionspunkt ist. Warum sollte man sich denn davon gestört fühlen, was andere tragen? Ich fände es vielleicht schade, wenn ich mich mit einer Frau unterhalte, die komplett verschleiert ist, sodass man das Gesicht nicht mehr sieht, weil das die Kommunikation vermutlich schon einschränkt. Aber ob jemand auf dem Kopf jetzt rote Haare, blaue, lila oder schwarze Haare, Locken, einen Afro oder ein Kopftuch hat, geht mich doch nichts an? Ehrlich gesagt glaube ich persönlich, dass man vorsichtig damit sein muss, Bibel, Koran oder was auch immer (also Bücher, die vor sehr langer Zeit geschrieben wurden), wörtlich zu nehmen. Damals war überall auf der Welt die Meinung verbreitet, Frauen seien den Männern untergeordnet. Das kann man ja heute ganz anders sehen. Ich denke jedenfalls nicht, dass irgendein Gott das so vorgesehen hat. Damit meine ich auch gar nicht, dass ein Kopftuch Frauen untergeordnet macht! Sondern nur, dass ich diese Einstellung u.a. im alten Testament sehr deutlich zu lesen glaube.
    Viele Grüße
    Annika

    Antworten

    • Ich persönlich denke, dass die meisten Menschen, die etwas dagegen haben, das Frauen ein Kopftuch tragen, das nicht tun, weil sie diesen Frauen das Recht auf freie Wahl ihrer Kleidung absprechen wollen. Der zugrunde liegende Gedankengang ist m.E. eher folgender:
      Der Islam wird als extrem restriktive Religion wahrgenommen, mit vielen detaillierten Regeln und Verboten. In allen muslimisch geprägten Ländern werden Meinungsfreiheit, Religionausübung und die Wahl des individuellen Lebensentwurfs unter den Vorbehalt gestellt, mit dem Islam vereinbar zu sein. In allen muslimisch geprägten Ländern werden Frauen als Menschen zweiter Klasse betrachtet und systematisch unterdrückt. Zumindest stellt sich das einem durchschnittlichen Mitteleuropäer so dar.
      Bei uns, in einer europäisch humanistisch geprägten Gesellschaft, ist das, zumindest gefühlt, anders. Meinungs- und Religionsfreiheit sind unumstritten, Frauen sind, zumindest auf dem Papier, gleichberechtigt.
      Wenn jetzt eine Muslima ein Kopftuch trägt, wird das von den meisten nicht als Ausdruck ihrer individuellen Freiheit wahrgenommen, sondern als Unterwerfung unter die Regeln einer (muslimischen) Parallelgesellschaft. Und diese wiederum wird als Bedrohung unserer freien Gesellschaft gesehen, mit dem Anspruch, ihre Regeln und Vorschriften mittelfristig auch in unserem Land durchzusetzen.
      Diesen Widerspruch aufzulösen, und das Tragen eines Kopftuchs als individuelle Entscheidung wahrzunehmen und zu akzeptieren, ohne damit dem Anspruch einiger muslimischer Gruppen nachzugeben, mitten in unserer Gesellschaft ihre Glaubensbrüder und -schwestern kontrollieren zu wollen, ist die eigentliche Herausforderung. Und ich muss leider zugeben, auch mir, als leidenschaftlichem Verfechter der individuellen Freiheit, fällt das manchmal schwer.

      Antworten

      • Hallo 🙂 vielen Dank erstmal für die ausführliche Antwort und die interessanten Punkte, die du erwähnt hast. Schon komisch, dass die bewusste Entscheidung, ein Kopftuch zu tragen, als Schwäche und Gehorsam ausgelegt wird. Ich habe persönlich auf jeden Fall Respekt davor, weil man dadurch ja sehr deutlich Stellung bezieht (damit meine ich keinesfalls, dass man seine Religion lieber verstecken sollte! Es ist nur eben so, dass ein Kopftuch ein eindeutiges Zeichen für den Islam ist). Außerdem verstehe ich nicht, warum eine Lehrerin mit Kopftuch nicht unterrichten dürfen sollte. Wir haben eine streng katholische Lehrerin, die immer eine Kreuzkette trägt und ich fühle mich davon kein bisschen beeinflusst. Meiner Meinung nach bereichern alle anderen Religionen unsere Gesellschaft 🙂 Und der Islam ist für unsere Generation schon fast normal. Leider noch nicht ganz. Aber fast, und wir arbeiten dran. Zusammen schaffen wir das!

        Antworten

        • Deine positive Einstellung gefällt mir. Ja, die Freiheit muss ständig aufs Neue erkämpft und gesichert werden, aber auch bin mir sicher dass wir das zusammen schaffen. 🙂
          Ich finde auch, dass die freie Entscheidung eines Menschen über sein eigenes Leben akzeptiert werden muss, selbst wenn es mir selbst nicht gefällt.
          Auf der anderen Seite sollte aber auch niemand versuchen, meine eigenen Entscheidungen in Frage zu stellen oder mir vorzuschreiben, wie ich mein Leben gestalten soll.
          Nur so kann ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben auf Dauer funktionieren.

          Antworten

  12. Hallo Merve,
    Habe gerade gesehen, dass du meinen Kommentar vom 8. Januar 2015 um 16:44 nicht freigeschaltet hast. Ein Versehen, oder bewusste Entscheidung?
    Liebe Grüße
    hataibu

    Antworten

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